Ein aus einem nördlich von Island liegenden marinen Hydrothermalsystem isolierter Mikroorganismus, im Weiteren bezeichnet als Minikokkus , stellt derzeit die phylogenetisch tiefste Abzweigung kultivierter Mikroorganismen innerhalb der Domäne der Archaea dar. Gleichzeitig kann er bis jetzt nur zusammen mit dem ebenfalls aus diesem Biotop isolierten Ignicoccus-Isolat KIN4/I kultiviert werden. Bei den Untersuchungen sollen Einblicke in die physiologischen Besonderheiten dieses ersten hypterthermophilen Symbionten erhalten werden, sowie Fragen der Interaktion mit dem Ignicoccus-Isolat, aber auch mit anderen Hyperthermophilen bearbeitet werden. Die molekularen Besonderheiten des Stammes sollen auch im Hinblick auf die phylogenetische Position dieses Symbionten hin untersucht werden. Eine wichtige Fragestellung betrifft die Verbreitung der Minikokken , die mit Hilfe von Biotopanalysen und spezifischen Gensonden untersucht werden soll. Gleichzeitig soll dabei versucht werden, auch näher verwandte Organismen aufzufinden, was die Minikokken als Vertreter einer eigenen größeren phylogenetischen Gruppe kennzeichnen würde. Sofern vorhanden, sollen solche Organismen anschließend angereichert und isoliert werden.