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Einfluss von Selektion und Zufall auf die Hügelstruktur der Kompass-Termiten

Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: 5435278

Link zum Projekt auf Webseiten des Förderers

https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/5435278

Dauer

Projektbeginn: 2004
Projektende: 2008

Beteiligte Institutionen

Nicht ausgewählt

Weitere Informationen

Zusammenfassung

Quantitative genetische Modelle, die Evolution in Form von Änderungen von Allelfrequenzen in Populationen nachweisen, zeigen, dass neben der Selektion dem Zufall eine wichtige Rolle in der Evolution zukommt. Entsprechend herrscht in der Ökologie derzeit eine rege Diskussion über die Bedeutung von Zufallsprozessen. Dagegen wird in der Verhaltensökologie, in der Verhalten als evolutive Anpassung untersucht wird, der Zufall bislang wenig berücksichtigt. Im geplanten Vorhaben sollen die Einflüsse von Selektion und Zufall auf die Hügelstruktur der Kompass-Termiten studiert werden. Als manifestierter Ausdruck des Bauverhaltens eigenen sich diese Strukturen besonders gut für eine quantitative Analyse. Australische Kompass-Termiten erreichten einzigartige Hügel mit einer Nord/Süd-orientierten Längsausrichtung. Die exakte Orientierung der Hügel variiert zwischen Gebieten. Da Populationen von Kompass-Termiten nur auf isolierten Flächen (Inseln) vorkommen, könnte sich Zufall in Form genetischer Drift auf die Hügelstruktur auswirken. Andererseits scheint die Orientierung eine Anpassung an lokale Bedingungen sein. Durch gezielte Freilandexperimente soll der adaptive Wert und damit der Einfluss der Selektion auf die Orientierung der Hügel bestimmt werden. Daneben soll durch populationsgenetischen Untersuchungen der Einfluss genetischer Drift auf die Hügelorientierung untersucht werden.

Team

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