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Bildungsverläufe von Kindern aus Risikogruppen für schlechte Schulleistung: Eine psychometrisch reflektierte Untersuchung von Bildungsvariablen und Resilienzfaktoren mit Längsschnittdaten aus dem nationalen Bildungspanel

Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: 390666287

Link zum Projekt auf Webseiten des Förderers

https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/390666287

Dauer

Projektbeginn: 2017
Projektende: 2020

Beteiligte Institutionen

Nicht ausgewählt

Weitere Informationen

Zusammenfassung

Kinder aus einem Risiko-Umfeld mit Resilienz haben oft normale Entwicklungsverläufe in vielen Gebieten. Hingegen fallen jene Kinder, denen es an Resilienz mangelt, verglichen mit Gleichaltrigen zurück. Verschiedene Längsschnittstudien haben die Entwicklung von gefährdeten Kindern in einem Resilienz-Framework verfolgt, aber qualitativ hochwertige Studien mit deutschen Kindern fehlen bislang. Die einzigartigen Besonderheiten des nationalen Bildungspanel (NEPS) erlauben es, sowohl Resilienzfaktoren und Bildungsoutcomes im Längsschnitt zu studieren, als auch Fortschritte in der Testtheorie zu erzielen. NEPS stellt längsschnittliche Daten für verschiedene Gruppen von gefährdeten Kindern sowie von nicht gefährdeten Kindern in Deutschland im großen Maßstab bereit. Diese Daten erlauben die Identifikation und den Vergleich von drei Risikogruppen, die von besonderem Interesse in der aktuellen Forschung sind: Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status (SES), Kindern mit Migrationshintergrund und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SPF). Darüber hinaus erlaubt der große NEPS-Datensatz, Methoden zur Analyse von Testaufgaben zu verfeinern. Aufgrund von demografischen und anderen Unterschieden in Risikogruppen können einzelne Testaufgaben ungleich informativ bei gefährdeten bzw. nicht gefährdeten Kindern sein (d.h. die Messinvarianz kann verletzt sein). Dies stellt eine weitere potentielle Komplikation beim exakten Vergleich von bildungsrelevanten und kognitiven Entwicklungs-Outcomes bei gefährdeten Kindern dar. Wir beabsichtigen, die drei Risikogruppen von Kindern aus Familien mit niedrigem SES, Migrationshintergrund bzw. SPF in NEPS-Daten zu identifizieren und ihre Entwicklung längsschnittlich anhand der Kompetenzen in Mathematik, Naturwissenschaften und Rechtschreibung sowie Metakognition zu analysieren. Wir werden eine neuartige Differential-Item-Functioning-Analyse einsetzen, um das Ausmaß der Invarianz bei gefährdete bzw. nicht gefährdete Kinder zu quantifizieren. Schließlich werden wir unter Einsatz von Plausible Values quantitative längsschnittliche Entwicklungsmodelle erstellen, wie latente Wachstums-, Profil- und Veränderungsmodelle für mehrere Gruppen, um Faktoren zu identifizieren, die Resilienz bei gefährdeten Schülern vorhersagen. Dieses Projekt wird einen signifikanten Beitrag sowohl zur Resilienzforschung als auch zur Item-Response-Theorie leisten und darüber hinaus praktische Hinweise für Forschende geben, die NEPS-Skalen bzw. verwandte Skalen im Large Scale Assessment zum Vergleich von Risikogruppen mit nicht gefährdeten Kindern benutzen.

Team

Principal Investigator: Philipp Doebler
Principal Investigator: Markus Gebhardt

Publikationen


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