Interferenz und Interferenzmanagement im episodischen Gedächtnis von Kindern
Gefördert von:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: 51667424
Projektnummer: 51667424
Link zum Projekt auf Webseiten des Förderers
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/51667424Dauer
Projektbeginn: 2007Projektende: 2011
Beteiligte Institutionen
Nicht ausgewähltWeitere Informationen
Zusammenfassung
Das vorherige Enkodieren von Episoden kann das Erinnern von darauffolgend enkodierten Episoden empfindlich stören. Solche proaktive Interferenz lässt sich bei Erwachsenen reduzieren, indem die interferierenden Episoden in verschiedenen Kontexten enkodiert werden oder die älteren Episoden gerichtet vergessen werden. Bis heute ist weitgehend unklar, wie anfällig Kinder gegenüber proaktiver Interferenz sind und wie gut das bei den Erwachsenen beobachtete Interferenzmanagement bei Kindern bereits funktioniert. Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten wollen wir die Gedächtnisleistungen von Kindergartenkindern, Erstklässlern und Viertklässlern untersuchen. Konkret werden drei Teilziele verfolgt. Es soll geprüft werden, ob (1) Kinder - wie oft vermutet - wirklich interferenzanfälliger sind als junge Erwachsene, (2) Kinder zu einem effektiven Umgang mit proaktiver Interferenz fähig sind und diese durch Kontextwechsel oder gerichtetes Vergessen reduzieren können, (3) die bei effektivem Interferenzmanagement entstehenden Kosten für die interferierenden Gedächtnisinhalte für Kinder durch mentale Kontextwiederherstellung aufhebbar sind. Die Ergebnisse werden ein erstes Gesamtbild über Interferenzen und Interferenz management im episodischen Gedächtnis von Kindern liefern.
Team
Principal Investigator:
Karl-Heinz Bäuml