Die Bedeutung der Gedächtnisstärke für schlafassoziierte Gedächtniskonsolidierung
Gefördert von:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: 214564547
Projektnummer: 214564547
Link zum Projekt auf Webseiten des Förderers
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/214564547Dauer
Projektbeginn: 2012Projektende: 2016
Beteiligte Institutionen
Nicht ausgewähltWeitere Informationen
Zusammenfassung
Während neuere Befunde darauf hinweisen, dass schlafassoziierte Konsolidierungsprozesse Gedächtnisinhalte stabilisieren, bleibt weiterhin unklar, ob solche Konsolidierungsprozesse mit einem der banalsten Merkmale von Gedächtnisrepräsentationen variieren, nämlich mit der initialen Stärke von Gedächtnisspuren. Ziel dieses Projekts ist es, diese empirische Lücke zu schließen und die Bedeutung der Gedächtnisstärke für Konsolidierungsprozesse auf behavioraler und neurowissenschaftlicher Ebene zu untersuchen. Über 13 Experimente hinweg wird die Stärke von Gedächtnisinhalten sowohl intentional als auch inzidentell manipuliert. Intentionale Stärkemanipulationen erfolgen im Paarassoziations- und im Listenlernparadigma und werden sowohl über präsentationsinduzierte als auch abrufinduzierte Stärkungen realisiert; inzidentelle Stärkemanipulationen erfolgen im Listenlernparadigma unter Verwendung unterschiedlicher Orientierungsaufgaben. Auf behavioraler Ebene werden Konsolidierungseffekte sowohl über eine Reduktion im zeitabhängigen Vergessen als auch über eine Reduktion in der Interferenzanfälligkeit der Gedächtnisinhalte gemessen. Auf neuronaler Ebene soll mittels Elektroenzephalographie (EEG) untersucht werden, wie Manipulationen der Gedächtnisstärke (1) die neuronalen Korrelate der initialen Gedächtnisbildung und (2) die neuronalen Korrelate von Abrufprozessen direkt nach der Enkodierung wie auch nach einem 12 Stunden Intervall - gefüllt mit Schlaf oder Wachheit - verändern. Zusätzlich sollen durch EEG-Messungen während des Schlafes jene elektrophysiologischen Mechanismen untersucht werden, von welchen man annimmt, dass sie direkt an der Reaktivierung und Umstrukturierung kürzlich enkodierter Gedächtnisinhalte beteiligt sind. Die Experimente werden ein erstes Gesamtbild zur Bedeutung der Gedächtnisstärke für schlafassoziierte Konsolidierungseffekte liefern.
Team
Principal Investigator:
Karl-Heinz Bäuml