Direkt zum Inhalt

Geomorphologische Forschungen zur jungquartären Klima- und Landschaftsentwicklung im südlichen Afrika

Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: 5156494

Link zum Projekt auf Webseiten des Förderers

https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/5156494

Dauer

Projektbeginn: 1983
Projektende: 2001

Beteiligte Institutionen

Nicht ausgewählt

Weitere Informationen

Zusammenfassung

Im Rahmen der von mir seit 1977 ausgeführten Forschungen zur jungquartären Klima- und Landschaftsgeschichte im südlichen Afrika richtete sich das Interesse immer stärker auf die extrem aride Namib-Küstenwüste. Da diese Wüste durch die ozeanische Zirkulation (Benguela-Strom) sowie die atmosphärische Zirkulation bedingt ist, spiegeln hygrische Klimaänderungen Veränderungen der marinen und atmosphärischen Verhältnisse wider. Die bisherigen Forschungen an Höhlen-Sintern und an Gipskristenböden zur jungquartären Klimageschichte des südwestlichen Afrikas führen zu der begründeten Annahme, daß die markanten Klimaschwankungen des Jungquartärs nicht die zentrale Namib beeinflussen. Für viele Disziplinen der Palöoklimaforschung (marine Geologie, Paläozeanographie, Klimamodellforschung) ist dieser Befund von weitreichender Konsequenz. Als Abtragungsgebiet weist die zentrale Namib keine terrestrischen, paläoklimatisch interpretierbaren Sedimente auf, mit Ausnahme von paläoklimatisch nicht vertretbaren Talterrassen. In zahlreichen Talungen der Namib-Wüste werden Slack Water Deposits (SWD) bei extremen Hochflutereignissen sedimentiert, die jedoch bisher nicht als solche anerkannt wurden. Die SWD der Namib werden in der wissenschaftlichen Literatur und bei Paläoklimarekonstruktionen des südwestlichen Afrika als Belege für geringere Niederschläge angesehen und nicht - wie eigene Voruntersuchungen zeigen - als Beweise für stärkere Regenfälle in (östlich der küstennahen Namib) gelegenen Einzugsgebieten. Eine eingehende Bearbeitung der SWD soll endgültig die Genese dieser fluvialen Ablagerungen darlegen und damit auch zu einer eindeutigen paläoklimatischen Aussage führen. Die Forschungen sind Teil des PAGES-Projetes des IGBP.

Team

Principal Investigator: Klaus Heine

Publikationen


nach oben