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Sozialfürsorge und Gesundheit in Ost- und Südosteuropa im langen 20. Jahrhundert

Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: 222348724

Link zum Projekt auf Webseiten des Förderers

https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/222348724

Dauer

Projektbeginn: 2012
Projektende: 2015

Beteiligte Institutionen

Nicht ausgewählt

Weitere Informationen

Zusammenfassung

Das Netzwerk untersucht Praktiken und Diskurse zu Gesundheit und Fürsorge in Ost- und Südosteuropa vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die neueste Zeit. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die um 1900 entstehende moderne Sorge um die Bevölkerung, die eng mit Staatsund Nationsbildungsprozessen verknüpft war, nicht ohne die Betrachtung historischer Kontinuitäten (osmanisch, habsburgisch, russisch-zaristisch), Brüche sowie transnationaler Transferprozesse zu verstehen ist. Dabei müssen Inklusions- und Exklusionsprozesse berücksichtigt werden, welche für die Herausbildung moderner Gesellschaften und deren Gesundheits- und Fürsorgesysteme grundlegend waren. Das Netzwerk zielt darauf ab, die bislang vorherrschende nationalstaatliche Perspektive auf diese Zusammenhänge in Ost- und Südosteuropa aufzubrechen. Die ost- und südosteuropäische Geschichte von Gesundheitsvorstellungen und Sozialfürsorge soll als Teil der europäischen Geschichte diskutiert und in ihren lokalen, nationalen und transnationalen Zusammenhängen sichtbar gemacht werden. Um dies zu leisten werden Gesundheit und Fürsorge entlang vier zentraler sozial- und kulturwissenschaftlicher Topoi – Historische Kontinuitäten und Brüche, Modernisierung und Moderne, Staats- und Nationsbildung, Krieg und Gewalt – untersucht. Hierbei ermöglicht die Fokussierung auf sozial- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen sowie die gemeinsame akteurszentrierte Perspektive eine Verknüpfung des Forschungsthemas sowie des Netzwerkes hin zum Bereich der historischen Anthropologie.

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