Paying for Europe? Die wirtschaftlichen und verteilungspolitischen Auswirkungen der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik, 1962 - 1992
Gefördert von:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: 178836399
Projektnummer: 178836399
Link zum Projekt auf Webseiten des Förderers
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/178836399Dauer
Projektbeginn: 2010Projektende: 2011
Beteiligte Institutionen
Nicht ausgewähltWeitere Informationen
Zusammenfassung
Im Rahmen eines größeren Forschungsvorhabens, das sich mit der Geschichte der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Gemeinschaften (EG) von 1962 bis 1992 beschäftigt, geht es in diesem Projekt zum einen um die gesamtwirtschaftlichen Folgen der GAP und zum anderen um die verteilungspolitischen Konsequenzen innerhalb der EG-Landwirtschaft. Das Projekt ist somit das erste überhaupt, das in historischer Perspektive den politischen Nutzen der europäischen Integration mit einem gewichtigen Teil ihrer Kosten kontrastiert. Untersucht werden die wirtschaftlichen Auswirkungen der GAP von ihren Anfängen 1962 bis zur MacSharry-Reform von 1992. Im Mittelpunkt steht dabei einerseits die Frage, wie viel die GAP als weitaus größter Budgetposten des EG-Haushalts die Bürger als Steuerzahler und durch überhöhte Preise auch als Konsumenten kostete, und andererseits, welche Gruppen innerhalb des Agrarsektors in besonderem Maße von der Subventionspraxis profitierten. Empirische Grundlage für die erste Frage sind Datenbanken der OECD und der Weltbank, die bislang nicht für wirtschaftshistorische Fragestellungen genutzt wurden. Diese Datenbanken erlauben es für neun der zwölf Mitgliedsstaaten und die EG als Ganzes die von der GAP bewirkten Veränderungen von Produzenten- und Konsumentenrente von 1957 bis heute abzuschätzen. Die zweite Frage wird unter Zuhilfenahme landwirtschaftlicher Betriebsstatistiken und zeitgenössischer Studien beantwortet. Für beide Fragestellungen werden außerdem archivalische Dokumente ausgewertet und Zeitzeugen interviewt.
Team
Principal Investigator:
Mark Spoerer