Direkt zum Inhalt

Erscheinung und Funktionen griechischer Tempel in der Zeit römischer Herrschaft

Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: 5451315

Link zum Projekt auf Webseiten des Förderers

https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/5451315

Dauer

Projektbeginn: 2005
Projektende: 2007

Beteiligte Institutionen

Nicht ausgewählt

Weitere Informationen

Zusammenfassung

Untersucht werden Wahrnehmung, Nutzung und Veränderung griechischer Tempel während der Zeit römischer Herrschaft. Der Begriff 'Tempel' ist hierbei zunächst einmal im archäologisch- baugeschichtlichen Sinne gebraucht. Behandelt werden Sakralbauten, die als architektonisches Signet ein Heiligtum in (oft auch wörtlich) herausragender Weise markiert haben. Zentraler Gegenstand der Untersuchung sind die kultischen Funktionen. Indes steht vorderhand nicht fest, ob Interessen der Benutzer der alten Tempel unter römichser Herrschaft sich mehr an Baudenkmäler oder an Kulte knüpften. Dies zu klären, ist vielmehr ein wichtiges Ziel des Projektes. Den Ausgangspunkt der Untersuchung bilden Veränderungen der alten Tempel während der römischen Zeit, soweit sie sich am Baubestand durch archäologische Befunde oder inschriftliche Quellen nachweisen lassen. Einzelbeobachtungen, welche hierzu vielfach in Grabungspublikationen bereits vorliegen, werden einer synthetisierenden Auswertung zugeführt, die allgemeinere Tendenzen z.B. der Raumkozeption aufzeigen soll. Daran knüpft sich die Frage, ob jene Tendenzen mit der Eingliederung der verschiedenen Gemeinwesen in den römischen Herrschaftsverband zusammenhängen bzw. mit der Identität der Gemeinwesen innerhalb des Herrschaftsverbands. Die ausgewählten Beispiele reichen von Sizilien bis nach Westkleinasien und von der Zeit der römischen Republik bis wenigstens zur mittleren Kaiserzeit. Damit wird in räumlich und zeitlich übergreifender Weise thematisiert, ob und welche Wechselwirkungen zwischen griechischen religiösen Traditionen einerseits und neuen, z.T. reichsweiten Entwicklungen andererseits bestanden. Das Projekt ergänzt insofern bereits im Rahmen des SPP 1080 angelaufene Untersuchungen zu einzelnen Provinzen mit griechischer Kulturtradition.

Team

Principal Investigator: Dirk Steuernagel

Publikationen


nach oben