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Recht in der Dichtung: Konsensthematik und Brautwerbungsschema

Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: 5206984

Link zum Projekt auf Webseiten des Förderers

https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/5206984

Dauer

Projektbeginn: 1999
Projektende: 2002

Beteiligte Institutionen

Nicht ausgewählt

Weitere Informationen

Zusammenfassung

Recht in der Dichtung ist ein interdisziplinäres Projekt mit den Fachbereichen germanistische Mediävistik und Rechtsgeschichte. Die einem interdisziplinären Erkenntnisinteresse zuwiderlaufende Crux bisheriger Bemühungen um das Phänomen rechtsgeschichtlicher Inserate in literarischen Texten soll dabei überwunden werden: Es geht also nicht um eine bloße Ortung scheinbar insolierter Realienfunde, sondern um deren Anbindung an die Textstrukturebene und die Frage nach einem übergeordneten Erzählinteresse. Der rechtsgeschichtliche Ausgangspunkt des Vorhabens berührt tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen vom 12. bis zum 15. Jh: In diesem Zeitraum weichte die kanonistische Lehre vom Nupturialkonsens das praktizierte überlieferte weltliche Eherecht als mehrgliedriges Rechtsgeschäft auf und löste schließlich die alte Sippenvergabe ab. Aspekte dieses Prozesses werden in mhd. literarischen Texten über das sog. Brautwerbungsschema transportiert. Erforscht werden soll die Korrelation von zeitgenössischem Rechtsdiskurs und narrativem Muster im Hinblick auf einen möglicherweise grundsätzlichen Modus einer Interferenz von Recht und Dichtung. Das Vorhaben versteht sich auch als Beitrag zu einer Korrektur des Begriffs von Erzählschema .

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