Einfluß endogener Neurotransmitter auf die IL-6-, IL-8- und Matrixmetalloproteinase 3-Sekretion des arthritischen und osteoarthrotischen Synovialgewebes des Menschen
Gefördert von:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: 5096944
Projektnummer: 5096944
Link zum Projekt auf Webseiten des Förderers
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/5096944Dauer
Projektbeginn: 1997Projektende: 2002
Beteiligte Institutionen
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Zusammenfassung
Im Neuantrag vor 3 Jahren nannten wir die mögliche Bedeutung des peripheren Nervensystems für die Modulation einer rheumatoiden Arthritis (RA). Nun wurde der Einfluß des peripheren Nervensystems auf die IL-6, IL-8 und TNF-Sekretion des arthritischen und osteoarthrotischen (OA) humanen Synovialgewebes untersucht. Noradrenalin hemmte die IL-6- und IL-8-Sekretion über a-adrenerge Rezeptoren (bei RA und OA). Dieser Effekt war aber keinesfalls immer zu beobachten und ist wahrscheinlich an die Anwesenheit von sympathischen Nervenfasern im Gewebe gekoppelt. Je stärker der Grad der Entzündung war, desto weniger sympathische Nervenfasern waren im Gewebe vorhanden. In weiteren Untersuchungen an isolierten Synovialfibroblasten wurde die antiinflammatorische Bedeutung von sympathischen Neurotransmittern im Vergleich zu sensorischen Neurotransmittern weiter erhärtet. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß sympathische Neurotransmitter im Superfusionsexperiment und an isolierten Synovialfibroblasten antiinflammatorisch wirkten. Mit großer Wahrscheinlichkeit kann auch das sympathische Nervensystem aufgrund des Rückzugs seiner Nervenfasern aus dem Entzündungsareal einen geringeren antiinflammatorischen Einfluß ausüben. Im weiteren Verlauf der Untersuchungen sollen die noradrenergen und opioidergen Mechanismen weiter untersucht werden und die funktionelle Bedeutung der im Entzündungsareal verbliebenen, proinflammatorischen, sensorischen Nervenfasern untersucht werden. Möglicherweise ist die unterschiedliche Anwesenheit der beiden Nervenfasertypen für die Chronifizierung der Erkrankung von Bedeutung.
Team
Principal Investigator:
Rainer H. Straub