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Zettler, Christian

Synthese neuer dreizähniger Oxazolinliganden für die enantioselektive Katalyse

Zettler, Christian (2003) Synthese neuer dreizähniger Oxazolinliganden für die enantioselektive Katalyse. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 31 Jan 2003 13:05
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.10074


Zusammenfassung (Deutsch)

Von der aktiven Spezies [Rh(PPh3)2Cl] des bekannten Wilkinson Katalysator wurden zwei PPh3-Moleküle durch den chiralen zweizähnigen Liganden diop ersetzt. Der daraus resultierende neutrale Komplex [Rh(diop)Cl]2 bildet das Standardsystem in der enantioselektiven Hydrierung von Ketopantolacton. Auch die neu dargestellten Komplexe [Rh(diop)PPh3Cl] und [Rh(diop)PPh3I) wurden in diesem Katalysesystem ...

Von der aktiven Spezies [Rh(PPh3)2Cl] des bekannten Wilkinson Katalysator wurden zwei PPh3-Moleküle durch den chiralen zweizähnigen Liganden diop ersetzt. Der daraus resultierende neutrale Komplex [Rh(diop)Cl]2 bildet das Standardsystem in der enantioselektiven Hydrierung von Ketopantolacton. Auch die neu dargestellten Komplexe [Rh(diop)PPh3Cl] und [Rh(diop)PPh3I) wurden in diesem Katalysesystem untersucht. Im Laufe der Katalyse muss ein Ligand abgespalten werden. Die erhaltenen ee-Werte für den Chlorkomplex (55ee) bestätigen, was sich bereits in der NMR-Analytik angedeutet hat: PPh3 wird abgespalten und es entsteht die zum Standardsystem analoge aktive Spezies [Rh(diop)Cl]. Der deutlich höher liegende Enantiomerenüberschuss für den Iodkomplex (65ee) zeigt ebenfalls, dass das Halogen während der Katalyse gebunden bleibt. Eine andere Möglichkeit, die im Katalysezyklus zur Verfügung stehenden freien Koordinationsstellen zu besetzen, bieten dreizähnige Liganden. In längeren Synthesen konnten aus 2,6-Pyridindicarbonsäure Liganden dargestellt werden, die einen Pyridin-, einen Oxazolinring und ein stark koordinierendes Phosphoratom enthalten. Es ist davon auszugehen, dass die Liganden aufgrund ihres weitgehend planaren Aufbaus meridional an das Metallatom koordinieren. Bei einer Verlängerung der Kohlenstoffkette am chiralen Kohlenstoff des Oxazolinrings wäre die Bindungsgeometrie des Liganden nicht mehr nur auf eine Ebene festgelegt. Durch den Knick in der Kette könnten derartige dreizähnige Liganden bei einer oktaedrischen Bindungsform facial oder meridional koordinieren. Um die Bindungsgeometrie zu untersuchen, wurde ein solcher Ligand und ein Kupferkomplex davon synthetisiert. Er hat eine quadratisch pyramidale Struktur, in der der Ligand meridional an das Cu koordiniert. Die neuen Liganden wurden in verschiedenen Modellen der enantioselektiven Katalyse getestet, wie der Hydrierung von Ketopantolacton sowie der Hydrosilylierung und Transferhydrierung von Acetophenon.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

The Wilkinson-type catalysts [Rh(diop)(PPh3)Cl] and [Rh(diop)(PPh3)I] have been synthesised and characerised by X-ray structure analysis. The catalysts were tested in the enantioselective hydrogenation of ketopantolactone in which the iodo complex with 65ee achieved a higher enantioselectivity than the chloro complex with 55ee. The replacement of PPh3 with monodentate nitrogen ligands and the ...

The Wilkinson-type catalysts [Rh(diop)(PPh3)Cl] and [Rh(diop)(PPh3)I] have been synthesised and characerised by X-ray structure analysis. The catalysts were tested in the enantioselective hydrogenation of ketopantolactone in which the iodo complex with 65ee achieved a higher enantioselectivity than the chloro complex with 55ee. The replacement of PPh3 with monodentate nitrogen ligands and the removal of the chloro ligand generated further catalysts, which were in situ tested in the enantioselective hydrogenation of ketopantolactone. Another way for enantioselctive catalyses is the use of tridentate ligands. The synthesis of new chiral tridentate ligands is reported which coordinate transition metals in a meridional way. The ligands contain a pyridine ring, an oxazoline ring and a strongly coordinating diphenylphosphanyl group. The methionine-derived ligand forms a copper complex, which has been studied by X-ray crystallography. The new ligands were tested in models of enantioselective catalyses, such as hydrogenation of ketopantolactone, hydrosilylation of acetophenone and transfer hydrogenation of acetophenone.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum30 Januar 2003
Begutachter (Erstgutachter)Henri Brunner
Tag der Prüfung12 November 2002
InstitutionenChemie und Pharmazie > Institut für Anorganische Chemie > Entpflichtete oder im Ruhestand befindliche Professoren > Prof. Dr. Henri Brunner
Stichwörter / KeywordsKatalyse , Enantioselektivität , Ketopantolacton , Hydrierung , Rhodiumkomplexe , , Rhodium , Catalysis , Enantioselectivity , Ketopantolactone , Hydrogenation
Dewey-Dezimal-Klassifikation500 Naturwissenschaften und Mathematik > 540 Chemie
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-opus-1336
Dokumenten-ID10074

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