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Untersuchungen zur zellulären Immunantwort nach Impfung gegen das Hepatitis-B-Virus
Bauer, Tanja (2003) Untersuchungen zur zellulären Immunantwort nach Impfung gegen das Hepatitis-B-Virus. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 13 Feb 2003 13:06
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.10077
Zusammenfassung (Deutsch)
Für die Prophylaxe einer Hepatitis B-Infektion steht mit der rekombinanten HBV-Vakzine ein effizientes Mittel für die aktive Immunisierung zur Verfügung. Die hier vorliegende Arbeit untersucht die zelluläre Immunantwort nach Hepatitis B-Impfung und geht speziell auf die Erkennung natürlich auftretender Virus-Varianten des Hepatits B-Oberflächenantigens (HBsAg), dem einzigen immunogenen ...
Für die Prophylaxe einer Hepatitis B-Infektion steht mit der rekombinanten HBV-Vakzine ein effizientes Mittel für die aktive Immunisierung zur Verfügung. Die hier vorliegende Arbeit untersucht die zelluläre Immunantwort nach Hepatitis B-Impfung und geht speziell auf die Erkennung natürlich auftretender Virus-Varianten des Hepatits B-Oberflächenantigens (HBsAg), dem einzigen immunogenen Bestandteils der Vakzine, durch die impfinduzierten spezifischen T-Helferzellen ein.
Es konnte gezeigt werden, daß bei einem Großteil der geimpften Probanden eine protektive Antikörperantwort von einer starken T-Zellantwort gegen unterschiedliche Epitope des HBsAg begleitet wird. Diese, ausschließlich MHC Klasse II-restringierte T-Zellantwort wurde bei der Mehrheit der untersuchten Probanden durch zwei der in der Literatur beschriebenen vier T-Zell-Epitope vermittelt. Die reaktiven T-Zellen gehören der Gruppe der Th1-Zellen an, die durch die Ausschüttung der Zytokine IFN-g und TNF-a gekennzeichnet ist. Für zwei der vier bekannten immunogenen Bereiche, die für die zelluläre Immunantwort verantwortlich sind, zeigte die Analyse des bis dato verfügbaren HBsAg-Sequenzmaterials eine Reihe von Aminosäureaustauschen. Peptide, die diese natürlichen Epitop-Varianten repräsentieren, wurden in vergleichenden immunologischen Studien auf ihre Fähigkeit untersucht, impfinduzierte T-Helferzellen zu aktivieren. Dabei zeigte sich, daß sechs der 23 getesteten Mutationen zu einem Verlust der T-Helferzell-Reaktivität führen. Dieses Phänomen war gekennzeichnet durch das Fehlen der proliferativen T-Zellantwort, die Beeinträchtigung der T-Zell-spezifischen Zytokinsekretion und die Reduktion der anti-HBs-Produktion in vitro.
Die Ergebnisse dieser Arbeit belegen somit erstmals die Existenz von natürlich auftretenden HBsAg-Varianten, deren veränderte Epitope nicht von impfinduzierten T-Helferzellen einzelner Probanden erkannt werden.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
For the prophylaxis against hepatitis B-infection a recombinant HBV vaccine is available for the active immunisation, with hepatitis B surface antigen (HBsAg) as the exclusive antigen. The primary aim of this work was the characterization of the cellular immune response following hepatitis B vaccination and especially the effect of naturally occuring amino acid substitutions within T helper cell ...
For the prophylaxis against hepatitis B-infection a recombinant HBV vaccine is available for the active immunisation, with hepatitis B surface antigen (HBsAg) as the exclusive antigen. The primary aim of this work was the characterization of the cellular immune response following hepatitis B vaccination and especially the effect of naturally occuring amino acid substitutions within T helper cell epitopes on the vaccine induced T cell population.
For the bigger part of the study population a protective antibody response was accompanied by a strong T cell response against different epitopes within the HBsAg. This solely MHC class II-restricted T cell response was mainly mediated by two of the four T cell epitopes known in the literatur. The reactive T cell population thereby belongs to the Th1-cells and is characterised by secretion of IFN-g and TNF-a.
Analysis of the HBsAg sequences known so far yield for two of the four known immunogenic regions a series of amino acid substitutions. Synthetic peptides representing these naturally occuring epitope variants were used for comperative studies concerning the stimulatory capacity of the appropiate peptide upon vaccine induced T cells. Application of six out of the 23 tested peptides resulted in a complete loss of T cell reactivity. This phenomenon was characterised by loss of the proliferative T cell response, impairment of the T cell-specific cytokine secretion and reduction of the in vitro antibody-production.
In conclusion these data show for the first time the existence of naturally occuring HBsAg-variants, whose modified epitopes are not not able to trigger immune response of vaccine-induced T-helper cells.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 12 Februar 2003 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Charalampos Aslanidis |
| Tag der Prüfung | 14 Juni 2002 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin Biologie und Vorklinische Medizin > Institut für Biochemie, Genetik und Mikrobiologie |
| Stichwörter / Keywords | Hepatitis-B-Virus , Hepatitis-B-Surface-Antigen , Impfung , T-Lymphozyten , vaccination , T cells |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 500 Naturwissenschaften und Mathematik > 570 Biowissenschaften, Biologie |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-opus-1364 |
| Dokumenten-ID | 10077 |
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