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Charakterisierung und Kontrolle selbstorganisierter Peptidhelixbündel in Phospholipidmembranen
Naarmann, Natascha (2006) Charakterisierung und Kontrolle selbstorganisierter Peptidhelixbündel in Phospholipidmembranen. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 11 Jan 2006 07:37
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.10369
Zusammenfassung (Deutsch)
Im Rahmen dieser Arbeit wurden die Wechselwirkungen der Peptide TMH-1 und TMH-2 und deren fluorinierter Analoga TMF-1 und TMF-2 mit Lipiddoppel-schichten untersucht. Die Peptide sind abgeleitet von der Aminosäuresequenz des GCN4-Zippers, von dem bekannt ist, dass er coiled coil-Strukturen ausbildet, wobei die hydrophoben durch hydrophile Reste ersetzt wurden, um die Lipidlöslichkeit zu ...
Im Rahmen dieser Arbeit wurden die Wechselwirkungen der Peptide TMH-1 und TMH-2 und deren fluorinierter Analoga TMF-1 und TMF-2 mit Lipiddoppel-schichten untersucht. Die Peptide sind abgeleitet von der Aminosäuresequenz des GCN4-Zippers, von dem bekannt ist, dass er coiled coil-Strukturen ausbildet, wobei die hydrophoben durch hydrophile Reste ersetzt wurden, um die Lipidlöslichkeit zu gewährleisten.
Die Charakterisierung der Lipid-Peptid-Wechselwirkungen erfolgte in Phospholipidvesikeln bestehend aus 1-Palmitoyl-2-oleoyl-sn-glycero-3-phospho-cholin. Es konnte mit Hilfe des an Position vier befindlichen Tryptophan in der Sequenz aller Peptide über die Tryptophan-Fluoreszenz eine reversible Insertion der Moleküle in POPC-Doppelschichten nachgewiesen werden. Quenchingexperimente konnten im Falle der Peptide TMH-1 und TMH-2 eine Lokalisierung des Tryptophan-Rests in der Membran belegen. Dabei ergab sich der Abstand zwischen dem Tryptophan-Rest und dem Zentrum der Lipiddoppelschicht mit 1.5 nm für TMH-1 bzw. 1.9 nm für TMH-2. Mittels der Circulardichroismus-Spektroskopie wurde der -helikale Gehalt der Peptide in unterschiedlichen Medien bestimmt, der belegte, dass ein Helixanteil von 67 % im Falle des TMH-1 bzw. 42 % im Falle des TMH-2 insertiert in POPC-Vesikel erreicht wurde. Attenuated Total Reflection � Fourier Transformed Infrared � Experimente zeigten, dass die nicht fluorinierten Peptide in der Membran alle möglichen Orientierungen einnehmen.
Erstmals in Lipidvesikeln konnte die Ausbildung und die Stabilität von Peptidoligomeren der Peptide TMH-1 und TMH-2 gezeigt werden. Durch die Einführung fluorinierter Seitenketten in den Peptiden TMF-1 und TMF-2 konnte die Tendenz zur Aggregation erhöht werden. Dies wurde durch die ermittelten Dissoziationskonstanten von für TMH-1 und für TMF-1 belegt, die mittels Fluoreszenz Resonanz Energie Transfer bestimmt wurden. Zudem konnten für alle vier Peptide über FRET-Messungen die Zahl der Peptide in einem Oligomer in Lipidmembranen bestimmt werden.
Es konnte eine Methode basierend auf FRET entwickelt werden, um das Aggregationsverhalten der Peptide in Lipiddoppelschichten temperaturabhängig zu kontrollieren. Mit Hilfe von FRET-Experimenten an fluoreszenzgelabelten Lipiden wurde zunächst die Ausbildung von DPPC-haltigen Domänen in DPPC/POPC-Mischungen (6:4) unterhalb der Phasenumwandlungstemperatur bestätigt. Anschließend wurde das Peptid TMH-1 in die Lipiddoppelschicht insertiert und es konnte eindeutig belegt werden, dass durch Variation der Temperatur das Monomer-Trimer-Gleichgewicht der Peptidoligomerisierung in der Membran gesteuert werden konnte.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
In this study we investigated the interactions between the peptides TMH-1 and TMH-2 and their fluorinated analogues and phospholipid membranes. The characterization of peptide lipid interactions was carried out by fluorescence spectroscopy, circular dichroism spectroscopy and attenuated total reflection fourier transform infrared spectroscopy. A method based on fluorescence resonance energy transfer was developed for controlling peptide olgomerization in a temperature dependant manner.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 10 Januar 2006 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Claudia (Prof. Dr.) Steinem |
| Tag der Prüfung | 28 Februar 2005 |
| Institutionen | Chemie und Pharmazie > Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik |
| Stichwörter / Keywords | Peptide , Lipide , Fluoreszenz , , helixbundles , self-organized , lipid membranes , vesicles , fluorescence |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 500 Naturwissenschaften und Mathematik > 540 Chemie |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-opus-4664 |
| Dokumenten-ID | 10369 |
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