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Die tschechoslowakische Auswanderung in die Sowjetunion in der Zwischenkriegszeit (1921 - 1939)
Schneider, Miroslav (2008) Die tschechoslowakische Auswanderung in die Sowjetunion in der Zwischenkriegszeit (1921 - 1939). Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 24 Okt 2008 16:36
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.10791
Zusammenfassung (Deutsch)
Basierend auf einer breiten Quellengrundlage aus russischen und tschechischen Archiven wird die zahlenmäßig zwar nicht besonders starke, doch durch die Rahmenbedingungen umso interessantere �Tschechoslowakische Auswanderung in die Sowjetunion in der Zwischenkriegszeit (1921-1939)� fokussiert. An diesem Migrationsfall werden die Migrationsbewegungen zwischen den beiden Staaten objektnäher ...
Basierend auf einer breiten Quellengrundlage aus russischen und tschechischen Archiven wird die zahlenmäßig zwar nicht besonders starke, doch durch die Rahmenbedingungen umso interessantere �Tschechoslowakische Auswanderung in die Sowjetunion in der Zwischenkriegszeit (1921-1939)� fokussiert. An diesem Migrationsfall werden die Migrationsbewegungen zwischen den beiden Staaten objektnäher beschrieben und anhand von Fallstudien genauestens untersucht. Auf mehreren Ebenen und unter Einbeziehung aller für die Untersuchung relevanten Faktoren � die sowjetisch-tschechoslowakischen Beziehungen, die Innen- und die Migrationspolitiken der beiden Länder, die individuellen Motive und Perspektiven der Migranten � werden die unterschiedlichen Phasen und Formen der tschechoslowakischen Auswanderung behandelt.
Die wellenartige wirtschaftliche Auswanderung aus der Tschechoslowakei in die Sowjetunion ließ eine landwirtschaftliche und eine industrielle Form erkennen. Diese zwei Migrationsformen standen in einer direkten Verbindung � hinsichtlich der Push- und Pullfaktoren � zu den wichtigsten sowjetischen Entwicklungsstrategien der Zwischenkriegszeit: Kollektivierung und Industrialisierung. Die logistischen und die zivilisatorisch-kulturellen Probleme, mit denen die Auswanderer nach deren Übersiedlung konfrontiert wurden kennzeichneten ihren Erfolg genauso negativ, wie die ideologischen Ansprüche, die von diversen (politischen) Stellen an die Migranten gestellt wurden.
Die Untersuchung der politisch motivierten tschechoslowakischen Einwanderung in die Sowjetunion zeigte sich vielschichtiger als zunächst angenommen und brachte unterschiedliche Untergruppen mit ihren Kollektivschicksälen ans Licht: Neben den genauer fokussierten Migranten der politisch turbulenten Jahre 1938/39 traten auch andere � im Sinne der Arbeit unerwartete � Formen primärer und sekundärer Auswanderung ans Tageslicht, darunter z.B. Hörer sowjetischer Politikanstalten etc.
Abschließend diskutiert der Verfasser unter Einbeziehung der statistischen Richtwerte die Frage der nationalen Zuordnung und führt einige Selbstzeugnisse an, um die Sichtweisen der Auswanderer mit den Ergebnissen der Quellenanalyse zu konfrontieren. Der Ausblick in Richtung stalinistischer Repressionen schließt die Gesamtuntersuchung ab. Die Ausführungen und Analysen � in allen Teilen der Arbeit � werden vom Verfasser durch quantitative Werte und Statistiken untermauert und durch ausgewählte biographische Exkurse � stellvertretend für die diversen Auswanderungsformen und Kollektivschicksale � dem Leser näher gebracht.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Based upon a broad range of sources from Russian and Czech archives the study focused upon the "Czechoslovakian Emigration to the Soviet Union in the Interwar Period (1921-1939)". Admittedly, the numbers concerned are not particularly high, however are all the more interesting given the conditions of the period. The population movement between the two states is described in detail. The various ...
Based upon a broad range of sources from Russian and Czech archives the study focused upon the "Czechoslovakian Emigration to the Soviet Union in the Interwar Period (1921-1939)". Admittedly, the numbers concerned are not particularly high, however are all the more interesting given the conditions of the period. The population movement between the two states is described in detail. The various phases and forms the Czechoslovak emigration took are discussed on several levels and include all the relevant factors � the Soviet-Czechoslovakian relationships, the internal and migration polices of the two countries, the motives of and prospects for the individual immigrants.
The waves of economic migration from Czechoslovakia to the Soviet Union indicate both agricultural and industrial patterns. Both aspects of migration were in direct response to the most important Soviet development strategies of the interwar period: collectivization and industrialization - push and pull factors. The logistical and socio-cultural problems with which the emigrants were confronted after relocation marked the success, or lack thereof, as ideological demands were made on them by various political organizations.
The research into the politically-motivated Czechoslovakian immigration to the Soviet Union turned out to be more multi-faceted than had been assumed initially and brought to light various sub-groups and their collective fates. In addition to the more goal �oriented migrants of the politically turbulent years 1938 / 39, there were other types of primary and secondary emigration patterns uncovered- unexpected in the scope of this research. Among whom were adherents of soviet political organizations?
In conclusion the author includes statistics standard values, the issue of national assignment and introduces some personal testimonies to contrast the views of the emigrants with the results of the sources analyses. The entire research is concluded with an overview of Stalinist repression. The statements and analyses � in all parts of the work � are substantiated by the author with quantitative figures and statistics and are brought to life for the reader with selected biographical excerpts � representing various patterns of emigration and group destiny.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 23 Oktober 2008 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Peter Haslinger |
| Tag der Prüfung | 5 Dezember 2007 |
| Institutionen | Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften > Institut für Geschichte > Geschichte Ost- und Südosteuropas - Prof. Dr. Ulf Brunnbauer |
| Stichwörter / Keywords | Tschechoslowakei , Sowjetunion , Auswanderungspolitik , Auswanderung , Industrialisierung , Tschechoslowaken , Geschichte 1921-1939 , politische Emigration , wirtschaftliche Auswanderung , nterwar period , Czechoslovakia , Soviet Union , emigration , emigration policy , political emigration , economic emigration , collectivization |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 900 Geschichte und Geografie > 940 Geschichte Europas |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-opus-10621 |
| Dokumenten-ID | 10791 |
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