Direkt zum Inhalt

Wimber, Maria

Neural correlates of inhibition in episodic memory

Wimber, Maria (2009) Neural correlates of inhibition in episodic memory. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 12 Jan 2009 15:22
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.12084


Zusammenfassung (Englisch)

Behavioral studies on long-term memory over the past decades suggest that forgetting can be the consequence of inhibitory control processes that act to keep unwanted or interfering memories from coming to mind. However, it is still debated to what extent inhibition is involved in causing different forms of forgetting in episodic memory. Moreover, although the prefrontal cortex has traditionally ...

Behavioral studies on long-term memory over the past decades suggest that forgetting can be the consequence of inhibitory control processes that act to keep unwanted or interfering memories from coming to mind. However, it is still debated to what extent inhibition is involved in causing different forms of forgetting in episodic memory. Moreover, although the prefrontal cortex has traditionally been implicated in subserving cognitive control processes, the nature of the neural mechanisms underlying memory control is still unresolved. The present thesis reports four functional magnetic resonance imaging (fMRI) experiments aimed at shedding light on the neural substrates of inhibition and forgetting in episodic memory. Using the retrieval practice paradigm, Experiments 1 and 2 revealed that left dorsolateral prefrontal areas are critically involved in causing retrieval-induced forgetting, and that left ventrolateral prefrontal areas support the retrieval of previously inhibited memories. The results of Experiment 3 suggest that retrieval-induced forgetting and part-list cuing impairment might share a common neural mechanism. Finally, Experiment 4 investigated list-method directed forgetting, indicating that such intentional forgetting may rely mainly on right lateralized dorsolateral prefrontal processes. Together, the findings provide first evidence that unintentional and intentional forgetting may depend on distinct neural processes, challenging unifying views of memory inhibition.

Übersetzung der Zusammenfassung (Deutsch)

Befunde der letzten beiden Jahrzehnte legen nahe, dass Vergessen die Folge inhibitorischer Prozesse im Langzeitgedächtnis sein kann, die dabei helfen, das Gedächtnis frei von unerwünschten oder störenden Informationen zu halten. Es ist jedoch umstritten, inwieweit Inhibition verschiedene Formen von Vergessen im episodischen Gedächtnis verursacht. Zudem sind die neuronalen Prozesse, die solchem ...

Befunde der letzten beiden Jahrzehnte legen nahe, dass Vergessen die Folge inhibitorischer Prozesse im Langzeitgedächtnis sein kann, die dabei helfen, das Gedächtnis frei von unerwünschten oder störenden Informationen zu halten. Es ist jedoch umstritten, inwieweit Inhibition verschiedene Formen von Vergessen im episodischen Gedächtnis verursacht. Zudem sind die neuronalen Prozesse, die solchem Vergessen zugrunde liegen, nach wie vor unbekannt. In der vorliegenden Dissertation werden vier Experimente berichtet, die mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) die neuronalen Substrate von Inhibition im episodischen Gedächtnis beleuchten sollen. In den Experimenten 1 und 2 konnte gezeigt werden, dass Regionen im linken dorsolateralen präfrontalen Kortex bei der Entstehung von Abrufinduziertem Vergessen eine wesentliche Rolle spielen, und dass der linke ventrolaterale präfrontale Kortex den späteren Abruf gehemmter Informationen unterstützt. In Experiment 3 konnten Parallelen zwischen Abrufinduziertem Vergessen und Vergessen durch Hinweisreize festgestellt werden, die auf einen gemeinsamen zugrunde liegenden neuronalen Prozess deuten. In Experiment 4 wurde Gerichtetes Vergessen mit der Listenmethode untersucht, mit dem Ergebnis, dass solch intentionales Vergessen vor allem neuronale Prozesse im rechten dorsolateralen präfrontalen Kortex rekrutiert. In Kombination liefern die Ergebnisse der vier Experiment starke Evidenz für die Annahme, dass intentionales und nicht-intentionales Vergessen auf unterschiedlichen neuronalen Prozessen basieren, und sprechen somit gegen einheitliche Theorien von Inhibition im Langzeitgedächtnis.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum11 Januar 2009
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Karl-Heinz Bäuml
Tag der Prüfung17 Dezember 2008
InstitutionenHumanwissenschaften > Institut für Psychologie > Lehrstuhl für Psychologie IV (Entwicklungs- und Kognitionspsychologie) - Prof. Dr. Karl-Heinz Bäuml
Stichwörter / KeywordsEpisodisches Gedächtnis , Funktionelle NMR-Tomographie , Inhibition , Vergessen , kognitive Kontrolle , präfrontaler Kortex , fMRI , episodic memory , cognitive control , inhibition , forgetting , prefrontal cortex
Dewey-Dezimal-Klassifikation100 Philosophie und Psychologie > 150 Psychologie
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-opus-11239
Dokumenten-ID12084

Bibliographische Daten exportieren

Nur für Besitzer und Autoren: Kontrollseite des Eintrags

nach oben