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Kühnel, Markus

Diagnostische Wertigkeit der fraktionellen Harnstoffexkretion, des Serum Cystatin C, sowie der glomerulären Filtrationsrate nach MDRD zur Detektion eines hepatorenalen Syndroms bei Leberzirrhose

Kühnel, Markus (2009) Diagnostische Wertigkeit der fraktionellen Harnstoffexkretion, des Serum Cystatin C, sowie der glomerulären Filtrationsrate nach MDRD zur Detektion eines hepatorenalen Syndroms bei Leberzirrhose. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 19 Jan 2009 15:23
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.12097


Zusammenfassung (Deutsch)

Das hepatorenale Syndrom (HRS) ist eine Komplikation der Leberzirrhose mit hoher Morbidität und Mortalität, beruht aber auf einer primär funktionellen und reversiblen Genese. Somit beruht die Diagnosestellung eines HRS zum einem auf dem Ausschluss anderer Ursachen eines Nierenversagens, zum anderen aber jedoch auf einer Bestimmung der Nierenfunktion. Ziel dieser Studie war es, die diagnostische ...

Das hepatorenale Syndrom (HRS) ist eine Komplikation der Leberzirrhose mit hoher Morbidität und Mortalität, beruht aber auf einer primär funktionellen und reversiblen Genese. Somit beruht die Diagnosestellung eines HRS zum einem auf dem Ausschluss anderer Ursachen eines Nierenversagens, zum anderen aber jedoch auf einer Bestimmung der Nierenfunktion.
Ziel dieser Studie war es, die diagnostische Wertigkeit der Fe(HS), der GFR nach MDRD, und des Serum Cystatin C, mit den etablierten Verfahren, hinsichtlich Sensitivität und Spezifität für ein HRS zu vergleichen.
Für das Serum-Kreatinin ergibt sich bei einem Cut-Off Wert von >1,5mg/dl eine Sensitivität von 100%, bei einer Spezifität von 79,0%. Für die Kreatinin-Clearance sind es bei einem Cut-Off von <40ml/min entsprechend 91,7% und 79%, für die GFR nach MDRD <45ml/min, 100% und 71%. Cystatin C zeigt die beste Sensitivität (100%) und Spezifität (63,2%) bei >1,67mg/l. Für die Fe(HS) liegt der optimale Cut-Off Wert bei <41,5% mit einer Sensitivität von 100% bei einer Spezifität von 31%.
Die herkömmlichen Routinelaborparameter für die Nierenfunktionsdiagnostik zeigen somit die beste Trennschärfe zwischen HRS und nicht HRS. Eine Verbesserung der Sensitivität kann aber durch die Korrektur der Laborwerte hinsichtlich Patientendaten, wie bei der GFR nach MDRD geschehen, erreicht werden, wodurch die Erkennung praktisch aller HRS-Patienten möglich wird. Ähnlich sensitiv, wenn auch nicht so spezifisch zeigt sich das Cystatin C. Im Gegensatz dazu ist die Fe(HS) vor allem dazu geeignet ein HRS auszuschließen, weniger um es zu diagnostizieren.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

The hepatorenal syndrome (HRS) is a complication of liver cirrhosis with high morbidity and mortality but it is primary of a functional and reversible genesis. Its diagnosis is based on the exclusion of other reasons for renal failure and the estimation of renal function. Aim of this study was to compare the diagnostically value of the fractional excretion of urea (Fe(HS)), the Cystatin C and the ...

The hepatorenal syndrome (HRS) is a complication of liver cirrhosis with high morbidity and mortality but it is primary of a functional and reversible genesis. Its diagnosis is based on the exclusion of other reasons for renal failure and the estimation of renal function.
Aim of this study was to compare the diagnostically value of the fractional excretion of urea (Fe(HS)), the Cystatin C and the glomerular filtration rate estimated by MDRD in sensitivity and specifity for detecting a HRS.
The creatinin has a sensitivity of 100% and a specifity of 79.0% at a cut-off value of >1.5mg/dl. For the creatinin-clearance the values are analogical 91.7% and 79.0% at a cut-off of <40ml/min, for the GFR estimated by MDRD 100% and 71.0% at <45ml/min. The best sensitivity (100%) and specifity (63.2%) for the Cystatin C is at a cut-off of >1.67mg/l. For the Fe(HS) the sensitivity is 100% and specifity 37.0% at a cut-off-value of <41.5%.
The conventionally parameter for renal function still have the best selectivity in detecting a HRS. The Sensitivity could be even advanced by the correction of the conventionally parameters with patients demographic date like done in the estimation of GFR by MDRD. The Cystatin C shows an equal sensitivity but with a lower specifity. The Fe(HS) is only useful for the exclusion of a HRS but not its detection.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum18 Januar 2009
Begutachter (Erstgutachter)Reiner (PD Dr.) Wiest
Tag der Prüfung15 Dezember 2008
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Innere Medizin I
Stichwörter / KeywordsLeberzirrhose , Nierenversagen , hepatorenales syndrom , Cystatin C , GFR nach MDRD , fraktionelle Harnstoffexkretion , hepatorenal syndrom , Cystatin C , glomerular filtration rate estimated by MDRD , fractional excretion of urea
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-opus-11274
Dokumenten-ID12097

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