| Download ( PDF | 748kB) | Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen mit Print on Demand |
Mittelfristige Ergebnisse der Chemosynoviorthese mit Natriummorrhuat
Trum, Stephanie (2009) Mittelfristige Ergebnisse der Chemosynoviorthese mit Natriummorrhuat. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 31 Mrz 2009 13:39
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.12243
Zusammenfassung (Deutsch)
Die chemische Synoviorthese mit Natriummorrhuat nimmt eine Zwischenstellung zwischen einer rein medikamentösen Therapie und dem definitiven alloplastischen Gelenkersatz ein. Sie ist unter anderem dann indiziert, wenn der entzündliche Zustand medikamentös nicht mehr beherrscht werden kann, bei �noch- fehlender Indikation für ein operatives Vorgehen sowie speziell beim Befall einzelner Gelenke. Die ...
Die chemische Synoviorthese mit Natriummorrhuat nimmt eine Zwischenstellung zwischen einer rein medikamentösen Therapie und dem definitiven alloplastischen Gelenkersatz ein. Sie ist unter anderem dann indiziert, wenn der entzündliche Zustand medikamentös nicht mehr beherrscht werden kann, bei �noch- fehlender Indikation für ein operatives Vorgehen sowie speziell beim Befall einzelner Gelenke. Die Rückzugsmöglichkeit auf eine � evtl. komplikationsträchtigere � endoprothetische Versorgung bleibt erhalten.
Die gefäßverödenden Eigenschaften des Natriummorrhuat finden klinische Anwendung bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) und rezidivierender Reizergüsse des Kniegelenkes, oder auch als Ergänzung einer operativen Synovialektomie. In der vorliegenden Studie wurden Patienten nach Chemosynoviorthese (CSO) nachuntersucht.
92 Patienten (w=59, m=33) mit einem Durchschnittsalter von 49 Jahren wurden nach einem mittleren Zeitraum von 3 Jahren untersucht. Jünger als 40 Jahre waren 22 Patienten (25 Kniegelenke). 39 Patienten litten an einer rheumatoiden Arthritis. Es wurde die subjektive Zufriedenheit, Schmerz und Funktion auf der VAS, Aktivitätsgrad, Scores nach Lysholm und Gillquist, sowie KOOS erhoben.
Neben objektiv messbaren Parametern wie der Beweglichkeit sind Schmerzfreiheit und die Durchführbarkeit von Alltagsaktivitäten für die Patienten das Leitkriterium zur Beurteilung einer Behandlungsmaßnahme. Die chemische Synoviorthese mit Natriummorrhuat ist ein Eingriff, der den Patientenerwartungen in puncto Schmerzreduktion und Bewegungszugewinn vollends gerecht wird. 57% aller Patienten und 67% der Patienten mit RA waren mit der Behandlung zufrieden. Schmerzen wurden mit 3,7 auf der VAS angegeben, die Funktion mit 69,2% beurteilt. Einen eingeschränkten Aktivitätsgrad gaben vor der Behandlung 91 Patienten an, nach CSO noch 34 Patienten. Der Lysholm Score verbesserte sich von 99% schlechter Ergebnisse auf 43%. Der KOOS verbesserte sich bei 87% der RA und 81% der anderen Patienten. In der Gruppe bis 40 Jahre waren 80% der Patienten mit der CSO zufrieden. Bei allen Patienten war die Aktivität vor CSO eingeschränkt, wohingegen 22 Patienten eine normale Aktivität nach CSO angaben. Der Lysholm Score besserte sich bei 76%, der KOOS bei 92%.
Die chemische Synoviorthese ist eine komplikationsarme Behandlungsmethode, die einen Funktionszugewinn ohne neu auftretende relevante kollaterale Instabilitäten sowie eine deutliche Schmerzreduktion und eine hohe Patientenzufriedenheit auch im längerfristigen Verlauf garantiert.
Die vorgestellte chemische Synoviorthese mit Natriummorrhuate ist somit neben einer adäquaten medikamentösen Einstellung mit ihren guten Ergebnissen ein wesentlicher Bestandteil eines stadienadaptierten multimodalen Therapiekonzeptes in der Behandlung der rheumatoiden Arthritis.
Schlussfolgerung: Bei jungen Patienten empfehlen wir die CSO, da diese überdurchschnittlich gut von der CSO profitieren. Bei älteren Patienten sollte die Indikation vom Einzelfall abhängig gemacht werden.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Objective of this clinical study was to examine the medium term outcome after chemosynoviorthesis with Natriummorrhuate of patients with activated rheumatic and degenerative joints. Backgound: Local invasive procedures, such as chemosynoviorthesis with Natriummorrhuate, represent possibilities for the treatment of arthritic swollen joints without surgical interventions, when general measures ...
Objective of this clinical study was to examine the medium term outcome after chemosynoviorthesis with Natriummorrhuate of patients with activated rheumatic and degenerative joints.
Backgound: Local invasive procedures, such as chemosynoviorthesis with Natriummorrhuate, represent possibilities for the treatment of arthritic swollen joints without surgical interventions, when general measures alone are not successful. Furthermore it can be combined with arthroscopic synovectomy to approve the postoperative outcome. The use of Natriummorrhuate for treatment of patients with activated rheumatisme was firstly described by Niculescu in 1970. Some studies examine the clinical outcome up to one year after CSO. However, there is no study that observes patients over a longer period.
Methods: In a retrospective clinical study we investigated 92 patients over a median period of 3 years. They were divided into two different groups. We compared the outcome of patients with rheumatism (n=39) with the outcome of patients with degenerative joints (n=53). Furthermore, we differ between patients up to 40 years (n=22) and patients older than 40 years (n=70).
We compared Knee injury an osteoarthritis outcome score (KOOS), Lysholm + Gillquist Score, PATIENTENZUFRIEDENHEIT and the patients´ subjective assessment (VAS) by using a standardised questionnaire.
Results: 57 % of all patients, 67% of the patients with rheumatism and 80% of the patients younger than 40 years were content with the treatment. There was a significant improvement concerning pain, movement (BEWEGLICHKEIT), and the outcome of both scores for all examinated patients. No significant difference could be found between the patients with rheumatism and those with other diagnosis. They benefit from treatment in a similar manner. By contrast a significant better outcome IN ALLEN UNTERSUCHTEN BEREICH could be found for the patients younger than 40 years.
Conclusion: Chemosynoviorthesis with Natriummorrhuate is a treatment with few complications. It can be seen as a part and parcel of a multimodal treatment concept. We recommend the CSO especially young patients either with rheumatism or with degenerative joints, because they benefit from this treatment in a significant way.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 30 März 2009 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Joachim (Prof. Dr. Dr.) Grifka |
| Tag der Prüfung | 8 Dezember 2008 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Orthopädie |
| Stichwörter / Keywords | Kniegelenk , Rheumatoide Arthritis , Synoviorthese , Natriummorrhuat , Chemosynoviorthese , Natriummorrhuate , knee injury , natriummorrhuate , chemosynoviorthesis |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-opus-11885 |
| Dokumenten-ID | 12243 |
Downloadstatistik
Downloadstatistik