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Reischle, Ekkehard Hendrik

Perazin - ein "typisches" Antipsychotikum mit "atypischem" Nebenwirkungsprofil? Ein Vergleich der Häufigkeit der Behandlung von extrapyramidalen Nebenwirkungen zwischen Risperidon, Olanzapin und Perazin

Reischle, Ekkehard Hendrik (2009) Perazin - ein "typisches" Antipsychotikum mit "atypischem" Nebenwirkungsprofil? Ein Vergleich der Häufigkeit der Behandlung von extrapyramidalen Nebenwirkungen zwischen Risperidon, Olanzapin und Perazin. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 14 Apr 2009 13:42
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.12258


Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: Extrapyramidale Nebenwirkungen (EPS) treten während der Therapie mit Antipsychotika häufig auf. Die antipsychotischen Substanzen sind jedoch bei den schizophrenen Psychosen die Therapie der Wahl. Biperiden wird zur Linderung der EPS eingesetzt. Methodik: In dieser Studie werden Risperidon, Olanzapin und Perazin näher betrachtet. Sie werden hinsichtlich der EPS-Auslösung mit Clozapin ...

Einleitung: Extrapyramidale Nebenwirkungen (EPS) treten während der Therapie mit Antipsychotika häufig auf. Die antipsychotischen Substanzen sind jedoch bei den schizophrenen Psychosen die Therapie der Wahl. Biperiden wird zur Linderung der EPS eingesetzt.
Methodik: In dieser Studie werden Risperidon, Olanzapin und Perazin näher betrachtet. Sie werden hinsichtlich der EPS-Auslösung mit Clozapin als �Nullprobe� verglichen. Die Häufigkeit der Komedikation von Biperiden wird als Ausdruck der Häufigkeit von extrapyramidalen Nebenwirkungen gewertet. Hier handelt es sich um eine retrospektiv statistische Studie. Basis der Untersuchung stellt der Datenpool von AMÜP (Arzneimittelsicherheit- und Überwachungsprojekt), jetzt AGATE (Arbeitsgemeinschaft für Arzneimitteltherapie in der Psychiatrie), dar. Hierzu wurden zwischen 1995 und 2001 über Stichtagserhebungen an 20 bayerischen Krankenhäusern Patientendaten an 2 Tagen im Jahr im Abstand von 6 Monaten erhoben. Die Stichprobe besteht aus n= 9914 Patienten.
Zusammenfassung: Ein Vergleich der Häufigkeit der Behandlung von extrapyramidalen Nebenwirkungen (Häufigkeit der Biperidenkomedikation) zwischen Risperidon, Olanzapin und Perazin erbrachte eine gute Verträglichkeit von Perazin, vergleichbar zu Olanzapin und überlegen gegenüber Risperidon. Perazin als älteres �typisches� Antipsychotikum sollte hinsichtlich seiner guten Verträglichkeit und seiner Eigenschaften genauer untersucht werden.
Eine Dosisabhängigkeit in einer Dosis- Wirkungsbeziehung vorausgesetzt, hier demonstrierbar für Risperidon und Perazin, nicht für Olanzapin, ermöglicht einen Vergleich von Einzeldosierungen verschiedener Antipsychotika. Diese Methode kann als Ergänzung der bisher in der Forschung verwendeten Chlorpromazinäquivalente verwendet werden.
Antipsychotische Kombinationstherapien sollten vermieden werden, da deutliche EPS-Erhöhungen im Vergleich zur Monotherapie auftreten.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Objectives: Extrapyramidal side- effects (EPS) are frequent in antipsychotic medication therapy. Nevertheless antipsychotic neuroleptic agents are still the therapy of choice in the treatment of Schizophrenia. Biperiden is administered to reduce EPS. Methods: In this study risperidone, olanzapine and perazine are examined. These are compared to clozapine as a baseline regarding EPS- induction. ...

Objectives: Extrapyramidal side- effects (EPS) are frequent in antipsychotic medication therapy. Nevertheless antipsychotic neuroleptic agents are still the therapy of choice in the treatment of Schizophrenia. Biperiden is administered to reduce EPS.
Methods: In this study risperidone, olanzapine and perazine are examined. These are compared to clozapine as a baseline regarding EPS- induction. The frequency of biperiden as comedication is given equal to the frequency of the extrapyramidal side- effect.
This is a retrospective statistical study. Data is taken from AMÜP (Drug safety and surveillance projekt) and AGATE (study group for drug therapy in Psychiatry). 20 bavarian hospital biannually patient samples were taken from 1995 -2001. This study included 9914 patients.
Conclusion: The treatment comparison of the frequency of extrapyramidal side- effects (frequency of Biperiden comedication) of risperidone, olanzapine and perazine showed a good tolerability of perazine, comparable to olanzapine and superior to risperidone. Further examinations of the older �typical� perazine regarding tolerability and positive qualities should be performed.
If there is dose� dependency in a dose� response relationship of biperiden comedication, as demonstrated for risperidone and perazine, not for olanzapine, single doses of different antipsychotics can be compared. This method can be seen as a completion to the known chlorpromazin equivalents, which are still the standard use in research.
Antipsychotic combination therapy increases EPS compared to antipsychotic monotherapy.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum13 April 2009
Begutachter (Erstgutachter)Helmfried (Prof. Dr.) Klein
Tag der Prüfung2 Februar 2009
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Psychiatrie und Psychotherapie
Stichwörter / KeywordsArzneimittelnebenwirkung , Neuroleptikum , Perazin , Olanzapin , Risperidon , Dosis-Wirkungs-Beziehung , Kombinationstherapie , Clozapin , typische und atypische Neuroleptika , Biperiden , extrapyramidale Nebenwirkungen , loose- binding D2- Rezeptor , Chlorpromazinäquivalente , Biperiden , extrapyramidal side-effect , Schizophrenia , atypical and typical antipsychotics , chlorpromazine equivalents
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-opus-12139
Dokumenten-ID12258

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