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Zellner, Caroline

Überleben von allogen stammzelltransplantierten Patienten bei
Bedarf von intensivmedizinischer Betreuung

Zellner, Caroline (2010) Überleben von allogen stammzelltransplantierten Patienten bei
Bedarf von intensivmedizinischer Betreuung.
Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 25 Jan 2010 08:59
Hochschulschrift der Universität Regensburg


Zusammenfassung (Deutsch)

Die Stammzelltransplantation ist eine wichtige therapeutische Maßnahme zur Bekämpfung von malignen hämatologischen Krankheiten. Die Rolle der intensivmedizinischen Betreuung von stammzelltransplantierten Patienten wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Diese retrospektive Studie sollte die „Regensburger“ Vorgehensweise allogen knochenmarkstransplantierten Patienten mit Intensivaufenthalt in den ...

Die Stammzelltransplantation ist eine wichtige therapeutische Maßnahme zur Bekämpfung
von malignen hämatologischen Krankheiten. Die Rolle der intensivmedizinischen Betreuung
von stammzelltransplantierten Patienten wird seit Jahren kontrovers diskutiert.
Diese retrospektive Studie sollte die „Regensburger“ Vorgehensweise allogen
knochenmarkstransplantierten Patienten mit Intensivaufenthalt in den Jahren 1999 bis 2005
evaluieren, sowie Faktoren ausfindig machen, die sich allein oder im Zusammenspiel mit
anderen Faktoren auf Mortalität und Liegezeit auf ICU auswirken.
Dafür wurden prognostische Faktoren und der Verlauf erhoben, die entsprechend in
patienten-, prätransplant-, transplant- und intensivspezifische unterteilt wurden.
Im Zeitraum von Januar 1999 bis Februar 2005 wurden insgesamt 232 Patienten
knochenmarkstransplantiert, wobei 72 (31%) Patienten in diesem Zeitraum
intensivmedizinisch behandelt wurden. Dieser Studie liegen 62 Patienten (38 männlich (61%)
und 24 (39%) weiblich; medianer Altersdurchschnitt 44,7 Jahre) mit 79 ICU-Aufenthalten
zugrunde.
Bei 79 ICU-Aufenthalten konnte in 53% diese lebend verlassen. 40% davon konnten eine
Überleben ≥ 100 Tagen erreichen. 8 Patienten wiesen ein Langzeitüberleben auf.
Es stellten sich die Risikoscores APACHE II und SAPS II, die Anzahl der Thrombozyten, das
Eintreten von akutem Nierenversagen, die Anwesenheit einer schweren GvHD und der
Bedarf von invasiver Beatmung als signifikante Faktoren mit Einfluss auf das Überleben von
allogen stammzelltransplantierten Patienten mit ICU-Aufenthalt heraus.
In der Multivariatenanalyse stellte sich das Vorhandensein eines akuten Nierenversagens,
der GvHD-Schweregrad, sowie der SAPS II-Score als signifikant heraus. Die
Multivariatanalyse mit dem Fokus „Wechselwirkungen zwischen den signifikanten Variablen“
ergab, dass das Vorhandensein eines akuten Nierenversagen für sich alleine ohne Effekt ist.
Abschließend lässt sich sagen, dass wir im Gegensatz zu anderen Autoren in unserer Studie
eine Hochrisikogruppe untersuchten und dennoch Ergebnisse erreichten, die mit den
Studienergebnissen an gemischtem Patientengut vergleichbar sind.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Intensive care unit (ICU) support following allogeneic peripheral blood stem cell transplantation (PBSCT) is controversial due to the limited prognosis of these patients. In this retrospective study, we looked for factors predicting survival and time of stay in ICU in patients who needed ICU support after allogeneic PBSCT. Between 1999 and 2005, 72 out of 232 patients following allogeneic PBSCT ...

Intensive care unit (ICU) support following allogeneic peripheral blood stem cell
transplantation (PBSCT) is controversial due to the limited prognosis of these
patients. In this retrospective study, we looked for factors predicting survival and time
of stay in ICU in patients who needed ICU support after allogeneic PBSCT. Between
1999 and 2005, 72 out of 232 patients following allogeneic PBSCT were admitted to
the ICU. We evaluated 62 Patients with 79 ICU-stays (38 female and 24 male
patients, median age 44,7 years). All ICU-stays were concluded.
The collected data could be classified in patient-, pretransplant-, transplant- and ICUassociated
parameters.
53% could be discharged from the ICU. 40% of these 53% reached a survival time ≥
100 days. 8 Patients showed long-time survival (min. 2 years after ICU).
The univariat analysis pointed as significant factors for survival following parameters:
riskscores, such as SAPSII- and APACHE II-score, the count of platelet, the
presence and the grade of serveness of Graft-versus-host disease, the incidence of
acute renal failure and the need of mechanical ventilation. After multivariate analysis
the SAPS II-score , the incidence of acute renal failure and the grade of severeness
of GvHD discriminated survivors and non-survivors of the ICU-stay.
We conclude that we analysed a high-risk group of patients and received results
comparable with studies on patients with “mixed” haematological malignancies,
anyway.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum25 Januar 2010
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Ernst Holler
Tag der Prüfung26 November 2009
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Innere Medizin I
Medizin > Lehrstuhl für Innere Medizin III (Hämatologie und Internistische Onkologie)
Stichwörter / Keywordsallogene PBSCT, ICU, GvHD, allogeneic PBSCT
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-123892
Dokumenten-ID12389

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