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Moralis, Antonios

Immunzytochemisch unterstützte Analyse oraler Bürstenbioptate mit Nachweis von hochmolekularem Tenascin C

Moralis, Antonios (2011) Immunzytochemisch unterstützte Analyse oraler Bürstenbioptate mit Nachweis von hochmolekularem Tenascin C. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 07 Feb 2011 11:30
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.19092


Zusammenfassung (Deutsch)

Die transepitheliale Bürstenbiopsie soll als moderne, nicht invasive Methode, die klinisch-morphologische Einordnung oraler Schleimhautveränderungen unterstützen und dem Untersucher die Entscheidung über eine notwendige Skalpellbiopsie erleichtern oder diese sogar ersetzen. Sensitivität und Spezifität der Methode sollen durch unterschiedliche, unterstützende Verfahren erhöht werden. Da im Rahmen ...

Die transepitheliale Bürstenbiopsie soll als moderne, nicht invasive Methode, die klinisch-morphologische Einordnung oraler Schleimhautveränderungen unterstützen und dem Untersucher die Entscheidung über eine notwendige Skalpellbiopsie erleichtern oder diese sogar ersetzen. Sensitivität und Spezifität der Methode sollen durch unterschiedliche, unterstützende Verfahren erhöht werden. Da im Rahmen der malignen Transformation das extrazelluläre Matrixprotein hochmolekulares Tenascin-C (hm Tn-C) hochgradig exprimiert wird, stellt es einen attraktiven Ansatzpunkt für eine methodische Erweiterung der oralen Bürstenbiopsie dar.
Über einen Zeitraum von 3 Jahren wurden 159 konsekutive transepitheliale Bürstenbioptate von benignen und malignen Mundschleimhautläsionen gewonnen. Alle pathologischen Läsionen wurden für die korrelative Analyse histopathologisch untersucht und kontrolliert.
In einem ersten Schritt wurde die Wertigkeit der konventionellen HE-Färbung transepithelialer Bürstenbioptate zur Identifikation des Plattenepithelkarzinomes und seiner Präkursorläsionen bestimmt. Mittels standardisierter immunzytochemischer Untersuchungen wurde dann die Eignung von hm Tn-C als Indikator invasionsfähiger atypischer Zellen in oralen Bürstenbioptaten geprüft. Die konventionelle Zytologie ergab eine Spezifität von 96 %, die immunzytochemische Markierung mit hm Tn-C 93% und die kombinierte hm Tn-C Immunzytochemie eine Spezifität von 99 %. Die Sensitivität der konventionellen Zytologie betrug 79%, die immunzytochemische Markierung mit hm Tn-C 83% und die kombinierte hm Tn-C Immunzytochemie wies eine Sensitivität von 95 % auf. Der positive Vorhersagewert betrug für die
konventionelle Zytologie 92 %, für die immunzytochemische Markierung mit hm Tn-C 88% und für die kombinierte hm Tn-C Immunzytochemie 98%. Der negative Vorhersagewert erreichte 89 % für die konventionelle Zytologie, 90% für die immunzytochemische Markierung mit hm Tn-C und 97 % für die kombinierte hm Tn-C Immunzytochemie.
Die hm Tn-C immunzytochemische Markierung atypischer Zellen im Bürstenbiopsiepräparat erleichtert das Auffinden der diagnostisch entscheidenden Zellen und unterstützt die diagnostische Interpretation. Die hohe Sensitivität der methodisch erweiterten Bürstenzytologie empfiehlt diese Technik als ersten diagnostischen Schritt im Rahmen des Monitorings von Mundschleimhautläsionen. Positiver Befund oder Progression der Läsion bei negativem Befund sind Indikationen zur Überweisung des Patienten an Fachkliniken und zur weiteren histopathologischen Abklärung.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Oral brush cytology, a non-invasive technique, can supplement the incisional biopsy in investigating clinically doubtful oral lesions. To improve the limited sensitivity and specificity of conventional oral brush cytology an adjunctive analytical method has been added. This study investigated whether high-molecular tenascin-C (hm tn-C) is a suitable indicator of atypical cells with invasive ...

Oral brush cytology, a non-invasive technique, can supplement the incisional biopsy in investigating clinically doubtful oral lesions. To improve the limited sensitivity and specificity of conventional oral brush cytology an adjunctive analytical method has been added.
This study investigated whether high-molecular tenascin-C (hm tn-C) is a suitable indicator of atypical cells with invasive potential in oral brush biopsies. One hundred fifty nine consecutive oral brush biopsies with histopathological diagnoses were analysed for the identification of atypical cells. A standardised haematoxylin and eosin staining plus standardised immunocytochemistry using the monoclonal anti-hm tn-C antibody were performed.
Conventional cytology produced four false-positives when identifying atypical cells in brush biopsies of inflammatory/benign hyperproliferative mucosa (specificity 96%), while 10 in 52 carcinomas and three of eight recurrences were not identified (sensitivity 79%). Ten of these 13 non-identified tumours could be marked when adding the hm tn-C assay (increasing specificity to 99%). Combining the two assays also reduced the false-positive outcomes from four to one (increasing sensitivity to 95%). The positive and negative predictive values were 92 and 88% for conventional cytology vs 98 and 97% for the dual assay.
The hm Tn-C assisted oral brush biopsy probably will not replace histopathology in the definitive diagnosis of oral cancer, but it might be valuable for the prevention of misdiagnosis of clinically doubtful oral lesions and for the monitoring of lesions that might proceed on to oral cancer.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum7 Februar 2011
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Dr. Torsten Reichert und Prof. Dr. Dr. Peter Proff
Tag der Prüfung19 Januar 2011
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
ThemenverbundNicht ausgewählt
Stichwörter / KeywordsBürstenbiopsie, Tenascin-C, hm Tn-C, orales Plattenkarzinom, orale Zytologie, Bürstenbiopsie, Präkanzerosen
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-190929
Dokumenten-ID19092

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