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Ossyssek, Barbara

Auswirkung der chirurgischen Synovektomie am Kniegelenk auf die sympathische und sensible Innervation der Synovialmembran bei Patienten mit rheumatoider Arthritis im Vergleich zu einer Kontrollgruppe

Ossyssek, Barbara (2012) Auswirkung der chirurgischen Synovektomie am Kniegelenk auf die sympathische und sensible Innervation der Synovialmembran bei Patienten mit rheumatoider Arthritis im Vergleich zu einer Kontrollgruppe. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 14 Mai 2012 09:37
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.23899


Zusammenfassung (Deutsch)

Die chirurgische Synovektomie ist eine Technik zur Behandlung der Synovialitis bei Kindern und Erwachsenen mit rheumatoider Arthritis (RA), die nicht oder nicht mehr auf die Basistherapie mit langwirksamen Antirheumatika oder der Therapie mit Biologicals ansprechen. Die Entscheidung zur chirurgischen Synovektomie wird dabei gemeinsam von Chirurgen und Rheumatologen getroffen. Man vermutete, dass ...

Die chirurgische Synovektomie ist eine Technik zur Behandlung der Synovialitis bei Kindern und Erwachsenen mit rheumatoider Arthritis (RA), die nicht oder nicht mehr auf die Basistherapie mit langwirksamen Antirheumatika oder der Therapie mit Biologicals ansprechen. Die Entscheidung zur chirurgischen Synovektomie wird dabei gemeinsam von Chirurgen und Rheumatologen getroffen. Man vermutete, dass die Synovektomie zu einer Verringerung der sensiblen Nervenfasern führt, was man als sensible Denervation bezeichnet. Da die sensible Denervation nach einer Synovektomie bisher nie histologisch nachgewiesen wurde, war es das Ziel, die sensible und sympathische Innervation im Synovialgewebe vor und nach einer Synovektomie zu untersuchen.

Insgesamt 8 Kontroll-Patienten ohne entzündliche Veränderungen des Kniegelenks und 8 Patienten mit RA wurden in diese Studie, bei der eine zweizeitige Synovektomie durchgeführt wurde (Zeitintervall 40-50 Tage), eingeschlossen. Die Nervenfasern und Zellen im Synovialgewebe wurden unter Anwendung der Methode der Immunfluoreszenz nachgewiesen und ausgezählt.

Die Dichte der sympathischen Nervenfasern veränderte sich nicht nach einer Synovektomie nicht, während die Dichte der sensiblen Nervenfasern bei allen Kontroll-Patienten und 7 der 8 RA-Patienten abnahm. Parallel dazu nahm die synoviale Zelldichte nach einer Synovektomie bei allen Kontroll-Patienten und 6 der 8 RA-Patienten zu, was Ausdruck eines Wundheilungsprozesses ist. Bei einer RA-Patientin nahm die Dichte der sensiblen Nervenfasern zu und gleichzeitig konnte eine deutliche Zunahme der synovialen Zelldichte beobachtet werden. Das weist darauf hin, dass nicht alle Patienten von einer chirurgischen Synovektomie profitieren müssen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es bei der Mehrheit der Patienten (94%) nach der chirurgischen Synovektomie zu einer sensiblen Denervation begleitet von einer Zellvermehrung im Rahmen der Wundheilung kam. Diese Studie kann dazu beitragen, die positiven Effekte der chirurgischen Synovektomie, die gewöhnlich zu einer Schmerzreduktion und verbesserten Beweglichkeit führt, zu erklären.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Surgical synovectomy is a technique to treat synovitis and pain in patients with rheumatoid arthritis (RA) resistant to DMARDs or therapy with biologics. Indication to synovectomy is subject to tight cooperation of orthopaedic surgeons and rheumatologists. It was thought that synovectomy leads to a reduction of sensory nerve fibers, called sensory denervation. Since sensory denervation after ...

Surgical synovectomy is a technique to treat synovitis and pain in patients with rheumatoid arthritis (RA) resistant to DMARDs or therapy with biologics. Indication to synovectomy is subject to tight cooperation of orthopaedic surgeons and rheumatologists. It was thought that synovectomy leads to a reduction of sensory nerve fibers, called sensory denervation. Since sensory denervation after synovectomy has never been histologically tested, we aimed to investigate sensory and sympathetic innervation in synovial tissue before and after synovectomy. Eight non-inflamed control subjects and eight patients with RA were included in this study with a two-stage synovectomy approach (interval 40–50 days). Nerve fibers and cells in synovial tissue were detected and counted using immunofluorescence. Density of sympathetic nerve fibers did not change after synovectomy, whereas density of sensory nerve fibers decreased in all control subjects and seven of eight patients with RA. In parallel, the density of synovial cells increased after synovectomy in all control subjects and six of eight RA patients, which is indicative of a wound healing response. In one female RA patient, density of sensory nerve fibers increased and a very marked rise of cellular density was observed, too. This indicates that probably not all patients profit from surgical synovectomy. The majority of patients (94%) demonstrated sensory denervation after surgical synovectomy accompanied by a wound healing cell response. This study can help to explain the positive effects of surgical synovectomy which usually leads to pain reduction and improved mobility.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum14 Mai 2012
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Rainer H. Straub und Prof. Dr. Joachim Grifka
Tag der Prüfung3 April 2012
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Innere Medizin I
Stichwörter / KeywordsRheumatoide Arthritis, Synovektomie, Synovialitis, sensible Nervenfasern, sympathische Nervenfasern
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-238995
Dokumenten-ID23899

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