Direkt zum Inhalt

Abel, Magdalena

Sleep-associated and retrieval-associated memory consolidation

Abel, Magdalena (2012) Sleep-associated and retrieval-associated memory consolidation. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 09 Mai 2012 09:13
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.24260


Zusammenfassung (Englisch)

After encoding, memory contents need to undergo a phase of stabilization in order to be remembered in the long-term. Such stabilization is referred to as memory consolidation, and is assumed to be observable in less time-dependent forgetting and less susceptibility to interference. Evidence for a role of sleep in the effective consolidation of memories has previously been provided. In addition, ...

After encoding, memory contents need to undergo a phase of stabilization in order to be remembered in the long-term. Such stabilization is referred to as memory consolidation, and is assumed to be observable in less time-dependent forgetting and less susceptibility to interference. Evidence for a role of sleep in the effective consolidation of memories has previously been provided. In addition, research on the so-called testing effect has also indicated a contribution of retrieval practice to long-term memory, as the active retrieval from memory has been shown to be able to boost retention.
This thesis investigated effects of sleep and retrieval on memory consolidation. Effects of sleep-associated memory consolidation were examined by inducing interference in paired-associate learning and by applying list-method directed forgetting: Replicating previous work, sleep was found to be of preferential benefit for memories that are hard to access; thereby, sleep counteracted both incidental and intentional forms of forgetting. Applying the retrieval-practice paradigm, effects of retrieval-associated consolidation were observed: Retrieval was found to stabilize directly retrieved and related memories, thereby making them less susceptible to both time-dependent forgetting and retroactive interference.
The data presented here indicate that both sleep and retrieval may be associated with memory consolidation. Possible differences and parallels between sleep-associated and retrieval-associated memory consolidation as well as implications of such a proposal are discussed.

Übersetzung der Zusammenfassung (Deutsch)

Auf das Enkodieren von Gedächtnisinhalten folgt eine Phase der Stabilisierung, die dafür sorgt, dass die Inhalte auch auf lange Sicht erinnert werden können. Diese Phase der Stabilisierung wird auch als Gedächtniskonsolidierung bezeichnet, und es wird angenommen, dass effektive Konsolidierung in weniger zeitabhängigem Vergessen und weniger Anfälligkeit gegenüber Interferenz deutlich wird. Es gibt ...

Auf das Enkodieren von Gedächtnisinhalten folgt eine Phase der Stabilisierung, die dafür sorgt, dass die Inhalte auch auf lange Sicht erinnert werden können. Diese Phase der Stabilisierung wird auch als Gedächtniskonsolidierung bezeichnet, und es wird angenommen, dass effektive Konsolidierung in weniger zeitabhängigem Vergessen und weniger Anfälligkeit gegenüber Interferenz deutlich wird. Es gibt bereits Belege dafür, dass Schlaf eine wichtige Rolle für die effektive Konsolidierung von Gedächtnisinhalten spielt. Zusätzlich zeigt Forschung zum sogenannten „Testing Effect“, dass auch aktiver Abruf zu langfristigem Erinnern beiträgt, da der aktive Abruf aus dem Gedächtnis die Retentionsleistung fördert.
In dieser Dissertation wurden Effekte von Schlaf und Abruf auf die Konsolidierung von Gedächtnisinhalten untersucht. Effekte schlafassoziierter Gedächtniskonsolidierung wurden mit Hilfe einer Interferenzinduktion im Paarassoziationsparadigma und durch die Anwendung der Listenmethode des Gerichteten Vergessens überprüft: Schlaf war dabei vor allem für Inhalte förderlich, auf die schwer zugegriffen werden konnte, was vorherige Studien repliziert; dadurch wirkte Schlaf sowohl einer inzidentellen als auch einer intentionalen Form von Vergessen entgegen. Effekte abrufassoziierter Gedächtniskonsolidierung wurden hingegen unter Anwendung des Abrufübungsparadigmas untersucht: Der aktive Abruf aus dem Gedächtnis stabilisierte hier sowohl direkt abgerufene als auch damit verbundene Information, wodurch beide Arten von Information weniger anfällig für zeitabhängiges Vergessen und retroaktive Interferenz wurden.
Die dargestellten Daten deuten an, dass sowohl Schlaf als auch Abruf mit Gedächtniskonsolidierung in Verbindung gebracht werden können. Mögliche Unterschiede und Parallelen zwischen schlafassoziierter und abrufassoziierter Gedächtniskonsolidierung werden diskutiert, genau wie Implikationen eines derartigen Vorschlags.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum9 Mai 2012
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Karl-Heinz T. Bäuml
Tag der Prüfung8 Februar 2012
InstitutionenHumanwissenschaften > Institut für Psychologie > Lehrstuhl für Psychologie IV (Entwicklungs- und Kognitionspsychologie) - Prof. Dr. Karl-Heinz Bäuml
Stichwörter / KeywordsMemory, sleep, retrieval, consolidation, Gedächtnis, Schlaf, Abruf, Konsolidierung
Dewey-Dezimal-Klassifikation100 Philosophie und Psychologie > 150 Psychologie
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-242566
Dokumenten-ID24260

Bibliographische Daten exportieren

Nur für Besitzer und Autoren: Kontrollseite des Eintrags

nach oben