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Henke, Teresa

"Schmerz lass nach!" - Entwicklung eines lernpädagogischen Spiels zur Patientenschulung

Henke, Teresa (2012) "Schmerz lass nach!" - Entwicklung eines lernpädagogischen Spiels zur Patientenschulung. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 08 Nov 2012 07:53
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.26595


Zusammenfassung (Deutsch)

Ein häufiges Krankheitsbild der Psychosomatik ist der chronische Schmerzpatient. Wichtig in der multimodalen Therapie dieser Erkrankung sind eine gute Verhaltensschulung des Patienten, sowie der Rückhalt und die Unterstützung der Familie. In den letzten Jahren wurden bei verschiedenen chronischen Krankheitsbildern erfolgreich Spiele in der Patientenschulung eingesetzt. Um die Effektivität dieser ...

Ein häufiges Krankheitsbild der Psychosomatik ist der chronische Schmerzpatient. Wichtig in der multimodalen Therapie dieser Erkrankung sind eine gute Verhaltensschulung des Patienten, sowie der Rückhalt und die Unterstützung der Familie. In den letzten Jahren wurden bei verschiedenen chronischen Krankheitsbildern erfolgreich Spiele in der Patientenschulung eingesetzt. Um die Effektivität dieser Methode für das Krankheitsbild chronischer Schmerz zu testen, wurde von mir das Brettspiel “Schmerz lass nach!” entwickelt. Das Spiel soll faktisches Wissen über das Thema ´chronischer Schmerz` vermitteln, zudem sollen Verhaltensstrategien aufgezeigt werden. Dies geschieht durch den Einsatz von Wissens-, Ereignis-, und Activitykarten, die verschiedene Fragen und Aufgaben beinhalten. Die Wirksamkeit der verwendeten Einzelmethoden ist belegt. Das Spiel wurde von chronischen Schmerzpatienten und ihren Familien gespielt. Anschließend wurden Praktikabilität, Lerneffekt und Unterhaltungswert von den Spielern in einem strukturierten Fragebogen bewertet. Es konnten 194 Fragebögen ausgewertet werden. Das Spiel wurde vom Großteil der Patienten und ihrer Familien positiv aufgenommen, 81,44% würden das Spiel nochmal spielen. In der subjektiven Einschätzung der Spieler wurden von über 90% Lernmöglichkeit und Unterhaltungswert attestiert. Die Bewertung wurde für die Altersstufen 7-10 Jahre, 11-14 Jahre, 15-21 Jahre und Erwachsene getrennt untersucht. Hierbei zeigte sich, dass Jugendliche und Erwachsene mit dem Spiel zufriedener waren als 7-14jährige Kinder. Jüngere Spieler hielten das Spiel seltener bereits für ein Alter ab 12 Jahren geeignet als ältere Nutzer. Das Spiel zeigt sich als zu anspruchsvoll für einen Teil der Patienten. Für Jugendliche und Erwachsene kann man es aber als sinnvollen Baustein in der Patientenschulung betrachten. Eine Vermarktung wird derzeit angestrebt. Interessant wäre eine nachfolgende Untersuchung über eine Änderung der Schmerzintensität und Lebensqualität nach regelmäßigem Spielen von “Schmerz lass nach!” analog zu bereits vorhandenen Studien bei anderen Spielen.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Patients with chronic pain disease are often seen in psychosomatics. Belonging to a multimodal therapy, a good psychoeducation of the patient is important for therapy success, as well are backing and support of the family. In the last years games have become more and more common as elements of psychoeducation in chronic diseases. To check the effectiveness of this method in therapy of patients ...

Patients with chronic pain disease are often seen in psychosomatics. Belonging to a multimodal therapy, a good psychoeducation of the patient is important for therapy success, as well are backing and support of the family. In the last years games have become more and more common as elements of psychoeducation in chronic diseases. To check the effectiveness of this method in therapy of patients suffering from chronic pain disease, I created the board game „ Pain decrease!“. The game should teach knowledge about chronic pain as well as behaviour strategies. This is performed through knowledge cards, occasion cards and activity cards, which include different questions and tasks. The single methods are evidence based. The game has been played by chronic pain patients and their families. Afterwards, practicality, learning effect and entertaining value have been detected in a structured questionary. We could include 194 questionarys. Most of the players liked the game, 81,44% would play it again. Over 90% said that learning effect and entertaining value are given in their opinion. The evaluation has been divided for the following ages: 7-10years, 11-14years, 15-21years, adults. There is shown that adolescents and adults have been more content with the game than smaller children. Younger players said less often, that the game is practicable for an age above 12 years. The game is to challenging for a part of the patients. For youths and adults you can see it as a reasonable building block in psychoeducation. We are looking for marketing at the moment. A following study about life quality and changes of pain intense after playing the game several times, as already done with other games, could be interesting.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum8 November 2012
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Thomas Löw
Tag der Prüfung6 November 2012
InstitutionenMedizin > Abteilung für Psychosomatische Medizin
Stichwörter / KeywordsPsychoedukation, Spiel, Chronischer Schmerz, psychoeducation, game, chronic pain disease
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-265952
Dokumenten-ID26595

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