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Borowiak, Katja

Vergleichende Studie zwischen minimalinvasivem anteriorem
Zugang und konventionellem transglutealem Zugang nach Bauer ein Jahr postoperativ nach Hüfttotalendoprothesen-Implantation

Borowiak, Katja (2013) Vergleichende Studie zwischen minimalinvasivem anteriorem
Zugang und konventionellem transglutealem Zugang nach Bauer ein Jahr postoperativ nach Hüfttotalendoprothesen-Implantation.
Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 31 Okt 2013 16:20
Hochschulschrift der Universität Regensburg


Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Studie vergleicht den minimalinvasiven anterioren Zugang (Microhip) mit dem konventionellen lateralen Bauer-Zugang zur Hüftprothesenimplantation ein Jahr postoperativ. Erfasst wurden perioperative Daten sowie die Ergebnisse der klinischen und radiologischen Nachuntersuchung von 74 minimalinvasiv (Gruppe M) und 60 konventionell (Gruppe B) in der Asklepios Klinik Bad Abbach ...

Die vorliegende Studie vergleicht den minimalinvasiven anterioren Zugang (Microhip) mit dem konventionellen lateralen Bauer-Zugang zur Hüftprothesenimplantation ein Jahr postoperativ. Erfasst wurden perioperative Daten sowie die Ergebnisse der klinischen und radiologischen Nachuntersuchung von 74 minimalinvasiv (Gruppe M) und 60 konventionell (Gruppe B) in der Asklepios Klinik Bad Abbach operierten Patienten. Die Gruppen waren hinsichtlich Alter, Geschlecht und BMI ähnlich aufgebaut. In unserer Studie wurde der Frage nachgegangen, ob sich ein Jahr postoperativ Vorteile des minimalinvasiven Zugangs gegenüber dem konventionellen Zugang feststellen lassen und ob es sich beim minimalinvasiven Zugang um eine schonendere Operationsmethode handelt. Statistisch signifikante Unterschiede ergaben sich bei den perioperativen Daten in der OP-Dauer, die im Mittel 76,6 min in Gruppe M und 68,9 min in Gruppe B betrug (p=0,042) und bei der Hämoglobinwert-Differenz prä- und postoperativ. Diese betrug in Gruppe M 2,7 g/dl und in Gruppe B 3,4 g/dl (p<0,001). Bezüglich der Häufigkeit aufgetretener Komplikationen war kein signifikanter Unterschied in den Gruppen erkennbar. In der Nachuntersuchung kam zur Erfassung der Hüftfunktion der Harris Hip Score (HHS) zur Anwendung. Hier waren ein Jahr postoperativ keine signifikanten Unterschiede in Gruppe M und Gruppe B zu verzeichnen. Ein signifikanter Unterschied in der Nachuntersuchung ergab sich lediglich bei der Narbenlänge mit 8,0 cm in Gruppe M und 15,0 cm in Gruppe B im Median (p<0,001). Die radiologische Auswertung ergab keine signifikanten Unterschiede in der Inklination der Pfannenpositionierung oder der Positionierung des Femurschaftes in beiden Gruppen. Es traten keine Lockerungszeichen auf und die Häufigkeit des Auftretens von heterotopen Ossifikationen war ebenfalls nicht signifikant unterschiedlich.
Damit lässt sich festhalten, dass neben dem geringeren Blutverlust und der kürzeren Narbenlänge in der Gruppe der minimalinvasiv operierten Patienten keine wesentlichen Vorteile ein Jahr postoperativ zu erfassen waren. Die für den Patienten langfristig entscheidende Funktion der operierten Hüfte war in beiden Gruppen ähnlich gut. Auch hinsichtlich der Komplikationsraten kann keine der Methoden als vorteilhafter oder schonender hervorgehoben werden, allerdings kann der minimalinvasive vordere Zugang als sicher und möglicherweise mit gewissen Vorteilen in der Phase der ersten Wochen und Monate postoperativ angesehen werden.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

This study compares the minimally invasive anterior approach (Microhip) to the standard lateral approach (Bauer) for primary total hip replacement one year postoperatively. Perioperative data and the results of the clinical and radiological follow-up examination were recorded of 74 patient who underwent minimally invasive surgery (group M) and 60 patients who underwent conventional surgery (group ...

This study compares the minimally invasive anterior approach (Microhip) to the standard lateral approach (Bauer) for primary total hip replacement one year postoperatively. Perioperative data and the results of the clinical and radiological follow-up examination were recorded of 74 patient who underwent minimally invasive surgery (group M) and 60 patients who underwent conventional surgery (group B) at the Asklepios Klinik Bad Abbach. The groups were homogeneous with regard to age, gender and BMI. In our study we investigated if there were any advantages in minimally invasive surgery one year postoperatively, and if the latter was less invasive than the standard approach. There were some statistically significant differences in the perioperative data between both groups. The mean operation time in group M was 76,6 min and 68,9 min in group B (p=0,042), the difference in pre- and postoperative haemoglobin level was 2,7 g/dl in group M and 3,4 g/dl in group B (p<0,001). There was no statistically significant difference in complication frequency between both groups. In follow-up examinations we applied the Harris Hip Score (HHS) for evaluating the hip function, which did not show any significant differences between the groups after a one year follow-up. The only significant difference in the follow-up examination was observed in the length of the scar, with 8,0 cm in group M and 15,0 cm in group B (p<0,001). The radiographic assessment did not show any significant differences in acetabular or femoral component alignment. There were no signs of loosening or differences in occurrence of heterotopic ossifications between the groups.
In conclusion, one year postoperatively there were no distinctive advantages for minimally invasive surgery beside the lower blood loss and shorter scar. The functional role of the hip, which is eventually the crucial criterion for patient satisfaction in the long run, was similar for both groups. Also in regards to complication rates, there were no advantages of one method over the other. However the anterior minimally invasive approach for total hip replacement is a safe procedure and might show certain benefits in the early postoperative stages within the first weeks and months.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum31 Oktober 2013
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Joachim Grifka
Tag der Prüfung17 Oktober 2013
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Orthopädie
Stichwörter / KeywordsHüfttotalendoprothese, minimalinvasiv, Microhip, anteriorer Zugang
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-289450
Dokumenten-ID28945

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