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Psychophysiologische Wirkungen der tiefen und langsamen Atmung auf die Schmerzwahrnehmung, die autonome Aktivität und die Stimmungsveränderung
Kozhuharova, Mariya (2014) Psychophysiologische Wirkungen der tiefen und langsamen Atmung auf die Schmerzwahrnehmung, die autonome Aktivität und die Stimmungsveränderung. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 24 Jan 2014 12:23
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.29398
Zusammenfassung (Deutsch)
Ziele: Tiefe und langsame Atemübungen stellen eine weit verbreitete Behandlungsmethode von Patienten mit chronischem Schmerzsyndrom dar. In dieser Studie wird die Komponente der Entspannung während der tiefen und langsamen Atmung auf die Schmerzwahrnehmung untersucht. Methoden: Zwei unterschiedliche tiefe und langsame Atemtechniken wurden bezüglich ihrer Effekte auf die Schmerzwahrnehmung, die ...
Ziele: Tiefe und langsame Atemübungen stellen eine weit verbreitete Behandlungsmethode von Patienten mit chronischem Schmerzsyndrom dar. In dieser Studie wird die Komponente der Entspannung während der tiefen und langsamen Atmung auf die Schmerzwahrnehmung untersucht.
Methoden: Zwei unterschiedliche tiefe und langsame Atemtechniken wurden bezüglich ihrer Effekte auf die Schmerzwahrnehmung, die autonome Aktivität und die Stimmungsveränderung bei 16 gesunden Testpersonen (N=16) untersucht. Beide Atemtechniken waren durch die gleichen Atemfrequenz und -tiefe gekennzeichnet. Allerdings wurden die Probanden während der ersten Atemübung gebeten, eine biofeedback-geleitete respiratorische Aufgabe zu erfüllen, welche ihre Aufmerksamkeit und Konzentration ununterbrochen erforderte. Somit waren die Probanden verhindert, sich während der Atemübung zu entspannen. Hingegen konnten sie während der zweiten, relaxierenden Atemübung einen tiefen Entspannungszustand erreichen. Während der beiden Atemübungen wurde die elektrodermale Aktivität, ein Indiz für den sympathischen Tonus, gemessen. Des Weiteren wurden die Empfindungs- und Schmerzschwellen für thermische Stimuli sowie die Stimmungsveränderungen vor und nach jeder Atemsitzung der beiden Atemtechniken untersucht.
Ergebnisse: Eine signifikante Veränderung der Empfindungs- (1.01) und Schmerzschwellen (0.88) war während der entspannenden Atmung zu beobachten. Im Gegensatz dazu gab es keine signifikanten Veränderungen der Schwellenwerte während der nicht entspannenden Atmung. Allerdings hatten beide Atemtechniken einen positiven Einfluss auf die Stimmung, der sich dadurch äußerte, dass die Versuchspersonen eine Reduktion von negativen Affekten wie Anspannung, Ärger und Niedergeschlagenheit verspürten.
Fazit: Die Ergebnisse dieser Studie weisen darauf hin, dass tiefe und langsame Atmung einen wesentlichen Einfluss auf die autonome Aktivität und die Schmerzwahrnehmung ausübt. Die Ausprägung der Entspannung während der Atmung ist von besonderer Wichtigkeit.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Objective: Deep and slow breathing is one of various relaxation techniques in the complementary treatment of patients with chronic pain disorders. The objective of this study was to evaluate the influence of relaxation during breathing interventions on pain perception. Methods: Two different techniques of deep and slow breathing were investigated in order to examine the effects of relaxation ...
Objective: Deep and slow breathing is one of various relaxation techniques in the complementary treatment of patients with chronic pain disorders. The objective of this study was to evaluate the influence of relaxation during breathing interventions on pain perception.
Methods: Two different techniques of deep and slow breathing were investigated in order to examine the effects of relaxation and respiration on pain perception, autonomic activity and mood. 16 healthy subjects participated in the study. Both techniques had the same respiration depths and rates, however, during the attentive breathing intervention, the subjects were asked to perform a biofeedback-based respiratory task which required their constant concentration and attention. In the relaxing breathing intervention, it was possible for the subjects to relax during the breathing training. During both breathing maneuvers, the skin conductance levels, indicating the sympathetic tone of the subjects, were measured. Furthermore, thermal detection and pain thresholds for cold and hot stimuli, as well as profile of mood states were examined prior to and after each breathing session of both breathing techniques.
Results: There was a significant increase of the mean detection and pain thresholds during the relaxing slow and deep breathing interventions. On the contrary, no significant changes in those thresholds were measured during the attentive breathing technique. However, both breathing interventions had a positive effect on the subjects’ mood, as indicated by a similar decrease in some negative mood components, such as tension, anger, and depression.
Conclusion: These results suggest that autonomic activity and pain processing can be significantly influenced by the type of breathing. Moreover, relaxation is the essential feature of deep and slow breathing interventions in the modulation of sympathetic tone and pain perception.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 24 Januar 2014 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Peter Eichhammer und Prof. Dr. Ulrich Bogdahn |
| Tag der Prüfung | 4 Dezember 2013 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Psychiatrie und Psychotherapie |
| Stichwörter / Keywords | Entspannung, Atmung, Schmerzwahrnehmung, Sympathikotonus, autonomes Nervensystem, elektrodermale Aktivität, Stimmung, breathing, respiration, relaxation, pain perception, sympathetic tone, autonomous nervous system, skin conductance level, mood |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-293989 |
| Dokumenten-ID | 29398 |
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