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Wolf, Renate

Investigations on the shielding function of task sets and its underlying mechanism

Wolf, Renate (2014) Investigations on the shielding function of task sets and its underlying mechanism. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 24 Sep 2014 09:23
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.30781


Zusammenfassung (Englisch)

The flexibility of the human mind is often studied using the task switching paradigm. Subjects are instructed to alternate between two or more tasks and typically perform worse on a task switch than on a repetition. Dreisbach and colleagues (Dreisbach et al., 2007; Dreisbach & Haider, 2008, 2009) investigated whether rule use is only associated with this detrimental effect – the cost of switching ...

The flexibility of the human mind is often studied using the task switching paradigm. Subjects are instructed to alternate between two or more tasks and typically perform worse on a task switch than on a repetition. Dreisbach and colleagues (Dreisbach et al., 2007; Dreisbach & Haider, 2008, 2009) investigated whether rule use is only associated with this detrimental effect – the cost of switching – or also offers benefits. They found that applying categorization rules instead of seemingly arbitrary stimulus-response mappings results in reduced susceptibility to distraction and termed this effect the shielding function of task sets. The present thesis addressed open questions regarding this shielding function. I investigated how shielding affects task-related distraction as compared to the irrelevant distracters Dreisbach and Haider had used. In addition, shielding was studied in the context of unpredictable and predictable task switching in order to further investigate its underlying mechanism. Results show that using task rules enables subjects to avoid distraction by focusing on task-related information. This was deduced from the facts that a) stimuli that fit the instructed categories were automatically categorized and b) a reduction of shielding did not result in an overall increased distractibility but led to attenuated interference by task-related distracters. Overall, shielding seems to be possible because – in contrast to arbitrary SR mappings – rules offer a single and common response-defining stimulus feature. The observed preference for such task-related information is modulated by task activation, as evidenced by a reduction of shielding on unpredictable but not on predictable task switches.

Übersetzung der Zusammenfassung (Deutsch)

Die Flexibilität des menschlichen Denkens und Handelns wird oft mit dem Aufgabenwechselparadigma untersucht: Probanden werden instruiert zwischen zwei oder mehr Aufgaben hin- und herzuwechseln. Bei einem Wechsel der Aufgabe findet man dabei langsamere und fehleranfälligere Reaktionen als bei einer Aufgabenwiederholung. Dreisbach und Kollegen (Dreisbach et al., 2007; Dreisbach & Haider, 2008, ...

Die Flexibilität des menschlichen Denkens und Handelns wird oft mit dem Aufgabenwechselparadigma untersucht: Probanden werden instruiert zwischen zwei oder mehr Aufgaben hin- und herzuwechseln. Bei einem Wechsel der Aufgabe findet man dabei langsamere und fehleranfälligere Reaktionen als bei einer Aufgabenwiederholung. Dreisbach und Kollegen (Dreisbach et al., 2007; Dreisbach & Haider, 2008, 2009) untersuchten, ob Regelanwendung nur mit diesen negativen Folgen assoziiert ist, oder ob sich aus der Anwendung von Regeln auch Vorteile ergeben. Ihre Befunde zeigen, dass Kategorisierungsregeln im Gegensatz zu auswendig gelernte Reiz- Reaktions-Assoziationen dazu führen, dass Probanden sich durch irrelevante Informationen weniger stark ablenken lassen. Diese reduzierte Ablenkbarkeit nannten sie die Abschirmungsfunktion von Aufgabenregeln (shielding function of task sets). Die vorliegende Dissertation befasste sich eingehend mit dieser Abschirmungsfunktion. Zum Einen wurde ihr Einfluss auf aufgabenbezogene Ablenkreize betrachtet. Zum Anderen wurde die Abschirmungsfunktion mit vorhersehbaren und zufälligen Wechselparadigmen untersucht, um den zu Grunde liegenden Mechanismus aufzudecken. Die Ergebnisse zeigen, dass die Anwendung von Regeln es Probanden erlaubt den Einfluss von Ablenkung zu reduzieren, indem aufgabenrelevante Informationen stärker verarbeitet werden. Für diese Interpretation spricht, dass a) Distraktorreize automatisch kategorisiert wurden und b) reduzierte Abschirmung nicht in einer allgemein erhöhten Ablenkbarkeit, sondern in reduzierter Interferenz aufgabenrelatierte Distraktoren resultierte. Insgesamt scheint Abschirmung möglich zu sein, weil Kategorisierungsregeln im Gegensatz zu auswendig gelernten Assoziationen ein einziges, antwortrelevantes Merkmal hervorheben. Der Vergleich von Abschirmung bei vorhersehbaren und zufälligen Wechseln zeigt außerdem, dass diese Verarbeitungspräferenz für relevante Merkmale durch den Grad der Aufgabenaktivierung moduliert wird.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum24 September 2014
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Gesine Dreisbach
Tag der Prüfung4 Juli 2014
InstitutionenHumanwissenschaften > Institut für Psychologie > Lehrstuhl für Psychologie II (Allgemeine und Angewandte Psychologie) - Prof. Dr. Gesine Dreisbach
Stichwörter / Keywordstask shielding, task switching, cognitive control
Dewey-Dezimal-Klassifikation100 Philosophie und Psychologie > 150 Psychologie
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-307810
Dokumenten-ID30781

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