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Retrieval from episodic memory: beneficial and detrimental effects of selective memory retrieval
Dobler, Ina Maria (2014) Retrieval from episodic memory: beneficial and detrimental effects of selective memory retrieval. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 07 Nov 2014 15:59
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.30921
Zusammenfassung (Englisch)
Selective retrieval can be detrimental for related memories if access to the original study context is (largely) maintained or beneficial if access to the original encoding context is impaired. Prior work has shown that the detrimental effect is typically recall specific and not disrupted by the presence of a delay between prior nontarget retrieval and subsequent target retrieval, whereas neither ...
Selective retrieval can be detrimental for related memories if access to the original study context is (largely) maintained or beneficial if access to the original encoding context is impaired. Prior work has shown that the detrimental effect is typically recall specific and not disrupted by the presence of a delay between prior nontarget retrieval and subsequent target retrieval, whereas neither the influence of a delay nor recall specificity of the beneficial effect have been examined to date. The two-factor account of selective memory retrieval, which attributes the detrimental effect to inhibition/blocking and the beneficial effect to reactivation of the original study context, suggests that the delay between prior nontarget retrieval and subsequent target recall as well as recall specificity might affect the two opposing effects differently. Experiment 1 demonstrated detrimental effects regardless of delay but beneficial effects only if target recall was undelayed. Experiments 2A and 2B showed that the detrimental effect is recall specific, while the beneficial effect generalizes to restudy trials. Pointing to different underlying mechanisms, the demonstration that delay between nontarget and target recall and recall specificity affect the detrimental and the beneficial effect differently, supports the two-factor account of selective memory retrieval. Experiments 3A and 3B focused on the robustness of recall specificity of the detrimental effect and showed that selective restudy - like selective retrieval - can induce forgetting of related memories when practice is mixed, i. e., when retrieval and restudy trials are randomly interleaved. Thus, the present thesis provides first evidence for dynamic effects between retrieval and restudy trials when practice is mixed.
Übersetzung der Zusammenfassung (Deutsch)
Selektiver Abruf kann sich hemmend auf das Erinnern verwandter Informationen auswirken, wenn der Zugang zum ursprünglichen Lernkontext (weitgehend) erhalten ist; wenn der Zugang zum ursprünglichen Lernkontext beeinträchtigt ist, kann selektiver Abruf aber auch förderlich sein. Bisherige Studien haben gezeigt, dass der hemmende Effekt typischerweise abrufspezifisch ist und nicht durch das ...
Selektiver Abruf kann sich hemmend auf das Erinnern verwandter Informationen auswirken, wenn der Zugang zum ursprünglichen Lernkontext (weitgehend) erhalten ist; wenn der Zugang zum ursprünglichen Lernkontext beeinträchtigt ist, kann selektiver Abruf aber auch förderlich sein. Bisherige Studien haben gezeigt, dass der hemmende Effekt typischerweise abrufspezifisch ist und nicht durch das Vorhandensein eines Verzögerungsintervalls zwischen dem vorherigen selektiven Abruf eines Teils des Materials und dem späteren Abruf der restlichen Zielitems beeinflusst wird. Der Einfluss eines Verzögerungsintervalls auf den förderlichen Effekt sowie dessen Abrufspezifität wurden hingegen bisher noch nicht untersucht. Der Zwei-Faktoren-Ansatz des selektiven Gedächtnisabrufs, welcher den hemmenden Effekt einem Inhibitions- oder Blockierungsprozess zuschreibt und den förderlichen Effekt auf eine Reaktivierung des ursprünglichen Lernkontexts zurückführt, lässt vermuten, dass sowohl ein Verzögerungsintervall zwischen vorherigem selektiven Abruf eines Teils des Materials und dem späteren Abruf der Zielitems als auch Abrufspezifität dissoziierende Faktoren für die beiden gegensätzlichen Effekte sein könnten. Experiment 1 zeigte, dass der hemmende Effekt unabhängig vom Zeitintervall zwischen dem selektiven Abruf eines Teils des Materials und dem späteren Abruf der Zielitems ist, während der förderliche Effekt nur dann auftritt, wenn kein Zeitintervall den Abruf der Zielitems verzögert. Die Experimente 2A und 2B zeigten, dass der hemmende Effekt selektiven Abrufs abrufspezifisch ist. Der förderliche Effekt trat hingegen auch nach selektivem erneuten Lernen auf. Das Ergebnis, dass ein Verzögerungsintervall und Abrufspezifität die beiden Effekte unterschiedlich beeinflussen, weist auf unterschiedliche zugrunde liegende Mechanismen hin und bestätigt somit den Zwei-Faktoren-Ansatz. Die Experimente 3A und 3B, welche auf die Robustheit der Abrufspezifität des hemmenden Effekts fokussierten, zeigten, dass selektives erneutes Lernen - genauso wie selektiver Abruf – Vergessen von verwandtem Material induzieren kann, wenn die Probanden eine gemischte Übung absolvieren, d. h. wenn sich Abrufübungs- und Lerndurchgänge in zufälliger Reihenfolge abwechseln. Die vorliegende Dissertation liefert somit erste Hinweise auf dynamische Effekte zwischen Abruf- und Lerndurchgängen in gemischten Übungsbedingungen.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 7 November 2014 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Karl-Heinz T. Bäuml |
| Tag der Prüfung | 13 Oktober 2014 |
| Institutionen | Humanwissenschaften > Institut für Psychologie > Lehrstuhl für Psychologie IV (Entwicklungs- und Kognitionspsychologie) - Prof. Dr. Karl-Heinz Bäuml |
| Stichwörter / Keywords | episodic memory, retrieval, restudy, inhibition, context reactivation |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 100 Philosophie und Psychologie > 150 Psychologie |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-309214 |
| Dokumenten-ID | 30921 |
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