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Rousseva, Elena

Eine erfolgreiche und dauerhafte Gewichtsreduktion verbessert die diastolische Dysfunktion und die körperliche Belastbarkeit bei Patienten mit Adipositas per magna

Rousseva, Elena (2014) Eine erfolgreiche und dauerhafte Gewichtsreduktion verbessert die diastolische Dysfunktion und die körperliche Belastbarkeit bei Patienten mit Adipositas per magna. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 21 Nov 2014 15:50
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.30955


Zusammenfassung (Deutsch)

Die Prävalenz der diastolischen Herzinsuffizienz variiert in der Literatur zwischen 30 – 70 %. Die Prognose für Patienten mit diastolischer Dysfunktion ist schlecht und bereits die asymptomatische Relaxationsstörung zeigt eine höhere Rate an kardiovaskulären Ereignissen. Die systolische und diastolische Herzinsuffizienz zeigen eine fast identisch schlechte Prognose. Die aktuell empfohlene ...

Die Prävalenz der diastolischen Herzinsuffizienz variiert in der Literatur zwischen 30 – 70 %. Die Prognose für Patienten mit diastolischer Dysfunktion ist schlecht und bereits die asymptomatische Relaxationsstörung zeigt eine höhere Rate an kardiovaskulären Ereignissen. Die systolische und diastolische Herzinsuffizienz zeigen eine fast identisch schlechte Prognose. Die aktuell empfohlene Therapie einer Herzinsuffizienz zeigt auch in den neuesten großen randomisierten Studien keine wesentliche Verbesserung der Prognose für Patienten mit diastolischer Dysfunktion. Adipositas und das metabolisches Syndrom sind Risikofaktoren für die Entwicklung einer diastolischen Dysfunktion. Es gibt nur wenige Daten, welche die Effekte einer Gewichtsreduktion auf die diastoische Dysfunktion zeigen.
Die vorliegende Arbeit untersucht in einem Patientenkollektiv von 202 adipösen und normalgewichtigen Probanden die diastolische Dysfunktion beim Vorliegen einer schweren Adipositas, sowie die Effekte einer dauerhaften Gewichtsreduktion auf diese Herzstörung. Die adipoesen Probanden wurden einer hypokalorischen Gewichtsreduktion innerhalb eines Jahres unterzogen. Zum Baseline-Zeitpunkt sowie am Ende des Programms wurden mittels Echokardiographie die DHF untersucht. Zudem wurde mittels 6-Minuten-Gehtest die Belastbarkeit allen Teilnehmern untersucht.
Wir konnten bestätigen, dass die schwere Adipositas per se ein starker Prädiktor für die Entwicklung einer diastolischen Funktionsstörung darstellt. Als wesentliche Hypothese dieser Studie, haben wir gezeigt, dass eine erfolgreiche dauerhafte Gewichtsreduktion mittels hypokalorischer Diät die diastolische Dysfunktion verbessern kann. Wir konnten deutliche Verbesserung der Messungen über die Mitralklappe (E/e´, E/A), sowie über die Pulmonalklappe (ARd-Ad), sowie wesentliche Reduktion der LV-Masse, beobachten.
Die adipösen Patienten mit diastolischer Dysfunktion weisen eine schlechtere Belastbarkeit als adipösen Teilnehmer ohne LVDD auf. Eine erfolgreiche Gewichtsreduktion führt bei Patienten mit diastolischer Dysfunktion zu einer signifikanten Besserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, gemessen am 6-Minuten-Gehtest.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

The prevalence of diastolic heart failure varies in the literature between 30-70%. The prognosis of diastolic heart failure is poor and even asymptomatic diastolic dysfunction is associated with increased morbidity and mortality. This poor prognosis is similar to systolic heart failure. The treatment of DHF remains empiric since trial data are limited. Randomized trials show no improvement in ...

The prevalence of diastolic heart failure varies in the literature between 30-70%. The prognosis of diastolic heart failure is poor and even asymptomatic diastolic dysfunction is associated with increased morbidity and mortality. This poor prognosis is similar to systolic heart failure. The treatment of DHF remains empiric since trial data are limited. Randomized trials show no improvement in morbidity and mortality. Obesity and metabolic syndrome are associated with diastolic dysfunction. However, little is known about die effects of successful long-term weight reduction on the diastolic heart failure.
Our trial investigates the prevalence of diastolic dysfunction in 202 obese subjects and control persons, as well the effects of successful long-term weight reduction. Obese subjects underwent a 1-year weight reduction program. Echocardiography and exercise capacity (6-minute walk) were performed at baseline and after 1 year.
We could show that obesity is a risk factor for diastolic heart failure. As main hypothesis we could demonstrate that only a successful long-term weight reduction improves diastolic dysfunction. A significant improvement was demonstrated in echocardiographic parameters Δe’, ΔE/e’, ΔE/A, ΔArd-Ad, as well as significant reduction of LV-Mass.
Obese objects with DHF show worse physical exercise capacity than obese objects without DHF. After successful weight reduction significant improvement of exercise capacity was demonstrated in obese subjects with DHF.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum21 November 2014
Begutachter (Erstgutachter)PD Dr. Marcus Fischer
Tag der Prüfung11 November 2014
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Innere Medizin II
Stichwörter / Keywordsdiastolische Dysfunktion, Gewichtsreduktion, Adipositas per magna
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-309553
Dokumenten-ID30955

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