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Edtl, Corinna

Erfassung psychischer Auffälligkeiten bei Studenten mit der SCL-90-R und der VDS90 und deren Bezug zu neuropsychologischen Leistungen

Edtl, Corinna (2016) Erfassung psychischer Auffälligkeiten bei Studenten mit der SCL-90-R und der VDS90 und deren Bezug zu neuropsychologischen Leistungen. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 09 Feb 2016 06:06
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.33232


Zusammenfassung (Deutsch)

Psychopathologische Syndrome stellen auch in studentischen Stichproben ein relevantes Problem dar. Dabei werden in der bisherigen Forschung die größten Belastungen hinsichtlich der Bereiche Depression, Angst und Zwang berichtet. Weiterhin ist seit vielen Jahren bekannt, dass manifeste psychische Erkrankungen mit nachweisbaren neuropsychologischen Beeinträchtigungen einhergehen. Die vorliegende ...

Psychopathologische Syndrome stellen auch in studentischen Stichproben ein relevantes Problem dar. Dabei werden in der bisherigen Forschung die größten Belastungen hinsichtlich der Bereiche Depression, Angst und Zwang berichtet. Weiterhin ist seit vielen Jahren bekannt, dass manifeste psychische Erkrankungen mit nachweisbaren neuropsychologischen Beeinträchtigungen einhergehen.
Die vorliegende Arbeit untersucht in drei Teilen verschiedene Fragestellungen aus den Bereichen psychopathologischer Syndrome und neuropsychologischer Defizite. Die Daten stützen sich auf die Untersuchung einer jungen, gesunden, studentischen Stichprobe. Eingesetzt werden dabei einerseits zwei verschiedene Symptomchecklisten (SCL-90-R und VDS90), die zur Erfassung psychischer Belastungen anhand einer Selbstbeurteilung des Probanden dienen. Andererseits kommen verschiedene neuropsychologische Testverfahren aus den Bereichen Gedächtnis und exekutive Funktionen zum Einsatz.

Die ersten beiden Teile der vorliegenden Arbeit stützen sich auf eine Analyse der Daten der beiden Symptomfragebögen. Dabei werden Fragen zur Auftretenshäufigkeit von Symptombelastungen in den verschiedenen Skalen der SCL-90-R und der VDS90 beantwortet. Zudem werden in einem zweiten Schritt die beiden Fragebögen miteinander verglichen. Mit beiden Symptombögen werden bei den untersuchten Personen deutliche psychische Auffälligkeiten in verschiedenen Skalen festgestellt. Dabei ergeben sich anhand der SCL-90-R stärkere Belastungen als bei der VDS90. Beim weiteren Vergleich der beiden Fragebögen zeigen sich grundsätzlich relativ hohe Korrelationen zwischen ähnlichen Skalen, wie zum Beispiel den beiden Gesamt- oder den beiden Depressionsskalen. Auch innerhalb der beiden Instrumente werden zwischen den einzelnen Skalen hohe Korrelationen festgestellt, wobei sich diese numerisch für die SCL-90-R im Vergleich zur VDS90 als höher darstellen.
Der dritte und letzte Teil der Arbeit befasst sich mit der Frage, ob sich innerhalb der Stichprobe eine Beeinflussbarkeit neuropsychologischer Leistungen abhängig von der anhand der VDS90 erfassten Psychopathologie ergibt. Anhand multipler Regressionsanalysen werden dabei hinsichtlich einiger der untersuchten Variablen geringe Effekte festgestellt, wobei die Erklärungskraft der Vorhersage für einzelne neuropsychologische Testleistungen maximal bei 7 % liegt. Somit kann höchstens von einer sehr geringen Beeinflussung durch die psychopathologischen Syndrome ausgegangen werden. Dabei ist nicht von einem spezifischen Einfluss einzelner Syndrome auszugehen sondern eher von einem allgemeinen Faktor psychischer Belastung, der hauptsächlich durch depressive sowie ängstliche Symptome bestimmt zu sein scheint. Aufgrund der geringen Erklärungskraft der Regressionsanalysen müssen die Ergebnisse hier sehr vorsichtig interpretiert werden. Abschließend werden daher mögliche Gründe für die geringe Erklärungskraft psychischer Syndrome diskutiert sowie ein Ausblick auf zukünftige Forschungsinteressen und aus der Studie ableitbare Fragestellungen gegeben.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Psychopathological symptoms are a matter of concern among students. According to current research, in this population symptoms of Depression and Anxiety as well as obsessive-compulsive symptoms bear the highest relevance. Aside from that the fact that mental disorders are associated with detectable neuropsychological deficits has been known for years. This paper consists of three studies and ...

Psychopathological symptoms are a matter of concern among students. According to current research, in this population symptoms of Depression and Anxiety as well as obsessive-compulsive symptoms bear the highest relevance. Aside from that the fact that mental disorders are associated with detectable neuropsychological deficits has been known for years.

This paper consists of three studies and examines different problems relating to the topic of psychopathological syndromes and neuropsychological deficits. The study sample consisted of healthy young university students. All participants completed two different Symptom Checklists (SCL-90-R and VDS90) to self-evaluate their psychological distress. In addition, different neuropsychological tests were administered to evaluate two domains of cognitive functioning: memory and learning as well as executive processes.

The first two studies analyse data of the two Symptom Checklists. By that means questions concerning psychological distress in terms of symptom dimensions and summary scores of SCL90-R and VDS90 are answered. In addition, this part comprises a comparison of the two symptom-inventories. Within the analysed sample, both checklists show substantial signs of psychological distress regarding different symptom dimensions. Distress levels were higher using the SCL-90-R in comparison to VDS90. Besides, further comparison of the two Checklists yielded relatively high correlations between similar symptom dimensions (for example depression scales or global distress indices). Besides, subscale intercorrelations for each of the two checklists were found to be rather high with SCL-90-R showing even higher intercorrelations in comparison to VDS90.

The aim of the third study is to answer the question if psychopathological symptoms, assessed with VDS90, impact performance in neuropsychological tests. Using multiple regression analysis, small effects result for some of the assessed neuropsychological measures. Overall coefficients of determination constitute at most 7%. Therefore the influence of psychopathological syndromes on assessed neuropsychological measured can be judged as very light. This influence can not be understood as specific in terms of particular symptoms. In fact a global factor of psychological distress is assumed that is constituted essentially by symptoms of depression and anxiety. Regarding the low values for coefficients of determination, results of this study have to be interpreted with caution. Hence, possible reasons for the low effects are discussed and the paper ends with an outlook concerning future research focuses and research questions that can be deduced from the results of this study.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum9 Februar 2016
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Klaus W. Lange
Tag der Prüfung16 Dezember 2015
InstitutionenHumanwissenschaften > Institut für Psychologie > Lehrstuhl für Psychologie III (Biologische, Klinische und Rehabilitationspsychologie) - Prof. Dr. Klaus W. Lange
Stichwörter / KeywordsNeuropsychologie, psychopathologische Auffälligkeiten, Symptomlisten
Dewey-Dezimal-Klassifikation100 Philosophie und Psychologie > 150 Psychologie
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-332325
Dokumenten-ID33232

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