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Laux, Bernhard

Zivilgesellschaft – nur eine Zauberformel? Zur theoretischen und normativen Deutungskraft des Konzepts

Laux, Bernhard (2011) Zivilgesellschaft – nur eine Zauberformel? Zur theoretischen und normativen Deutungskraft des Konzepts. Amosinternational 5 (1), S. 3-10.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 21 Nov 2018 13:11
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.38067


Zusammenfassung

Zivilgesellschaft bezeichnet einen von Staat, Wirtschaft und Privatsphäre unterschiedenen Handlungszusammenhang in der Gesellschaft, der insbesondere durch freiwillige Assoziationen gekennzeichnet ist. Die Interaktionsweisen sind von Freiwilligkeit und Offenheit beziehungsweise Öffentlichkeit, von Gewaltlosigkeit und dem Bemühen um kommunikative Klärungen geprägt. Dadurch werden sie zugleich ...

Zivilgesellschaft bezeichnet einen von Staat, Wirtschaft und Privatsphäre unterschiedenen
Handlungszusammenhang in der Gesellschaft, der insbesondere durch freiwillige
Assoziationen gekennzeichnet ist. Die Interaktionsweisen sind von Freiwilligkeit
und Offenheit beziehungsweise Öffentlichkeit, von Gewaltlosigkeit und dem Bemühen
um kommunikative Klärungen geprägt. Dadurch werden sie zugleich mit normativen
Erwartungen versehen. Grundlegend ist die Anerkennung der Anderen als gleichwertige
und gleichberechtigte Bürger – selbst wenn Überzeugungen und Lebensweisen
unterschiedlich sind, Interessen divergieren und Konfl ikte in grundlegenden Wertefragen
bestehen. Zivilgesellschaftliche Aktivitäten wollen zum einen in Kooperation
und Solidarität gesellschaftliche Lebensmöglichkeiten erweitern. Zum anderen zielen
sie darauf ab, Einfl uss zu nehmen auf politische Entscheidungen. Das Konzept
Zivilgesellschaft hat Eingang in die neuere kirchliche Sozialverkündigung gefunden.

__________
englische Zusammenfassung:
Bernhard Laux: Civil Society – Only a Magic Formula? On the Theoretical and Normative Interpretative Power of the Concept

Civil Society denotes a context for action
different from the state, economy
and private sphere in society, which is
particularly marked by voluntary associations.
The modes of interaction are characterized
by gratuitousness and openness,
respectively publicness, by nonviolence
and the effort for communicative
clarifi cation. By this, their are at the same
time furnished with normative expectations.
The acceptance of the others as
equal and equitable citizens is a basic
feature. Even in their diversity and despite
differences and confl icts over basic
value issues as well as in the pursuit
of particular interests they are discarded.
On the one hand, civil societal activities
want to enlarge by co-operation
and solidarity social liveabilties. On the
other hand, they aim at infl uencing political
decisions. The concept of civil society
has found its way into the new social
teaching of the church.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartArtikel
Titel eines Journals oder einer ZeitschriftAmosinternational
Verlag:Aschendorff; Sozialinstitut Kommende Dortmund
Band:5
Nummer des Zeitschriftenheftes oder des Kapitels:1
Seitenbereich:S. 3-10
Datum2011
InstitutionenKatholische Theologie > Systematische Theologie > Theologische Sozialethik, Anthropologie und Wertorientierung - Prof. Dr. Bernhard Laux
Dewey-Dezimal-Klassifikation200 Religion > 230 Theologie, Christentum
300 Sozialwissenschaften > 300 Sozialwissenschaften, Soziologie
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenNein
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-380675
Dokumenten-ID38067

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