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Veränderungen des Posterior-Airway-Space bei der Therapie von Patienten mit obstruktiven Schlafapnoesyndrom mit der TAP-Apparatur
Otte, Laura-Patricia (2019) Veränderungen des Posterior-Airway-Space bei der Therapie von Patienten mit obstruktiven Schlafapnoesyndrom mit der TAP-Apparatur. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 20 Dez 2019 10:26
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.41302
Zusammenfassung (Deutsch)
Mit einer Prävalenz von 2-4 % ist das obstruktive Schlafapnoesyndrom die häufigste Erkrankung unter den Schlafbezogenen Atmungsstörungen. Es ist gekennzeichnet durch repetitive Phasen eines kompletten oder partiellen Kollaps des Pharynx im Schlaf, was sich in Apnoen bzw. Hypopnoen äußert und in einer Fragmentierung des Schlafes resultiert. Als Leitsymptome gelten dabei eine erhöhte ...
Mit einer Prävalenz von 2-4 % ist das obstruktive Schlafapnoesyndrom die häufigste Erkrankung unter den Schlafbezogenen Atmungsstörungen. Es ist gekennzeichnet durch repetitive Phasen eines kompletten oder partiellen Kollaps des Pharynx im Schlaf, was sich in Apnoen bzw. Hypopnoen äußert und in einer Fragmentierung des Schlafes resultiert. Als Leitsymptome gelten dabei eine erhöhte Tagesschläfrigkeit, nächtliche Atemstillstände sowie Schnarchen. Der Goldstandard unter den verschiedenen Therapiemöglichkeiten ist nach wie vor die nächtliche Überdruckbeatmung (CPAP). Jedoch bricht ein hoher Prozentsatz der Patienten die CPAP-Therapie vor allem wegen des schlechten Handlings, aber auch aufgrund verschiedener Nebenwirkungen ab. Daher gewinnt die Therapieform mittels Unterkieferprotrusionsschienen (UPS-Therapie) immer mehr an Bedeutung und wird von vielen Patienten bevorzugt.
Um speziell die Wirksamkeit der TAP®-Schiene untersuchen zu können, wurden prospektiv Patienten nach der polysomnographischen Diagnose eines OSAS bzw. eines UARS in verschiedenen deutschen Schlaflaboren unter Berücksichtigung verschiedener Ein- und Ausschlusskriterien in die Studie aufgenommen und anschließend in der kieferorthopädischen Abteilung des Universitätsklinikums Regensburg mit der TAP®-Apparatur behandelt. Das Durchschnittsalter der insgesamt 16 Patienten lag dabei bei 57,38 Jahren und der BMI bei durchschnittlich 27,4 kg/m2. Der durchschnittliche AHI vor Therapiebeginn lag bei 12,2/h wobei das Minimum bei 1,4/h und das Maximum bei 24,3/h lag. Nach durchschnittlich sechs Monaten wurden die Patienten erneut in einem Schlaflabor vorstellig, wo ein Kontroll-Screening mit Schiene durchgeführt wurde. Anhand vorliegender FRS-Aufnahmen zu Beginn der Therapie (T0) und nach 6-7 Monaten Tragedauer der Schiene (T1) wurden Veränderungen des Posterior-Airway-Space PAS und im AHI durch die Schienentherapie erfasst. Außerdem wurden die Therapieergebnisse mittels Fragebögen mit der subjektiven Selbsteinschätzung der einzelnen Patienten in Beziehung gesetzt sowie Auswirkungen von Alter, Geschlecht und BMI untersucht.
Als Ergebnis der vorliegenden Studie zeigte sich, dass der AHI durch die TAP®-Schienentherapie statistisch signifikant gesenkt werden konnte. Der Eingangswert des AHI lag im Mittel bei 12,2/h, wobei dieser im Mittel um 6,7/h auf 5,6/h durch die TAP®-Therapie vermindert werden konnte. Zudem konnte der Summen-PAS statistisch signifikant vergrößert werden: Lag dieser zu T0 im Mittel bei 94,7 mm, konnte er nach ca. sechsmonatiger Tragezeit auf 100,0 mm gesteigert werden, was einer Zunahme von 5,3 mm entspricht.
Nach den Ergebnissen der vorliegenden Studie kann die Therapie von OSAS-Patienten mittels TAP®-Schiene eine gute Alternative zur CPAP-Therapie darstellen. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie mittels TAP®-Schiene stellen hierbei die individuelle Beurteilung der Gebisssituation eines jeden Patienten sowie die Kontrolle des Therapieverlaufes in regelmäßigen Abständen dar.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Obstructive sleep apnea is a common sleep disorder characterized by repetitive oxygen desaturation caused by recurring collapse of the upper airway during sleep. As an alternative to continuous postitive airway pressure (CPAP) the treatment with oral appliances is becoming more and more important. In this study we used the Thornton Adjustable Positioner (TAP). After treatment of six months the ...
Obstructive sleep apnea is a common sleep disorder characterized by repetitive oxygen desaturation caused by recurring collapse of the upper airway during sleep. As an alternative to continuous postitive airway pressure (CPAP) the treatment with oral appliances is becoming more and more important.
In this study we used the Thornton Adjustable Positioner (TAP). After treatment of six months the AHI was reduced from an average of 12,2/h to 5,6/h and the posterior airway space (PAS) was increased from an average of 94,7 mm to 100,0 mm.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 20 Dezember 2019 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Dr. Peter Proff |
| Tag der Prüfung | 20 Dezember 2019 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Kieferorthopädie |
| Stichwörter / Keywords | Obstruktives Schlafapnoesyndrom, TAP-Apparatur,AHI,FRS |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-413026 |
| Dokumenten-ID | 41302 |
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