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Hartl, Angelika

Der einseitige Behandlungsabbruch - Zulässigkeitsvoraussetzungen und dogmatische Begründbarkeit

Hartl, Angelika (2021) Der einseitige Behandlungsabbruch - Zulässigkeitsvoraussetzungen und dogmatische Begründbarkeit. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 12 Jan 2021 12:48
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.43983

Printexemplar der Universitätsbibliothek
Preis: 22,40


Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der strafrechtlichen Zulässigkeit einseitig bewirkter, medizinischer Behandlungsabbrüche. Ausgehend von der grundsätzlichen Relevanz des Patientenwillens bei ärztlichen Therapieentscheidungen wird die Zulässigkeit einseitiger Abbruchsentscheidungen gemeinhin kritisch beurteilt, sobald die subjektive Sichtweise des Patienten bei der medizinischen ...

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der strafrechtlichen Zulässigkeit einseitig bewirkter, medizinischer Behandlungsabbrüche. Ausgehend von der grundsätzlichen Relevanz des Patientenwillens bei ärztlichen Therapieentscheidungen wird die Zulässigkeit einseitiger Abbruchsentscheidungen gemeinhin kritisch beurteilt, sobald die subjektive Sichtweise des Patienten bei der medizinischen Entscheidungsfindung keine Berücksichtigung findet. Kann es aber dennoch Kriterien geben, auf deren Basis ein strafrechtlich zulässiger einseitiger Behandlungsabbruch – abgekoppelt von einer genuin subjektiven Entscheidungsdeterminante – grundsätzlich vorstellbar ist? Ausgehend vom Kernbegriff der medizinischen bzw. ärztlichen Indikation werden denkbare Kriterien unterschiedlichen Generalisierungsmaßstabs erläutert und in einen strafrechtsdogmatischen Rahmen eingebettet. Hierbei geht es nicht zuletzt auch um die Schaffung von Transparenz und um die Statuierung von Behandlungsgrenzen anhand objektiv nachvollziehbarer Kriterien, die den Behandlungsabbruch dogmatisch auf sicheren Boden stellen.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

The intention of this paper is to evaluate the legal permissibility of unilateral discontinuation of medical treatment under criminal law. Because of the general relevance of a patient’s will concerning the decision-making process during his or her medical treatment, the legal permissibility of discontinuation of medical treatment is not generally accepted for such decisions the patient’s will ...

The intention of this paper is to evaluate the legal permissibility of unilateral discontinuation of medical treatment under criminal law. Because of the general relevance of a patient’s will concerning the decision-making process during his or her medical treatment, the legal permissibility of discontinuation of medical treatment is not generally accepted for such decisions the patient’s will has not been taken into account. But are there any criteria under which the unilateral discontinuation of medical treatment can be justified and therefore be legally admissible even if there is no subjective decision-making component? Based on the key concept of medical indication, possible criteria containing different scales of generalization are being illustrated and dogmatically embedded in a framework originating from criminal law. In this context it is not just about establishing transparency but also about the stipulation of limits for medical treatment being based on objectively comprehensible criteria in order to legally and dogmatically justify the unilateral discontinuation of medical treatment in general.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum12 Januar 2021
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Dr. Michael Pawlik
Tag der Prüfung23 Oktober 2020
InstitutionenRechtswissenschaften > Entpflichtete oder im Ruhestand befindliche Professoren > Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie (Prof. Dr. jur. Michael Pawlik)
Stichwörter / KeywordsEinseitiger Behandlungsabbruch
Dewey-Dezimal-Klassifikation300 Sozialwissenschaften > 340 Recht
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenNein
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-439839
Dokumenten-ID43983

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