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Gontermann, Andreas

Bank-runs und Moral-hazard

Gontermann, Andreas (2003) Bank-runs und Moral-hazard. Regensburger Diskussionsbeiträge zur Wirtschaftswissenschaft 387, Working Paper.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 11 Sep 2003 13:47
Monographie
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.4504


Zusammenfassung

Im klassischen Modell von Diamond und Dybvig (1983) werden Bank-runs durch sich selbst erfüllende pessimistische Erwartungen der Anleger provoziert. Sie sind damit ein Sonnenflecken-Phänomen. Die spekulativen Runs können u.a. durch eine Einlagenversicherung vermieden werden. Allerdings schafft die Einlagenversicherung ein Problem moralischen Risikos: Banken verhalten sich risikofreudiger. Anhand ...

Im klassischen Modell von Diamond und Dybvig (1983) werden Bank-runs durch sich selbst erfüllende pessimistische Erwartungen der Anleger provoziert. Sie sind damit ein Sonnenflecken-Phänomen. Die spekulativen Runs können u.a. durch eine Einlagenversicherung vermieden werden. Allerdings schafft die Einlagenversicherung ein Problem moralischen Risikos: Banken verhalten sich risikofreudiger. Anhand einer modifizierten Version des Diamond-Dybvig-Modells wird in diesem Aufsatz gezeigt, dass die Moral-hazard-Problematik nicht beseitigt werden kann, indem man das System der Einlagensicherung wieder abschafft. Auch in einer Welt ohne Einlagenversicherung tauchen Probleme moralischen Risikos auf. Überdies kann Moral-hazard � Banken spekulieren kurzfristig mit den Ersparnissen ihrer Kunden � selbst die Ursache für Bank-runs sein. Dabei werden die Runs durch ungünstige �Fundamentaldaten� ausgelöst, d.h. sie sind kein Sonnenflecken-Phänomen mehr.
In the classical Diamond-Dybvig (1983) model of financial intermediation bank runs are the result of self-fulfilling pessimistic expectations, i.e. they are a sunspot phenomenon. Speculative bank runs can be avoided by introducing a deposit insurance system. Unfortunately, the deposit insurance scheme creates a moral hazard problem because banks have incentives to engage in more risky investments once it is introduced. In the present paper we modify the Diamond-Dybvig-model and show that the moral hazard problem cannot be discarded by simply abolishing the deposit insurance system. Moral hazard is present even without deposit insurance. Moreover, moral hazard, i.e. banks� gambling with depositors� funds, itself can cause bank runs, whereby the runs are the result of unfavourable fundamentals. They are no longer a sunspot phenomenon.



Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartMonographie (Working Paper)
Titel eines Journals oder einer ZeitschriftRegensburger Diskussionsbeiträge zur Wirtschaftswissenschaft
Schriftenreihe der Universität Regensburg:Regensburger Diskussionsbeiträge zur Wirtschaftswissenschaft
Band:387
Datum2003
InstitutionenWirtschaftswissenschaften
Identifikationsnummer
WertTyp
urn:nbn:de:bvb:355-opus-2940URN
RePEc:bay:rdwiwi:294RePEc Handle
Klassifikation
NotationArt
G21Journal of Economics Literature Classification
E53Journal of Economics Literature Classification
D82Journal of Economics Literature Classification
Stichwörter / KeywordsBankenkrise , Moral Hazard , Asymmetrische Information, Bank-runs , Finanzintermediation, Financial Intermediation , Bank Runs , Asymmetric Information , Moral Hazard
Dewey-Dezimal-Klassifikation300 Sozialwissenschaften > 330 Wirtschaft
StatusVeröffentlicht
BegutachtetNie, das Dokument wird nicht wissenschaftlich begutachtet werden
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-opus-2940
Dokumenten-ID4504

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