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Das Erlernen von minimal-invasiv chirurgischen Basisfertigkeiten – Eine klinisch praktische Studie über den Einfluss der Gruppenzusammensetzung bei männlichen Probanden ohne Vorerfahrung
Authier, Teresa Luise (2021) Das Erlernen von minimal-invasiv chirurgischen Basisfertigkeiten – Eine klinisch praktische Studie über den Einfluss der Gruppenzusammensetzung bei männlichen Probanden ohne Vorerfahrung. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 22 Sep 2021 07:01
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.49291
Zusammenfassung (Deutsch)
Einleitung: An vielen medizinischen Fakultäten, sowie in der chirurgischen Facharztausbildung fehlt es in den chirurgischen Curricula immer noch an einem strukturierten, praktischen Training auf dem Gebiet der MIC. Ziel: Das Ziel dieser Studie ist es Einflussfaktoren zu identifizieren, um ein optimales Curriculum für männliche Novizen im Bereich der MIC zu entwickeln. Ein weiteres Ziel besteht ...
Einleitung: An vielen medizinischen Fakultäten, sowie in der chirurgischen Facharztausbildung fehlt es in den chirurgischen Curricula immer noch an einem strukturierten, praktischen Training auf dem Gebiet der MIC.
Ziel: Das Ziel dieser Studie ist es Einflussfaktoren zu identifizieren, um ein optimales Curriculum für männliche Novizen im Bereich der MIC zu entwickeln. Ein weiteres Ziel besteht darin, das Interesse an einer chirurgischen Karriere zu steigern. Zudem sollen durch das Training die MIC-Fertigkeiten chirurgischer Assistenten verbessert werden.
Methoden: Die Studie umfasste 100 Männer ohne jegliche Erfahrung auf dem Gebiet der MIC. Die Teilnehmer wurden in Untergruppen randomisiert und absolvierten das Training alleine oder zu zweit. Vor und nach jeder Trainingseinheit wurden Fragebögen ausgefüllt. Das Basistraining bestand aus vier Trainingseinheiten, die jeweils ein Minimum von vier Wiederholungen des bimanuellen Trainingsparcours beinhalteten. Es wurde ein Dbox-Simulator verwendet. Die Leistung der Probanden wurde anhand der zeitlichen Verbesserung gemessen. Die statistische Auswertung erfolgte mit Hilfe von Kovarianzanalysen (ANCOVA).
Ergebnisse: Die Gruppenzusammensetzung hatte keinen signifikanten Effekt. Die Anzahl des Umgreifens (p< 0,001), sowie die Anzahl der gemachten Fehler (p=0,001) zeigte einen signifikanten Einfluss auf die Leistung der Probanden. Es war signifikant von Vorteil, vor der Trainingseinheit eine geistig anstrengende Tätigkeit verrichtet zu haben. (p=0,019). Probanden mit einem subjektiv guten räumlichen Vorstellungsvermögen wiesen eine signifikant größere zeitliche Verbesserung auf. (p=0,013). Erfolgte eine gegenseitige Hilfestellung, hatte auch dieser Faktor einen signifikanten Einfluss. (p=0,014).
Schlussfolgerung: Ein MIC-Basistraining ist eine wichtige Ergänzung für chirurgische Curricula und sollte in die bestehende Lehre der Chirurgie eingebunden werden. Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen ist von Vorteil und muss in Bezug auf die Anzahl der zu absolvierenden Trainingseinheiten berücksichtigt werden. Eine klare Trainingsstruktur, sowie das Fördern gegenseitiger Hilfestellung wird die Leistung der Teilnehmer verbessern. Es bietet ein sicheres Umfeld des Lernens als Vorbereitung auf die Operation am Patienten.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Background: Many surgical curriculums at medical schools and surgical residency programs still lack a structured, hands-on training in MIS. This study’s aim is to identify influential factors to create a curriculum best fit for male novices to MIS, to increase interest in a surgical career and enhance MIS-skills amidst surgical residents. Methods: The study included 100 men with no prior ...
Background: Many surgical curriculums at medical schools and surgical residency programs still lack a structured, hands-on training in MIS. This study’s aim is to identify influential factors to create a curriculum best fit for male novices to MIS, to increase interest in a surgical career and enhance MIS-skills amidst surgical residents.
Methods: The study included 100 men with no prior experience in the field of MIS. Participants were randomized into subgroups, completing the training alone or in pairs. Surveys were conducted before and after every session. The training consisted of four sessions with a minimum of four repetitions of the bimanual task each. A Dbox MIS-simulator was utilized. Performance was assessed through completion time improvement. Analysis of covariance (ANCOVA) was used for statistical evaluation.
Results: Subgroup composition had no effect on completion time improvement. However, the number of changes between hands showed a significant effect (p<0,001). Another significant factor was the number of errors made (p=0,001). Moreover, the execution of cognitive exhausting tasks prior to training was significantly beneficial. (p=0,019). Participants with a strong subjective spatial sense had a significantly better completion time improvement (p=0,013). Supporting the team member also proved to be of significance (p=0,014).
Conclusion: MIS basic skill training is a valuable addition to surgical curricula and should be incorporated in already existing surgical programs. A strong ability of spatial sense is advantageous to novices in MIS and should be considered in regards to number of training sessions. Giving participants a clear framework as well as encouraging mutual support during sessions will improve the trainees’ performance.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 22 September 2021 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Matthias Hornung |
| Tag der Prüfung | 8 September 2021 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Chirurgie |
| Stichwörter / Keywords | Minimal-Invasive-Chirurgie, Basisfertigkeiten minimal-invasive Chirurgie, Einfluss Gruppenzusammensetztung auf Lernen, Lehre in der Chirurgie |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-492916 |
| Dokumenten-ID | 49291 |
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