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Antibiotikaeinsatz zu Prophylaxe und empirischer Therapie von frakturassoziierten Infektionen in Deutschland
Bärtl, Susanne, Walter, Nike
, Lang, Siegmund
, Hitzenbichler, Florian
, Rupp, Markus
and Alt, Volker
(2022)
Antibiotikaeinsatz zu Prophylaxe und empirischer Therapie von frakturassoziierten Infektionen in Deutschland.
Die Unfallchirurgie.
Date of publication of this fulltext: 28 Jun 2022 04:26
Article
DOI to cite this document: 10.5283/epub.52513
Abstract
Hintergrund Antibiotika (AB) spielen eine wichtige Rolle in der Prophylaxe und Behandlung von Infektionen in der Unfallchirurgie. Dennoch scheint es gerade bei der Infektionsprophylaxe nach offenen Frakturen und auch bei der empirischen Therapie von frakturassoziierten Infektionen (FRI) große Unterschiede zwischen einzelnen Kliniken zu geben. Methodik An deutschen Universitäts- und ...
Hintergrund
Antibiotika (AB) spielen eine wichtige Rolle in der Prophylaxe und Behandlung von Infektionen in der Unfallchirurgie. Dennoch scheint es gerade bei der Infektionsprophylaxe nach offenen Frakturen und auch bei der empirischen Therapie von frakturassoziierten Infektionen (FRI) große Unterschiede zwischen einzelnen Kliniken zu geben.
Methodik
An deutschen Universitäts- und berufsgenossenschaftlichen Kliniken wurde eine Umfrage zu Prophylaxe und empirischer AB-Therapie von FRI durchgeführt. Die AB-Regime wurden mit dem Resistenzprofil der Erreger bei 86 FRI-Patienten verglichen, um die theoretische Wirksamkeit der jeweiligen Therapien zu ermitteln.
Ergebnisse
Von 71 Kliniken antworteten insgesamt 44 (62,0 %). Bei geschlossenen Frakturen zeigte sich mit der Verwendung von Cephalosporinen in 95,5 % der Kliniken ein einheitliches Bild. Für offene Frakturen wurden 8 verschiedene AB-Regime berichtet, wobei Aminopenicilline/β-Lactamase-Inhibitor (BLI) (31,8 %) am häufigsten genannt wurden. Für die empirische Therapie der FRI wurden 12 verschiedene AB-Regime angegeben, am häufigsten Aminopenicilline/BLI (31,8 %), Cephalosporine (31,8 %) und Ampicillin/Sulbactam + Vancomycin (9,1 %). Hinsichtlich der empirischen Therapie der FRI zeigten sich niedrige Sensibilitätsraten für Cephalosporine (65,1 %) bzw. Aminopenicillinen/BLI (74,4 %). Für die Kombination Vancomycin + Meropenem ergab sich mit 91,9 % die höchste hypothetische Sensibilität.
Diskussion
Im Abgleich mit dem vorliegenden, einrichtungsspezifischen Keimspektrum erscheint die Kombinationstherapie Vancomycin + Meropenem für die empirische Therapie sinnvoll, sollte jedoch Patienten mit mehrfachen Revisionseingriffen oder septischen Infektionsverläufen vorbehalten bleiben, um die Selektion hochresistenter Keime zu vermeiden.
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Involved Institutions
Details
| Item type | Article | ||||
| Journal or Publication Title | Die Unfallchirurgie | ||||
| Publisher: | Springer | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Date | 24 June 2022 | ||||
| Institutions | Medicine > Lehrstuhl für Unfallchirurgie Medicine > Abteilung für Krankenhaushygiene und Infektiologie | ||||
| Identification Number |
| ||||
| Keywords | Antibiotikaprophylaxe · Empirische Antibiotikatherapie · Lokale Antibiotikatherapie · Implantatassoziierte Infektion · Fraktur | ||||
| Dewey Decimal Classification | 600 Technology > 610 Medical sciences Medicine | ||||
| Status | Published | ||||
| Refereed | Yes, this version has been refereed | ||||
| Created at the University of Regensburg | Yes | ||||
| URN of the UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-525132 | ||||
| Item ID | 52513 |
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