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Laux, Bernhard

Im Spannungsfeld von Geltungsansprüchen : Die integrative Rolle der Gesellschaftstheorie in der Theologischen Sozialethik

Laux, Bernhard (2022) Im Spannungsfeld von Geltungsansprüchen : Die integrative Rolle der Gesellschaftstheorie in der Theologischen Sozialethik. Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 63, S. 233-258.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 05 Dez 2022 10:14
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.53292


Zusammenfassung

Der Beitrag zeigt Theologische Sozialethik im Spannungsfeld von kognitiven und normativen Geltungsansprüchen, die teils universalistischer, teils partikularer Art sind. Er artikuliert Skepsis gegen die Vorstellung, dass das Fach normative Kriterien und Prinzipien in eine empirisch-sozialwissenschaftliche Deskription gesellschaftlicher Verhältnisse einträgt. Vielmehr plädiert er dafür, der ...

Der Beitrag zeigt Theologische Sozialethik im Spannungsfeld von kognitiven und normativen Geltungsansprüchen, die teils universalistischer, teils partikularer Art sind. Er artikuliert Skepsis gegen die Vorstellung, dass das Fach normative Kriterien und Prinzipien in eine empirisch-sozialwissenschaftliche Deskription gesellschaftlicher Verhältnisse einträgt. Vielmehr plädiert er dafür, der interdisziplinär zu betreibenden Gesellschaftstheorie zuzutrauen, Normativität zu erschließen. Als Konsequenz ist Theologische Sozialethik sozialwissenschaftlicher auszurichten.
Verbessern kann sie nicht die Gesellschaft, aber ihre eigene Theoriearbeit. Hinsichtlich der Praxisbedeutsamkeit bleiben die wissenschaftlichen Reflexionen nicht nur in normativer Hinsicht gegenüber praktischen Diskursen in der Gesellschaft vorläufig; auch die Relevanz der Sozialanalyse hängt davon ab, dass sich gesellschaftliche Akteure in ihrer Lebenslage darin wiedererkennen und sie ihnen hilfreiches Mittel für die Reflexion und Bestimmung ihrer politischen Praxis ist.


The article shows theological social ethics in the field of tension between cognitive and normative claims of validity, which are partly universalistic, partly particularistic. It articulates skepticism against the idea that the discipline would enter normative criteria and principles into an empirical description of social structures. Rather, it advocates trusting the interdisciplinary social theory to develop normativity. As a consequence, Christian social ethics must be oriented towards social science.
It cannot improve society, but its own theoretical work. With regard to practical relevance, the scientific reflections remain provisional, not only in normative terms in relation to practical discourses in society. The relevance of the social analysis also depends on the fact that social actors recognize themselves in it in their life situation and that it is helpful for them to reflect on and define their political practice.



Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartArtikel
Titel eines Journals oder einer ZeitschriftJahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften
Verlag:Aschendorff Verlag
Band:63
Seitenbereich:S. 233-258
Datum2022
InstitutionenKatholische Theologie > Systematische Theologie > Theologische Sozialethik, Anthropologie und Wertorientierung - Prof. Dr. Bernhard Laux
Identifikationsnummer
WertTyp
10.17879/jcsw-2022-4413DOI
Stichwörter / KeywordsGeltungsansprüche; Gesellschaftstheorie; Katholische Theologie; Sozialethik; Ethik; Religion; Christentum; Glaube; Moral; Sozialstruktur; Gerechtigkeit; Katholische Soziallehre; Politische Ethik; Toleranz; gutes Leben; Sozialtheorie; Normativität; kognitive Ethik; rekonstruktive Ethik; Kritik; Glaube; Wissenschaft; Theorie; Praxisrelevanz; Universalismus; Partikularismus; Sozialwissenschaften
Dewey-Dezimal-Klassifikation100 Philosophie und Psychologie > 100 Philosophie
200 Religion > 230 Theologie, Christentum
300 Sozialwissenschaften > 300 Sozialwissenschaften, Soziologie
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-532924
Dokumenten-ID53292

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