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Wolf, Margarita

Die orphische Theogonie im Papyrus von Derveni vor dem Hintergrund von Hesiods Theogonie und orientalischer Kosmogonien

Wolf, Margarita (2022) Die orphische Theogonie im Papyrus von Derveni vor dem Hintergrund von Hesiods Theogonie und orientalischer Kosmogonien. ForAP: Forschungsergebnisse von Absolventen und Promovierenden der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften 5 (5), S. 63-79.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 08 Feb 2023 12:04
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.53701


Zusammenfassung

Bei der sogenannten Orphik handelt es sich um eine vielschichtige Erscheinung im Bereich von Mythologie, Dichtung und Kult, die nicht nur hinsichtlich genauer Abgrenzung, sondern auch begrifflich problematisch ist. Von besonderem Interesse sind die als orphisch bezeichneten Gedichte in theogonischer Form, die allesamt Orpheus als ihren Autor angeben. Solche Gedichte sind auch für die ...

Bei der sogenannten Orphik handelt es sich um eine vielschichtige Erscheinung im Bereich von Mythologie, Dichtung und Kult, die nicht nur hinsichtlich genauer Abgrenzung, sondern auch begrifflich problematisch ist. Von besonderem Interesse sind die als orphisch bezeichneten Gedichte in theogonischer Form, die allesamt Orpheus als ihren Autor angeben. Solche Gedichte sind auch für die vorchristlichen Jahrhunderte belegt, aber wenn überhaupt nur dürftig überliefert, weshalb Vermutungen über diese altorphischen Inhalte lange Zeit nur spekulativ sein konnten. Mit dem Zufallsfund des Papyrus von Derveni in den 1960er Jahren wurden aber Reste einer altorphischen Theogonie entdeckt, die auffällige Übereinstimmungen mit, aber auch entscheidende Abweichungen von Hesiods Theogonie aufweist: Zentrale Motive finden sich teils abgewandelt und reinterpretiert in der orphischen Theogonie wieder und lassen sich zudem mit orientalischen Schöpfungsmythen vergleichen. Hinzu kommt die durch die Jahrhunderte hindurch proklamierte Autorenschaft der nicht weiter bekannten Entität Orpheus, die sich zwar nicht mit der berühmten mythischen Sängergestalt Orpheus gleichsetzen lässt, aber möglicherweise wenigstens bezüglich der Namensgebung auf die gemeinsame Vorlage des sogenannten Goëten berufen kann. Auch hierzu lassen sich bei Hesiod Anhaltspunkte finden.



Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartArtikel
Titel eines Journals oder einer ZeitschriftForAP: Forschungsergebnisse von Absolventen und Promovierenden der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften
Verlag:Universität Regensburg
Band:5
Nummer des Zeitschriftenheftes oder des Kapitels:5
Seitenbereich:S. 63-79
DatumJuli 2022
InstitutionenSprach- und Literatur- und Kulturwissenschaften > Institut für Klassische Philologie > Lehrstuhl für Griechische Philologie (Prof. Dr. Georg Rechenauer)
Identifikationsnummer
WertTyp
10.5283/forap.73DOI
Dewey-Dezimal-Klassifikation400 Sprache > 480 Griechisch
800 Literatur > 880 Griechische Literatur
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenUnbekannt / Keine Angabe
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-537011
Dokumenten-ID53701

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