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Wolf, Margarita

Die orphische Theogonie im Papyrus von Derveni vor dem Hintergrund von Hesiods Theogonie und orientalischer Kosmogonien

Article

Wolf, Margarita (2022) Die orphische Theogonie im Papyrus von Derveni vor dem Hintergrund von Hesiods Theogonie und orientalischer Kosmogonien. ForAP: Forschungsergebnisse von Absolventen und Promovierenden der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften 5 (5), pp. 63-79.

DOI to cite this document: 10.5283/epub.53701


Abstract

Bei der sogenannten Orphik handelt es sich um eine vielschichtige Erscheinung im Bereich von Mythologie, Dichtung und Kult, die nicht nur hinsichtlich genauer Abgrenzung, sondern auch begrifflich problematisch ist. Von besonderem Interesse sind die als orphisch bezeichneten Gedichte in theogonischer Form, die allesamt Orpheus als ihren Autor angeben. Solche Gedichte sind auch für die ...

Bei der sogenannten Orphik handelt es sich um eine vielschichtige Erscheinung im Bereich von Mythologie, Dichtung und Kult, die nicht nur hinsichtlich genauer Abgrenzung, sondern auch begrifflich problematisch ist. Von besonderem Interesse sind die als orphisch bezeichneten Gedichte in theogonischer Form, die allesamt Orpheus als ihren Autor angeben. Solche Gedichte sind auch für die vorchristlichen Jahrhunderte belegt, aber wenn überhaupt nur dürftig überliefert, weshalb Vermutungen über diese altorphischen Inhalte lange Zeit nur spekulativ sein konnten. Mit dem Zufallsfund des Papyrus von Derveni in den 1960er Jahren wurden aber Reste einer altorphischen Theogonie entdeckt, die auffällige Übereinstimmungen mit, aber auch entscheidende Abweichungen von Hesiods Theogonie aufweist: Zentrale Motive finden sich teils abgewandelt und reinterpretiert in der orphischen Theogonie wieder und lassen sich zudem mit orientalischen Schöpfungsmythen vergleichen. Hinzu kommt die durch die Jahrhunderte hindurch proklamierte Autorenschaft der nicht weiter bekannten Entität Orpheus, die sich zwar nicht mit der berühmten mythischen Sängergestalt Orpheus gleichsetzen lässt, aber möglicherweise wenigstens bezüglich der Namensgebung auf die gemeinsame Vorlage des sogenannten Goëten berufen kann. Auch hierzu lassen sich bei Hesiod Anhaltspunkte finden.



Involved Institutions


Details

Item typeArticle
Journal or Publication TitleForAP: Forschungsergebnisse von Absolventen und Promovierenden der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften
PublisherUniversität Regensburg
Open Access TypeOJS Uni Regensburg
Volume5
Number of Issue or Book Chapter5
Page Rangepp. 63-79
DateJuly 2022
Date of publication08 Feb 2023 12:04
InstitutionsLanguages and Literatures > Institut für Klassische Philologie > Lehrstuhl für Griechische Philologie (Prof. Dr. Georg Rechenauer)
Identification Number
ValueType
10.5283/forap.73DOI
Dewey Decimal Classification400 Language > 480 Hellenic languages Classical Greek
800 Literature > 880 Hellenic literatures Classical Greek
StatusPublished
RefereedYes, this version has been refereed
Created at the University of RegensburgUnknown
URN of the UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-537011
Item ID53701

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