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Scheerer-Harbauer, Eva

Infektionsrate von mittels Kirschner-Draht versorgten kindlichen distalen Radiusfrakturen. Perkutane Drahtlage vs. versenkte Kirschner-Drahtlage

Scheerer-Harbauer, Eva (2023) Infektionsrate von mittels Kirschner-Draht versorgten kindlichen distalen Radiusfrakturen. Perkutane Drahtlage vs. versenkte Kirschner-Drahtlage. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 20 Okt 2023 07:07
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.54784


Zusammenfassung (Deutsch)

In der Kindertraumatologie ist die distale Unterarmfraktur die häufigste Fraktur überhaupt: In 25% aller kindlichen Frakturen ist der Radius mit betroffen. Liegt die Dislokation außerhalb der spontanen Korrekturgrenzen, innerhalb derer sich Fehlstellungen im Rahmen des Wachstums noch korrigieren, besteht die Indikation zur operativen Behandlung. Die kindlichen distalen Unterarmfrakturen werden ...

In der Kindertraumatologie ist die distale Unterarmfraktur die häufigste Fraktur überhaupt: In 25% aller kindlichen Frakturen ist der Radius mit betroffen. Liegt die Dislokation außerhalb der spontanen Korrekturgrenzen, innerhalb derer sich Fehlstellungen im Rahmen des Wachstums noch korrigieren, besteht die Indikation zur operativen Behandlung. Die kindlichen distalen Unterarmfrakturen werden meist geschlossen reponiert und mittels K-Drähten, die durch die Haut eingebracht werden, stabilisiert. Häufig werden die Enden der Drähte gekürzt und die Haut darüber vollständig verschlossen um Infekte zu vermeiden. Allerdings gibt es auch die Technik der überstehenden Drahtenden, die ein einfacheres Entfernen der Drähte nach Konsolidierung der Fraktur in einer kurzen Lachgasanästhesie erlaubt. Der Aufwand für Familien und Klinik ist personell, organisatorisch und finanziell deutlich geringer, als die K-Drahtentfernung im Op unter Vollnarkose. Zudem entfällt das gesundheitliche Risiko der Narkose für das Kind.
Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Regensburg, Klinik St. Hedwig wird seit 5 Jahren die Technik der überstehenden Drahtenden praktiziert und es wurde kein Fall gesehen, der einen Infekt (weder oberflächlich noch tief) gezeigt hatte. Hierzu wurde eine retrospektive Studie am eigenen Klientel mit 157 distalen Radiusfrakturen, die mit überstehender K-Drähte behandelt wurden, durchgeführt. Wie erwartet zeigte sich kein Infekt durch die K-Drahtenden. Allerdings war in einer Patienten-Umfrage im Rahmen der Studie die Zufriedenheit der Familien mit dem Drahtzug in der Ambulanz geringer als erwartet. Hier müssen sprachliche, kulturelle und auch psychologische Gegebenheiten sicher noch mehr berücksichtigt werden.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

The surgical treatment of distal radius fractures in children usually contains closed reduction and K wire fixation. There exist two techniques of surgical treatment for this kind of fractures: Fixation of the fracture with buried or unburied K wires. The supposed reason for using buried K-wires is to avoid infection of the bone. The aim of this study was to demonstrate, that there is no higher ...

The surgical treatment of distal radius fractures in children usually contains closed reduction and K wire fixation. There exist two techniques of surgical treatment for this kind of fractures: Fixation of the fracture with buried or unburied K wires. The supposed reason for using buried K-wires is to avoid infection of the bone.
The aim of this study was to demonstrate, that there is no higher rate of infection in using unburied K wires vs buried K wires. But there exist a lot of benefits both for the family and the hospital in using unburied K wires: It is possible to remove the K wires using notrous oxide . So you need less time and less persons for the intervention with a minimum of risk.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum20 Oktober 2023
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Hans J. Schlitt
Tag der Prüfung19 Oktober 2023
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Chirurgie
Stichwörter / Keywordsdistale Radiusfraktur Kind, K-Drähte epicutan und percutan
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-547842
Dokumenten-ID54784

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