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Kraus, Marina

Erweiterte Versorgungsmaßnahmen durch Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter im deutschen Rettungsdienst: Ein bundesweiter Vergleich

Kraus, Marina (2024) Erweiterte Versorgungsmaßnahmen durch Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter im deutschen Rettungsdienst: Ein bundesweiter Vergleich. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 28 Feb 2024 10:58
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.55598


Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund/Ausgangspunkt und Fragestellung Die heilkundliche Tätigkeit durch Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter (NotSan) ohne notärztliche Anwesenheit basiert vor allem 1.) auf einer Delegation durch die Ärztliche Leitung Rettungsdienst oder 2.) auf eigenverantwortlicher Heilkundeausübung nach § 2a Notfallsanitätergesetz. Beide Möglichkeiten unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich ...

Hintergrund/Ausgangspunkt und Fragestellung
Die heilkundliche Tätigkeit durch Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter (NotSan) ohne notärztliche Anwesenheit basiert vor allem 1.) auf einer Delegation durch die Ärztliche Leitung Rettungsdienst oder 2.) auf eigenverantwortlicher Heilkundeausübung nach § 2a Notfallsanitätergesetz. Beide Möglichkeiten unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich der
Verantwortung für die Indikationsstellung. Diese Arbeit gibt erstmals einen bundesweiten Überblick, wer welche Verantwortung im Rahmen der Behandlungsvorgaben für NotSan trägt.
Methodik
Die Behandlungsalgorithmen zu fünf Krankheitsbildern wurden für alle Bundesländer hinsichtlich ihrer geographischen Gültigkeit, der Deklaration sowie des objektiven Charakters als ÄLRD-Delegation (2c) oder Heilkundeausübung (2a) und der Erstreckung auf Betäubungsmittel ausgewertet.
Ergebnisse
Es wurden 112 Algorithmen mit 403 Einzelmaßnahmen analysiert. Für elf Bundesländer wurden landesweit gültige, in fünf Ländern regional abweichende Behandlungsvorgaben gefunden. Der 2c- oder 2a-Status war in lediglich 40 % der einzelnen Maßnahmen explizit deklariert. Diese Deklaration
zeigte in 93 % eine Übereinstimmung mit dem objektiven Charakter der Maßnahme. Eine eigenständige oder eigenverantwortliche Betäubungsmittelgabe durch NotSan ist in sechs Ländern etabliert.
Schlussfolgerungen
In der Mehrheit der für NotSan vorgesehenen Maßnahmen ist nicht ersichtlich, ob diese nach 2c oder 2a angewendet werden sollen. Eine entsprechende Deklaration durch die Ersteller könnte hier für mehr Klarheit bezüglich der Verantwortlichkeiten sorgen. Sowohl eine ÄLRD-Delegation als auch eine
Betäubungsmittelgabe ohne Arztanwesenheit ist nicht in allen Bundesländern etabliert.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Summary/Background The medical treatment by emergency paramedics without the presence of an emergency physician in Germany is based primarily on 1.) a delegation by the Medical Director of Emergency Medical Services (ÄLRD) or 2.) the independent practice of medicine according to § 2a of the German Federal Emergency Paramedic Act. Both possibilities differ, among other things, with regard to ...

Summary/Background
The medical treatment by emergency paramedics without the presence of an emergency physician in Germany is based primarily on 1.) a delegation by the Medical Director of Emergency Medical Services (ÄLRD) or 2.) the independent practice of medicine according to § 2a of the German Federal Emergency Paramedic Act. Both possibilities differ, among other things, with regard to the
responsibility for diagnosis and treatment decision. This paper provides for the first time a nationwide overview of who bears which responsibility for treatment specifications for emergency paramedics.
Methods
The treatment algorithms for five clinical pictures were evaluated for all German federal states with regard to their geographical validity, declaration and objective character as ÄLRD delegation (2c) or practice of medicine (2a) and the extension to narcotics.
Results
112 algorithms with 403 individual measures were analysed. For eleven German Laender, unified treatment specifications were found; in five federal states, treatment specifications differing from region to region were identified. The 2c or 2a status was explicitly declared in only 40 % of the individual measures. This declaration was consistent with the objective character of the measure in
93 %. Narcotic administration by paramedics is established in six states.
Conclusions
In the majority of measures intended for paramedics it is not obvious whether they are to be applied according to 2c or 2a. Such a declaration by the preparers could provide more clarity with regard to the responsibilities. Both an ÄLRD delegation and the administration of narcotics by paramedics
without the presence of a physician are not established in all German lands.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum28 Februar 2024
Begutachter (Erstgutachter)PD Dr. Michael Dittmar
Tag der Prüfung22 Januar 2024
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Anästhesiologie
Stichwörter / KeywordsNotfallsanitäter, Delegation, Rettungsdienst, Algorithmen
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-555988
Dokumenten-ID55598

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