| Lizenz: Creative Commons Namensnennung 4.0 International (2MB) |
- URN zum Zitieren dieses Dokuments:
- urn:nbn:de:bvb:355-epub-747617
- DOI zum Zitieren dieses Dokuments:
- 10.5283/epub.74761
| Dokumentenart: | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
|---|---|
| Open Access Art: | Primärpublikation |
| Datum: | 30 Januar 2025 |
| Begutachter (Erstgutachter): | Prof. Dr. Jan-Wilhelm Beck und Prof. Dr. Michael Krewet |
| Tag der Prüfung: | 9 Dezember 2024 |
| Institutionen: | Sprach- und Literatur- und Kulturwissenschaften > Institut für Klassische Philologie > Lehrstuhl für Lateinische Philologie (Prof. Dr. Jan-Wilhelm Beck) |
| Stichwörter / Keywords: | Neumayr, Titus, Jesuitentheater, neulateinische Tragödie |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation: | 400 Sprache > 470 Latein |
| Status: | Veröffentlicht |
| Begutachtet: | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden: | Ja |
| Dokumenten-ID: | 74761 |
Zusammenfassung (Deutsch)
Im Jahr 1731 brachte der Münchner Professor und Theaterdichter Franciscus Neumayr seine lateinische Tragödie „Titus Imperator“ auf der Schulbühne in seiner bayerischen Heimatstadt zur Aufführung, es war das dramatische Erstlingswerk des jesuitischen Schriftstellers, zu dem sich in den darauffolgenden Jahren noch einige weitere Stücke gesellen sollten. Sie alle wurden schließlich nur wenige Jahre ...

Zusammenfassung (Deutsch)
Im Jahr 1731 brachte der Münchner Professor und Theaterdichter Franciscus Neumayr seine lateinische Tragödie „Titus Imperator“ auf der Schulbühne in seiner bayerischen Heimatstadt zur Aufführung, es war das dramatische Erstlingswerk des jesuitischen Schriftstellers, zu dem sich in den darauffolgenden Jahren noch einige weitere Stücke gesellen sollten. Sie alle wurden schließlich nur wenige Jahre vor dem Tod ihres Verfassers in einem gedruckten Sammelband, dem „Theatrum Politicum“, publiziert und der Nachwelt zur Beurteilung überliefert. Die Arbeit knüpft hier an und gibt den Text des „Titus Imperator“ mit Einleitung, Übersetzung und Erläuterungen wieder.
Für eine erste Annäherung werden zentrale Hintergrundaspekte zu Neumayrs dramaturgischem Wirken angeführt. In diesem Zusammenhang findet sich ein entwicklungsgeschichtlicher Überblick bezüglich der Jesuiten in München, dann werden bildungsprogrammatische und lehrsituative Gesichtspunkte des Münchner Jesuitengymnasiums skizziert, bevor die hohe pädagogische Wichtigkeit des Schultheaters im jesuitischen Bildungssystem verdeutlicht und eine kurze Theatergeschichte des Münchner Jesuitenkollegs wiedergegeben wird.
Im nächsten Schritt wird Neumayrs Leben und Wirken näher beleuchtet. Dazu präsentiert die Arbeit als Erstes einen kurzen Aufriss seiner Biographie, dann wird der Jesuitenpater als streitlustiger und produktiver Kämpfer mit der Feder charakterisiert, bevor er als Dramatiker in den Fokus rückt, indem sein „Theatrum Asceticum“ und seine im „Theatrum Politicum“ veröffentlichten Tragödien und Komödien vorgestellt werden. Einige Hinweise zur Editionsgeschichte des „Titus Imperator“ sowie die Verortung von Neumayrs Poetologie im literarhistorischen Kontext schließen die thematische Einführung ab.
Im Kern beschäftigt sich die Arbeit mit Neumayrs Tragödie „Titus Imperator“ selbst. Zunächst wird das Stück inhaltlich zusammengefasst. Es folgen Hinweise zur Textgestaltung sowie der Text des Dramas mitsamt Übersetzung, dann werden einzelne Textstellen genauer erklärt.
Daran anschließend finden sich einige Erläuterungen zum „Titus Imperator“. Hierbei wird Neumayrs poetologische Rechtfertigung des Titus als Bühnenfigur dargestellt, dann folgen Anmerkungen zum Prolog und zu den Chören sowie Ausführungen zur strukturellen, dramaturgischen, stilistischen und sprachlichen Gestaltung des Stücks sowie zum Bühnenbild.
Um den „Titus Imperator“ einordnen zu können und Grundlagen und Parallelen aufzuzeigen, werden schließlich Neumayrs Themenwahl und Quellenrezeption genauer betrachtet, wobei insbesondere auf die beneficentia und clementia des Protagonisten eingegangen wird. Ferner wird die Relevanz des Titus als Bühnenfigur in Oper und Drama hervorgehoben, der historische Ursprung der clementia Caesaris beschrieben und die Fürstenspiegelliteratur als ideologischer Referenzpunkt des Werks in aller Knappheit dargestellt.
Im Anhang finden sich zudem noch die ins Deutsche übersetzten argumenta der anderen im „Theatrum Politicum“ publizierten Stücke aus Neumayrs Feder, um einen ersten Eindruck von seiner sonstigen Art, Dramen zu gestalten, vermitteln zu können und einen oberflächlichen Vergleich mit seinem „Titus Imperator“ zu ermöglichen.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
In 1731, the Munich professor and playwright Franciscus Neumayr presented his Latin tragedy “Titus Imperator” on the school stage in his Bavarian hometown. It was the dramatic debut of the Jesuit writer, and in the years that followed several more plays were added to it. They were all finally published only a few years before the death of their author in a printed collection, the “Theatrum ...

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
In 1731, the Munich professor and playwright Franciscus Neumayr presented his Latin tragedy “Titus Imperator” on the school stage in his Bavarian hometown. It was the dramatic debut of the Jesuit writer, and in the years that followed several more plays were added to it. They were all finally published only a few years before the death of their author in a printed collection, the “Theatrum Politicum“, and handed down to posterity for judgement. This treatise ties in with this and reproduces the text of the “Titus Imperator” with an introduction, translation and explanations.
For a first approach, central background aspects of Neumayr's dramaturgical work are presented. In this context, there is an overview of the history of the Jesuits in Munich, then the educational program and teaching situation of the Munich Jesuit College are outlined, moreover the high pedagogical importance of school theatre in the Jesuit educational system is illustrated and a brief theatre history of the Munich Jesuit college is given.
The next step is to take a closer look at Neumayr's life and work. To this end, this treatise first presents a brief outline of his biography and characterizes the Jesuit priest as a combative and prolific fighter with the pen, before he comes into focus as a dramatist by presenting his “Theatrum Asceticum” and his tragedies as well as comedies published in the “Theatrum Politicum”. Some information on the editorial history of the “Titus Imperator” and the classification of Neumayr's poetics in the context conclude the topical introduction.
At its core, the treatise deals with Neumayr's tragedy “Titus Imperator” itself. First, the play is summarized in terms of content. Following this there are some notes on the text design, then the text of the drama is given together with a translation and individual passages are explained in more detail.
This is followed by some explanations of the “Titus Imperator”. Neumayr's poetological justification of Titus as a stage character is presented, after this some notes on the prologue and the choruses as well as some comments on the structural, dramaturgical, stylistic and linguistic design of the tragedy can be found, reference is also made to the stage design.
To be able to classify the “Titus Imperator” and to show the fundamentals and parallels, Neumayr's choice of topic and source reception are examined in more detail, with particular attention to the beneficentia and clementia of the protagonist. Furthermore, the relevance of Titus as a stage character in opera and drama is emphasized, the historical origin of the clementia Caesaris is described and the mirrors for princes literature is briefly presented as an ideological reference point of the work.
In the appendix you will also find the German translations of the argumenta of Neumayr's other plays published in the “Theatrum Politicum” in order to give a first impression of these dramas and to allow a superficial comparison with his “Titus Imperator”.
Metadaten zuletzt geändert: 30 Jan 2025 13:38
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