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Haas, Valerie Luise

Zusammenhang zwischen fettfreier Körpermasse und Sterblichkeit bei gesunden Erwachsenen zu Studienbeginn: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse

Haas, Valerie Luise (2026) Zusammenhang zwischen fettfreier Körpermasse und Sterblichkeit bei gesunden Erwachsenen zu Studienbeginn: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 03 Aug 2026 04:32
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.77548


Zusammenfassung (Deutsch)

Die Körperzusammensetzung rückt bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes eines Individuums zunehmend in den Fokus. Auf Grund der einfachen Handhabung wird aktuell häufig der BMI zur Bewertung des Gesundheits- und Ernährungszustandes verwendet. Ein Nachteil des BMI ist, dass er nicht zwischen Fettmasse und fettfreier Masse unterscheiden kann. Bisher ist nicht eindeutig welche Rolle fettfreie ...

Die Körperzusammensetzung rückt bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes eines Individuums zunehmend in den Fokus. Auf Grund der einfachen Handhabung wird aktuell häufig der BMI zur Bewertung des Gesundheits- und Ernährungszustandes verwendet. Ein Nachteil des BMI ist, dass er nicht zwischen Fettmasse und fettfreier Masse unterscheiden kann. Bisher ist nicht eindeutig welche Rolle fettfreie Masse bei den häufigsten Todesursachen, insbesondere Herz-Kreislauferkrankungen und Krebserkrankungen, spielt. Um der Frage nachzugehen welcher Zusammenhang zwischen fettfreier Masse und Gesamtmortalität besteht, wurde in dieser Arbeit eine systematische Literaturrecherche und Metaanalyse von Studien bis einschließlich Oktober 2024 durchgeführt.
Insgesamt wurden 47 Studien in die Metaanalyse eingeschlossen. Es zeigte sich, dass Personen mit wenig fettfreier Masse im Vergleich zu Personen mit viel fettfreier Masse ein 40% erhöhtes Mortalitätsrisiko haben (RR: 1,40; 95 % KI: 1,27; 1,53). Es wurden nach potenziell effektverändernden Faktoren stratifizierte Subanalysen berechnet. Dabei wurden Risikoschätzer nach Geschlecht, Messmethode, geografischer Region, Alter und spezifischen Todesursachen getrennt berechnet. Die Assoziation zwischen wenig fettfreier Masse und erhöhtem Mortalitätsrisiko wurde in allen Subanalysen bestätigt. Es wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, die auf einen möglichen Publikationsbias hindeuteten. Zudem wurde der E-Wert mit 2,15 berechnet, sodass ungemessenes Confounding als unwahrscheinlich betrachtet werden kann.
Die vorliegende Arbeit trägt dazu bei, die Bedeutung von fettfreier Masse als Risikofaktor für Gesamtmortalität zu verstehen. Sie unterstreicht die Relevanz von ausreichend fettfreier Masse im Hinblick auf Langlebigkeit und gesundes Altern. Langfristig sollten Screeningverfahren etabliert werden, um gefährdete Personen mit zu wenig fettfreier Masse identifizieren zu können und Gegenmaßnahmen für einen gezielten Aufbau von fettfreier Masse einzuleiten. Zudem sollten Präventionsmaßnahmen entwickelt werden, um zu verhindern, dass ein Zustand von zu wenig fettfreier Masse erst erreicht wird.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Background: Body composition has become a key indicator in assessing overall health, and recent research focuses on its role in disease development. Objective: This systhematic review and metaanalysis aims to explore the relationship between fat-free mass and all-cause mortality in initially healthy adults. To maximize data inclusion and enhance the comprehensiveness of the analysis, studies ...

Background:
Body composition has become a key indicator in assessing overall health, and recent research focuses on its role in disease development.
Objective:
This systhematic review and metaanalysis aims to explore the relationship between fat-free mass and all-cause mortality in initially healthy adults. To maximize data inclusion and enhance the comprehensiveness of the analysis, studies employing a variety of fat-free mass assessment methods were incorporated.
Design:
A systematic review and meta-analysis were conducted by searching relevant databases for eligible studies. Summary risk ratios (RRs) and 95% confidence intervals (CIs) were calculated using a random-effects model. The analysis also evaluated publication bias and heterogeneity. To assess the potential impact of unmeasured confounding, the E-value was calculated.
Results:
A total of 47 studies were included. Comparing individuals with the lowest levels of fat-free mass to those with the highest, the analysis revealed a significantly increased risk of mortality among those with low fat-free mass (RR: 1.40; 95% CI: 1.27–1.53). Subgroup analyses supported this association. An unmeasured confounder would need a risk ratio of at least 2.15 with both fat-free mass and mortality to fully explain the observed effect.
Conclusions:
Low fat-free mass is significantly associated with higher all-cause mortality compared to higher fat-free mass levels. Maintaining adequate fat-free mass may play a critical role in supporting metabolic health and reducing the risk of premature death.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Open Access Art:Primärpublikation
Datum3 August 2026
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Dr. Michael Leitzmann
Tag der Prüfung31 Juli 2025
InstitutionenMedizin > Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin
Stichwörter / KeywordsFettfreie Körpermasse, Sterblichkeit, Metaanalyse
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-775488
Dokumenten-ID77548

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