Zusammenfassung
Simon Bein geht in diesem Beitrag der Frage nach, ob politische Parteien als zentrale Akteure der intermediären Vermittlung sich in einer Krise befinden, die dann wiederum ein ernstzunehmender Hinweis auf eine Krise der Demokratie wäre. Hierfür wird der Arbeitsbegriff der elektoralen Marginalisierung vorgeschlagen und eingeführt. Aber sind politische Parteien wirklich generell in der Krise und ...
Zusammenfassung
Simon Bein geht in diesem Beitrag der Frage nach, ob politische Parteien als zentrale Akteure der intermediären Vermittlung sich in einer Krise befinden, die dann wiederum ein ernstzunehmender Hinweis auf eine Krise der Demokratie wäre. Hierfür wird der Arbeitsbegriff der elektoralen Marginalisierung vorgeschlagen und eingeführt. Aber sind politische Parteien wirklich generell in der Krise und übergreifend von Marginalisierung betroffen? Nachdem anhand dreier zentraler Argumentationsstränge zu einer allgemeinen Krise der Parteiendemokratie, zur Krise bestimmter Parteitypen – vor allem der Volksparteien – und zur Krise einzelner Parteienfamilien die entsprechende Literatur kritisch beleuchtet wird, folgt das Plädoyer für einen differenzierten Blick auf die Krise und das Verschwinden einzelner politischer Parteien, das sich mit den bisher bestehenden Erklärungsansätzen nicht zufriedenstellend verallgemeinern lässt.