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Kriechbaum, Verena Margaretha

When Testing Improves Memory Performance: The Forward Testing Effect With Prose Materials

Hochschulschrift der Universität Regensburg

Kriechbaum, Verena Margaretha (2026) When Testing Improves Memory Performance: The Forward Testing Effect With Prose Materials. Dissertation, Universität Regensburg.

DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.80777


Zusammenfassung (Englisch)

The forward testing (FT) effect refers to the finding that retrieval practice on studied material can promote learning and memory of subsequently studied, new material. Most research on the FT effect has focused on the learning of relatively simple materials. This dissertation had the goal to examine whether the FT effect can be equally present for related and unrelated prose materials, and ...

The forward testing (FT) effect refers to the finding that retrieval practice on studied material can promote learning and memory of subsequently studied, new material. Most research on the FT effect has focused on the learning of relatively simple materials. This dissertation had the goal to examine whether the FT effect can be equally present for related and unrelated prose materials, and whether the FT effect is influenced by relatedness of study material. In six experiments, subjects studied either related or unrelated prose passages and were tested on the final critical passage immediately after study. In all experiments, recall of the final passage was higher when, between study of the single passages, subjects engaged in retrieval practice compared to restudy of the preceding passage, demonstrating an FT effect with both related and unrelated prose passages. Strikingly, only with unrelated passages did an FT-like effect arise when subjects between the passages generated semantic information unrelated to the studied passages (Experiments 1 and 2), and only with related passages did the FT effect lead to recall levels superior to those when only the final passage was studied (Experiments 1–6). Moreover, only with related passages was an FT-like effect observed when, instead of interim retrieval practice, elaborative restudy practice with concept mapping was applied between study of the single passages (Experiments 4–6). Together, these findings demonstrate a critical role of relatedness of study material for the FT effect with prose materials. Theoretically, the findings align with a new two-factor explanation of the FT effect, which suggests that the FT effect is mainly driven by context change with unrelated prose materials and is mainly driven by facilitated comprehension with related prose materials. The findings provide clues for students on how to optimize new learning during exam preparation both when faced with highly related and when faced with rather unrelated course materials.

Übersetzung der Zusammenfassung (Deutsch)

Der vorwärtsgerichtete Testeffekt (VTE) bezeichnet den Befund, dass der aktive Abruf eben gelernten Materials das Lernen und Erinnern darauf folgend gelernten, neuen Materials verbessern kann. Bisher wurde dieser VTE vor allem unter Verwendung von relativ simplen Lernmaterialien untersucht. Ziel dieser Dissertation war es zu prüfen, ob sich der VTE mit sowohl inhaltlich verwandten als auch ...

Der vorwärtsgerichtete Testeffekt (VTE) bezeichnet den Befund, dass der aktive Abruf eben gelernten Materials das Lernen und Erinnern darauf folgend gelernten, neuen Materials verbessern kann. Bisher wurde dieser VTE vor allem unter Verwendung von relativ simplen Lernmaterialien untersucht. Ziel dieser Dissertation war es zu prüfen, ob sich der VTE mit sowohl inhaltlich verwandten als auch inhaltlich unverwandten Prosamaterialien findet, und ob der VTE durch die Verwandtschaft der Materialien beeinflusst wird. In einer Serie von sechs Experimenten bekamen Versuchspersonen entweder verwandte oder unverwandte Prosapassagen zum Lernen präsentiert und sollten die finale kritische Passage unmittelbar nach dem Lernen frei erinnern. In allen Experimenten war der grundlegende VTE zu beobachten, mit höheren Erinnerungsquoten für die finale Passage nach Abrufübung zwischen dem Lernen der einzelnen Passagen als nach erneutem Lernen. Allerdings verallgemeinerte sich der VTE nur bei unverwandten Passagen auf semantisches Generieren von nicht mit dem Lernmaterial in Bezug stehenden Informationen (Experimente 1 und 2); und nur bei verwandten Passagen führte der VTE zu höheren Erinnerungsquoten als in einer Bedingung in der ausschließlich die finale Passage zum Lernen präsentiert wurde (Experimente 1-6). Darüber hinaus verallgemeinerte sich der VTE nur bei verwandten Passagen auf elaboratives Lernen mit Concept Mapping (Experimente 4-6). Zusammen demonstrieren diese Befunde eine kritische Rolle der Verwandtschaft des Lernmaterials für den VTE bei Prosapassagen. Auf theoretischer Ebene sind die Befunde konsistent mit einer neuen Zweifaktorenerklärung des VTEs, welcher zufolge primär Kontextwechsel den VTE bei unverwandten Passagen und primär erleichtertes Verständnis den VTE bei verwandten Passagen erzeugen. Hinsichtlich der pädagogischen Anwendung des VTEs liefern die Befunde einige nützliche Anhaltspunkte für Studierende, wie das Lernen von sowohl hoch verwandten als auch unverwandten Kursmaterialien während der Prüfungsvorbereitung optimiert werden könnte.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Open Access ArtPrimärpublikation
Datum16 Oktober 2026
Veröffentlichungsdatum16 Okt 2026 07:32
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Karl-Heinz T. Bäuml
Tag der Prüfung17 September 2026
InstitutionenHumanwissenschaften > Institut für Psychologie > Lehrstuhl für Psychologie IV (Entwicklungs- und Kognitionspsychologie) - Prof. Dr. Karl-Heinz Bäuml
Stichwörter / Keywordsretrieval practice; concept mapping; forward testing effect; prose material; prior knowledge
Dewey-Dezimal-Klassifikation100 Philosophie und Psychologie > 150 Psychologie
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-807775
Dokumenten-ID80777

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