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Bäuml, Karl-Heinz

Retroaktive Hemmung: Der Einfluss des interpolierten Kategorienmaterials auf die Verfügbarkeit von Information

Article

Bäuml, Karl-Heinz (1991) Retroaktive Hemmung: Der Einfluss des interpolierten Kategorienmaterials auf die Verfügbarkeit von Information. Zeitschrift für experimentelle und angewandte Psychologie 38 (2), pp. 169-187.

DOI to cite this document: 10.5283/epub.9027


Abstract

In zwei Experimenten zur retroaktiven Hemmung wird der Einfluß des interpolierten Kategorienmaterials auf die Quelle der retroaktiven Hemmung untersucht. In beiden Experimenten erhalten 50 Vpn jeweils 1—5 Listen mit konzeptuell kategorisierbarem Wortmaterial präsentiert. In Experiment 1 werden über die Listen hinweg unterschiedliche Kategorien, in Experiment 2 über die Listen ...

In zwei Experimenten zur retroaktiven Hemmung wird der Einfluß des interpolierten Kategorienmaterials auf die Quelle der retroaktiven Hemmung untersucht. In beiden Experimenten erhalten 50 Vpn jeweils 1—5 Listen mit konzeptuell kategorisierbarem Wortmaterial präsentiert. In Experiment 1 werden über die Listen hinweg unterschiedliche Kategorien, in Experiment 2 über die Listen identische
Kategorien verwendet. Die Daten werden mit dem Speicherungs-Abruf-Modell von Batchelder und Riefer (1980, Psych. Rev., 87, 375—397) analysiert. Dieses Modell erlaubt bei empirischer Gültigkeit die getrennte Messung von Speicherungs- und Abrufprozessen. Eine Unverfügbarkeit (Unzuganglichkeit) von Information liegt dabei genau dann vor, wenn der Speicherungsparameter (Abrufparameter) mit
der Listenanzahl abnimmt. Die Datensätze beider Experimente sind mit dem Modell beschreibbar. In Experiment 1 erweist sich der Speicherungsparameter als konstant,
während der Abrufparameter stark abfällt. Im Gegensatz dazu fällt der Speicherungsparameter in Experiment 2 stark ab, während der Abrufparameter leicht ansteigt. Bei verschiedenen Kategorien über die Listen besteht retroaktive Hemmung allein in Unzugänglichkeit von Information, bei identischen Kategorien allein in Unverfügbarkeit. Mit diesen Ergebnissen ist demonstriert, daß das interpolierte Kategorienmaterial einen wesentlichen Faktor fur die Quelle der retroaktiven Hemmung darstellt. Die Implikationen dieser Ergebnisse für frühere, scheinbar widersprüchliche Datensätze werden diskutiert.


Involved Institutions


Details

Item typeArticle
Journal or Publication TitleZeitschrift für experimentelle und angewandte Psychologie
PublisherHogrefe
Volume38
Number of Issue or Book Chapter2
Page Rangepp. 169-187
Date1991
Date of publication17 Aug 2009 09:57
InstitutionsHuman Sciences > Institut für Psychologie > Lehrstuhl für Psychologie IV (Entwicklungs- und Kognitionspsychologie) - Prof. Dr. Karl-Heinz Bäuml
Dewey Decimal Classification100 Philosophy & psychology > 150 Psychology
StatusPublished
RefereedYes, this version has been refereed
Created at the University of RegensburgYes
URN of the UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-90273
Item ID9027

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