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Retroaktive Hemmung: Der Einfluss des interpolierten Kategorienmaterials auf die Verfügbarkeit von Information
Bäuml, Karl-Heinz (1991) Retroaktive Hemmung: Der Einfluss des interpolierten Kategorienmaterials auf die Verfügbarkeit von Information. Zeitschrift für experimentelle und angewandte Psychologie 38 (2), S. 169-187.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 17 Aug 2009 09:57
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.9027
Zusammenfassung
In zwei Experimenten zur retroaktiven Hemmung wird der Einfluß des interpolierten Kategorienmaterials auf die Quelle der retroaktiven Hemmung untersucht. In beiden Experimenten erhalten 50 Vpn jeweils 1—5 Listen mit konzeptuell kategorisierbarem Wortmaterial präsentiert. In Experiment 1 werden über die Listen hinweg unterschiedliche Kategorien, in Experiment 2 über die Listen ...
In zwei Experimenten zur retroaktiven Hemmung wird der Einfluß des interpolierten Kategorienmaterials auf die Quelle der retroaktiven Hemmung untersucht. In beiden Experimenten erhalten 50 Vpn jeweils 1—5 Listen mit konzeptuell kategorisierbarem Wortmaterial präsentiert. In Experiment 1 werden über die Listen hinweg unterschiedliche Kategorien, in Experiment 2 über die Listen identische
Kategorien verwendet. Die Daten werden mit dem Speicherungs-Abruf-Modell von Batchelder und Riefer (1980, Psych. Rev., 87, 375—397) analysiert. Dieses Modell erlaubt bei empirischer Gültigkeit die getrennte Messung von Speicherungs- und Abrufprozessen. Eine Unverfügbarkeit (Unzuganglichkeit) von Information liegt dabei genau dann vor, wenn der Speicherungsparameter (Abrufparameter) mit
der Listenanzahl abnimmt. Die Datensätze beider Experimente sind mit dem Modell beschreibbar. In Experiment 1 erweist sich der Speicherungsparameter als konstant,
während der Abrufparameter stark abfällt. Im Gegensatz dazu fällt der Speicherungsparameter in Experiment 2 stark ab, während der Abrufparameter leicht ansteigt. Bei verschiedenen Kategorien über die Listen besteht retroaktive Hemmung allein in Unzugänglichkeit von Information, bei identischen Kategorien allein in Unverfügbarkeit. Mit diesen Ergebnissen ist demonstriert, daß das interpolierte Kategorienmaterial einen wesentlichen Faktor fur die Quelle der retroaktiven Hemmung darstellt. Die Implikationen dieser Ergebnisse für frühere, scheinbar widersprüchliche Datensätze werden diskutiert.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Artikel |
| Titel eines Journals oder einer Zeitschrift | Zeitschrift für experimentelle und angewandte Psychologie |
| Verlag: | Hogrefe |
|---|---|
| Band: | 38 |
| Nummer des Zeitschriftenheftes oder des Kapitels: | 2 |
| Seitenbereich: | S. 169-187 |
| Datum | 1991 |
| Institutionen | Humanwissenschaften > Institut für Psychologie > Lehrstuhl für Psychologie IV (Entwicklungs- und Kognitionspsychologie) - Prof. Dr. Karl-Heinz Bäuml |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 100 Philosophie und Psychologie > 150 Psychologie |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-90273 |
| Dokumenten-ID | 9027 |
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