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Bauer, Johannes

Learning from errors at work. Studies on nurses' engagement in error-related learning activities

Bauer, Johannes (2008) Learning from errors at work. Studies on nurses' engagement in error-related learning activities. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 10 Jun 2008 16:25
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.10748


Zusammenfassung (Englisch)

This study investigated under what conditions nurses aim to learn from errors at work by engaging in joint cause analysis and the development of new action strategies together with colleagues. It was hypothesised that the engagement in such social learning activities depends on the cognitive, emotional, and motivational interpretation of an error situation as well as on the perception of a safe ...

This study investigated under what conditions nurses aim to learn from errors at work by engaging in joint cause analysis and the development of new action strategies together with colleagues. It was hypothesised that the engagement in such social learning activities depends on the cognitive, emotional, and motivational interpretation of an error situation as well as on the perception of a safe team climate. These research questions were addressed in three studies. (a) Expert interviews served to contextualise a framework of error-related learning activities to the domain of nursing. Furthermore, exemplary error cases were collected. (b) Based on the interviews, two questionnaires for the measurement of the engagement in learning activities after specific error episodes were developed. In the first condition, vignettes of error cases were presented to the participants (Cases Approach). In the second condition, the participants provided error episodes from their own work experience (Critical Incident Technique). Based on the results from a pilot study, a decision for the Cases Approach was made. (c) In a cross-sectional field study, 276 nurses were surveyed for their engagement in social learning activities in the standardised error episodes. The results from a structural equation model indicate that the estimation of an error as chance for learning and the tendency to cover up an error are significant predictors for the engagement in social learning activities. In contrast no significant direct relationship with the amount of emotional strain and with the perception of a safe team climate could be found.

Übersetzung der Zusammenfassung (Deutsch)

Es wurde untersucht, unter welchen Bedingungen Pflegekräfte in Krankenhäusern aus Fehlern lernen, indem sie sich nach Fehlersituationen gemeinsam mit Teammitgliedern über potentielle Ursachen und die Entwicklung von alternativen Handlungsstrategien austauschen. Es wurde angenommen, dass das Engagement in solche sozialen Lernaktivitäten von der kognitiven, emotionalen und motivationalen ...

Es wurde untersucht, unter welchen Bedingungen Pflegekräfte in Krankenhäusern aus Fehlern lernen, indem sie sich nach Fehlersituationen gemeinsam mit Teammitgliedern über potentielle Ursachen und die Entwicklung von alternativen Handlungsstrategien austauschen. Es wurde angenommen, dass das Engagement in solche sozialen Lernaktivitäten von der kognitiven, emotionalen und motivationalen Interpretation der Fehlersituation sowie von der Wahrnehmung eines sicheren Teamklimas abhängt. Diese Fragestellung wurde in drei Schritten empirisch bearbeitet. (a) In Experteninterviews wurde ein aus Theorien zum Erfahrungslernen abgeleitetes Modell fehlerbezogener Lernaktivitäten an die Domäne der Pflege adaptiert. Weiterhin wurden für den Pflegebereich beispielhafte Fehlerepisoden erfasst. (b) Auf Basis der Interviewdaten wurden zwei Fragebögen konstruiert, die das Engagement in soziale Lernaktivitäten in spezifischen Fehlersituationen messen. In der einen Bedingung wurden den Befragten aus der Interviewstudie entwickelte Fehlerbeispiele vorgegeben (Fallbeispiel-Methode), in der anderen nannten sie selbst erlebte Fehlerepisoden (Critical Incident Methode). Aufgrund der Ergebnisse einer Pilotuntersuchung wurde für die Weiterverwendung der Fallbeispiel-Methode entschieden. (c) In einer querschnittlichen Fragebogenerhebung wurden 276 Pflegekräfte zu ihrem Engagement in Lernaktivitäten in den vorgegebenen standardisierten Fehlersituationen befragt. Die Ergebnisse eines Strukturgleichungsmodells zeigen, dass die Bewertung eines Fehlers als Lernchance sowie die Tendenz, einen Fehler zu verbergen, signifikante Prädiktoren für das Engagement in soziale Lernaktivitäten sind. Dagegen konnte für das Ausmaß der emotionalen Belastung durch einen Fehler sowie für die Wahrnehmung eines sicheren Teamklimas kein direkter Zusammenhang nachgewiesen werden.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum9 Juni 2008
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Regina H. Mulder
Tag der Prüfung14 Mai 2008
InstitutionenHumanwissenschaften > Institut für Erziehungswissenschaften > Lehrstuhl für Pädagogik II (Prof. Dr. Regina Mulder)
Stichwörter / KeywordsFehler , Erfahrungsorientiertes Lernen , Krankenpflege , Informelles Lernen , , errors , learning from errors , professional learning and development , workplace learning , informal learning , experiential learning , nursing
Dewey-Dezimal-Klassifikation300 Sozialwissenschaften > 370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-opus-9905
Dokumenten-ID10748

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