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Das Adhäsionsverfahren nach dem Opferrechtsreformgesetz 2004
Bahnson, Inger (2008) Das Adhäsionsverfahren nach dem Opferrechtsreformgesetz 2004. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 19 Nov 2008 16:36
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.10795
Zusammenfassung (Deutsch)
Mit dem Adhäsionsverfahren (§§ 403 ff. StPO) wird die prozessuale Durchsetzung des zivilrechtlichen Anspruchs des Opfers bereits im Strafverfahren ermöglicht. Es verfolgt damit die zweifache Interessenlage des Opfers: Ausgleich des durch die Straftat erlittenen Schadens und Aufklärung der Straftat. Bereits seit Ende des 2. Weltkrieges in der Strafprozeßordnung integriert, hat das ...
Mit dem Adhäsionsverfahren (§§ 403 ff. StPO) wird die prozessuale Durchsetzung des zivilrechtlichen Anspruchs des Opfers bereits im Strafverfahren ermöglicht. Es verfolgt damit die zweifache Interessenlage des Opfers: Ausgleich des durch die Straftat erlittenen Schadens und Aufklärung der Straftat. Bereits seit Ende des 2. Weltkrieges in der Strafprozeßordnung integriert, hat das Adhäsionsverfahren in Deutschland bis heute ein Schattendasein geführt. Verschiedene Gesetzesinitiativen und -reformen haben die geringe Anwendungsquote des Adhäsionsverfahrens nicht steigern können.
Der Gesetzgeber hat mit der aktuellen Gesetzreform, dem zum 01.09.2004 in Kraft getretenen �Gesetzes zur Verbesserung der Stellung des Verletzen im Strafverfahren�, dem sog. Opferrechtsreformgesetz, eine erneuten Versuch unternommen, die Anwendbarkeit des Adhäsionsverfahrens zu verbessern und in dessen Folge die Anwendungsquote zu erhöhen.
Die Verfasserin setzt sich nach einer kurzen Einführung in die Restitutionsmöglichkeiten des Strafrechts und einer historischen Darstellung bisheriger Reformansätze mit den Regelungen des Adhäsionsverfahrens kritisch auseinander. Die umfassende Betrachtung erfolgt unter Berücksichtigung der Intentionen des Gesetzgebers einerseits sowie der Umsetzbarkeit in der Praxis aber auch unter Opferschutzaspekten andererseits. Die Verfasserin schließt in ihre Darstellung eine kritische Bewertung der Vorschriften ein. Im Anschluß stellt die Verfasserin rechtstatsächliche Gründe anhand in der Vergangenheit durchgeführter Umfragen, statistischer Erhebungen sowie eigener Umfragen und eines praktischen Beispiels dar. Die Arbeit endet mit einer Einschätzung über die Änderung des Stellenwertes des Adhäsionsverfahren durch das Opferrechtsreformgesetz sowie Vorschlägen zu weiterem Reformbedarf.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
With the adhesive procedure (§§ 403 ff. StPO) the victim of a criminal offence may already enforce its claim for damages in the course of the criminal proceedings. It pursues thereby its twofold interest: Reconciliation of the damage suffered by the criminal offence and clarification of the same. Integrated since the end of the 2nd world war into the code of criminal procedure, the adhesive ...
With the adhesive procedure (§§ 403 ff. StPO) the victim of a criminal offence may already enforce its claim for damages in the course of the criminal proceedings. It pursues thereby its twofold interest: Reconciliation of the damage suffered by the criminal offence and clarification of the same. Integrated since the end of the 2nd world war into the code of criminal procedure, the adhesive procedure has not reached a significant meaning in Germany until today. Different legislative initiatives could not increase the small application ratio of the adhesive procedure.
With the actual legislative reform, the �Law for the improvement of the victim�s status in criminal proceedings�, the so-called �Reform Act of Victim�s law 2004�, in force since Sept. 1st, 2004, the legislator attempted to improve the applicability of the adhesive procedure and, in its consequence, to increase the application ratio.
Following a short introduction to the restitution possibilities of the criminal law and a historical representation of past reforms the author describes the regulations of the adhesive procedure critically. The comprehensive view considers the intentions of the legislator on the and in addition the implementation in practice, under aspects of victim protection. The author comprises a critical evaluation of the regulations. Subsequent the author states some actual reasons based on accomplished inquiries in the past, data collection as well as own inquiries and a practical example. The author estimates in the end if the level of significance of the adhesive procedures by the �Reform Act of Victim�s law 2004� might have changed as well as the author gives proposals to further reform need.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 18 November 2008 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Henning Ernst Müller |
| Tag der Prüfung | 14 Juli 2008 |
| Institutionen | Rechtswissenschaften > Strafrecht > Lehrstuhl für Strafrecht und Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzug (Prof. Dr. jur. Henning Ernst Müller) |
| Stichwörter / Keywords | Deutschland / Opferrechtsreformgesetz , Adhäsionsprozess , Täter-Opfer-Ausgleich , Schadensersatz , Strafverfahren , , adhesive procedure , criminal law , compensation , victim's law |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 300 Sozialwissenschaften > 340 Recht |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-opus-10613 |
| Dokumenten-ID | 10795 |
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