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Hierarchie und Liebe: zuht-Rituale in der mittelhochdeutschen Heldenepik, im höfischen Roman und in der Maerendichtung
Neecke, Michael (2002) Hierarchie und Liebe: zuht-Rituale in der mittelhochdeutschen Heldenepik, im höfischen Roman und in der Maerendichtung. Regensburger Skripten zur Literaturwissenschaft 24, Magisterarbeit, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 18 Dez 2009 08:14
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.11398
Zusammenfassung (Deutsch)
Dass die höfische Dichtung des Mittelalters das Phänomen Liebe thematisiert, ist bekannt. Der disziplinatorische Kontext, in dem dies geschieht, wird jedoch zumeist ausgeblendet. Die Arbeit zeigt die anti-erotische und misogyne Ausrichtung der Texte: Die höfische Dichtung propagiert Hierarchie – nicht Liebe. Als Zentrum der Hierarchiekonzepte der höfischen Dichtung lässt sich das ideologische ...
Dass die höfische Dichtung des Mittelalters das Phänomen Liebe thematisiert, ist bekannt. Der disziplinatorische Kontext, in dem dies geschieht, wird jedoch zumeist ausgeblendet. Die Arbeit zeigt die anti-erotische und misogyne Ausrichtung der Texte: Die höfische Dichtung propagiert Hierarchie – nicht Liebe.
Als Zentrum der Hierarchiekonzepte der höfischen Dichtung lässt sich das ideologische Programm der zuht identifizieren. Der literarische Begriff der zuht gewinnt seine Kontur in Abgrenzung und Überwindung eines Begriffs der "Nicht-Zivilisation" (wilde). Während der Begriff der zuht auf psychische und soziale Ordnungen des Richtigen verweist, erscheint der Begriff der wilde als Signatur des Falschen, als Zeichen der Auflösung von legitimer Ordnung.
Der Antagonismus von zuht und wilde liegt als narrative Basisstruktur den Erzählungen der höfischen Dichtung zu Grunde: Im höfischen Roman wird die zuht als Abgrenzung von der wilde und Distanzierung dargestellt, im Heldenepos und in der Maerendichtung dagegen als ,Kolonialisierung‘ und Unterwerfung.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Magisterarbeit) |
| Schriftenreihe der Universität Regensburg: | Regensburger Skripten zur Literaturwissenschaft |
|---|---|
| Band: | 24 |
| Datum | 2002 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Edith Feistner |
| Tag der Prüfung | 2002 |
| Institutionen | Sprach- und Literatur- und Kulturwissenschaften > Institut für Germanistik > Lehrstuhl für Ältere Deutsche Literaturwissenschaft (Prof. Dr. Edith Feistner) |
| Stichwörter / Keywords | Mittelalter, Literatur, Zivilisation, Liebe, Misogynie |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 800 Literatur > 830 Deutsche Literatur |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-113986 |
| Dokumenten-ID | 11398 |
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