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Lukesch, Helmut

Testkriterien des Depressionsinventars von A.T. Beck

Lukesch, Helmut (1974) Testkriterien des Depressionsinventars von A.T. Beck. Psychologie und Praxis 18, S. 60-78.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 05 Aug 2009 13:40
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.2799


Zusammenfassung

Es wurde versucht. mittels der in der Literatur angegebenen und eigener Ergebnisse einen Überblick über die Gütekriterien des Depressionsinventars von Beck et al. zu geben. Dazu kann man im einzelnen feststellen: a) Die Standardisierung des Verfahrens ist noch nicht so weit gediehen, wie es für einen Test der Fall sein sollte. b) Für die deutsche Übersetzung haben sich aufgrund eigener Ergebnisse ...

Es wurde versucht. mittels der in der Literatur angegebenen und eigener Ergebnisse einen Überblick über die Gütekriterien des Depressionsinventars von Beck et al. zu geben. Dazu kann man im einzelnen feststellen:
a) Die Standardisierung des Verfahrens ist noch nicht so weit gediehen, wie es für einen Test der Fall sein sollte.
b) Für die deutsche Übersetzung haben sich aufgrund eigener Ergebnisse schwerwiegende Einwände bezüglich der Itemcharakteristiken erheben lassen. Sollten sich die Ergebnisse an anderen und größeren Stichproben replizieren
lassen, so wäre eine Revidierung des DI angezeigt.
c) Auch die Angaben zur Zuverlässigkeit des Verfahrens sind nicht optimal.
d) Die Untersuchungen zur Gültigkeit des Verfahrens haben in sehr vielen Fällen gezeigt, daß die Ergebnisse mit begründeten Erwartungen aus der allgemeinen
Depressionsforschung übereinstimmen. Diese Untersuchungen wurden aber zumeist mit der Originalform des DI vorgenommen; es kann also nicht als sicher angenommen werden, daß sich diese Ergebnisse bestätigen lassen.
e) Das DI erlaubt eine eindeutige Trennung von Depressiven und NichtDepressiven. Aufgrund der dargestellten Ergebnisse ist es aber unwahrscheinlich, daß die Werte aus dem DI eine graduelle Reihung der Probanden nach dem Merkmal "Depression" erlauben.
f) Es erscheint möglich. daß bei Gruppen, die durch grobe Klassifizierungen (mehr kann aufgrund der Reliabilitätsmängel nicht erreicht werden) mittels des
DI zusammengefaßt werden, Unterschiede nachgewiesen werden können (z. B. bei physiologischen Messungen), deren Erklärung auch theoretisch von Interesse sein könnte. Insofern ist diesem ad-hoc konstruierten Verfahren ein heuristischer Wert nicht abzusprechen.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartArtikel
Titel eines Journals oder einer ZeitschriftPsychologie und Praxis
Verlag:Verl. f. Angewandte Psychologie
Band:18
Seitenbereich:S. 60-78
Datum1974
InstitutionenHumanwissenschaften > Institut für Psychologie > Entpflichtete oder im Ruhestand befindliche Professoren > Lehrstuhl für Psychologie VI (Pädagogische Psychologie und Medienpsychologie) - Prof. Dr. Helmut Lukesch
Dewey-Dezimal-Klassifikation100 Philosophie und Psychologie > 150 Psychologie
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenNein
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-27991
Dokumenten-ID2799

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