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Der Einfluss sozial-affektiver Kontextvariablen auf die kognitive Informationsverarbeitung
Zemma, Svenja Elisabeth (2018) Der Einfluss sozial-affektiver Kontextvariablen auf die kognitive Informationsverarbeitung. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 19 Nov 2018 08:29
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.37944
Zusammenfassung (Deutsch)
Soziale und affektive Einflüsse auf die kognitive Informationsverarbeitung wurden in der Forschung bisher sehr häufig unabhängig voneinander betrachtet. In dieser Arbeit sollte deshalb der kombinierte Einfluss von beiden Arten von Variablen, also sozial-affektiven Kontextvariablen, untersucht werden. In den ersten drei Experimenten wurde der Effekt eines sozial-evaluativen Kontextes auf die ...
Soziale und affektive Einflüsse auf die kognitive Informationsverarbeitung wurden in der Forschung bisher sehr häufig unabhängig voneinander betrachtet.
In dieser Arbeit sollte deshalb der kombinierte Einfluss von beiden Arten von Variablen, also sozial-affektiven Kontextvariablen, untersucht werden.
In den ersten drei Experimenten wurde der Effekt eines sozial-evaluativen Kontextes auf die Bearbeitung von einfachen kognitiven Aufgaben untersucht. Grundlage stellte eine Studie von Dreisbach und Böttcher (2011) dar. Hier konnte erstmalig gezeigt werden, dass die gleichzeitige durch eine andere Person ausgeführte Bewertung von Bildern attraktiver Frauen auf Attraktivität bei Einblendung dieser Bilder vor Durchgängen einer einfachen kognitiven Aufgabe einen Ablenkungseffekt verursacht. In Experiment 1 und 2 dieser Arbeit konnten die diesem Ablenkungseffekt zugrundeliegenden kognitiven Prozesse aufgeklärt werden, eine Konkurrenz um begrenzte Arbeitsgedächtnisressourcen. In Experiment 3 konnte gezeigt werden, dass diese durch mild negativen affektiven Reaktionen, die phasisch durch die Frauenbilder ausgelöst werden und wie die Bearbeitung der Aufgabe Arbeitsgedächtnisressourcen beanspruchen, bedingt wird.
In Experiment 4 und 5 dieser Arbeit wurde dann der Effekt von emotionaler Nähe bei der gemeinsamen Bearbeitung einer einfachen kognitiven Aufgabe untersucht. Die Frage war hier, in welche Richtung emotionale Nähe die gemeinsame Aufgabenbearbeitung beeinflussen würde. Dies ermöglicht nämlich die Entscheidung zwischen zwei in der Forschung aktuell diskutierten Alternativhypothesen zu vermittelnde Variablen von sozial-affektiven Einflüssen auf die gemeinsame Aufgabenbearbeitung. Im Ergebnis zeigte sich, dass stärkere emotionale Nähe die Ko-Repräsentation (Repräsentation des Aufgabenteils des Anderen wie den eigenen Aufgabenteil) abschwächt, was auf Motivation zur gegenseitigen Perspektivübernahme als Mediatorvariable hindeutet.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Social and affective influences on cognitive information processing have often been considered independently in research. Therefore in this work the combined influence of both types of variables – social-affective context variables – should be examined. In the first three experiments the effect of a social-evaluative context on the processing of simple cognitive tasks has been investigated. The ...
Social and affective influences on cognitive information processing have often been considered independently in research. Therefore in this work the combined influence of both types of variables – social-affective context variables – should be examined.
In the first three experiments the effect of a social-evaluative context on the processing of simple cognitive tasks has been investigated. The basis is a study by Dreisbach and Böttcher (2011). Here it has been shown for the first time that the simultaneous evaluation of pictures of attractive women for attractiveness causes a distraction effect when these pictures are displayed before a simple cognitive task is performed. In experiments 1 and 2, the cognitive processes underlying this distraction effect – a competition for limited working memory resources – could be elucidated. In experiment 3 it could be shown that this distraction effect is caused by mild negative affective reactions phasically triggered by the women pictures.
Experiments 4 and 5 then investigated the direction of the effect of emotional closeness on the joint processing of a simple cognitive task. This enables a decision between two alternative hypotheses currently being discussed in research about mediator variables of social influences on joint task processing. The results showed that stronger emotional closeness weakens the co-representation (representation of the other´s task part as if it was one´s own), which points to motivation of taking the other´s perspective as the crucial mediator variable.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 19 November 2018 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Gesine Dreisbach und Prof. Dr. Peter Fischer |
| Tag der Prüfung | 19 Oktober 2018 |
| Institutionen | Humanwissenschaften > Institut für Psychologie > Lehrstuhl für Psychologie II (Allgemeine und Angewandte Psychologie) - Prof. Dr. Gesine Dreisbach |
| Stichwörter / Keywords | Interaktion affektive und kognitive Prozesse; soziale und affektive Einflüsse auf die Informationsverarbeitung; sozial-evaluativer Kontext; gemeinsame Aufgabenbearbeitung |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 100 Philosophie und Psychologie > 150 Psychologie |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-379446 |
| Dokumenten-ID | 37944 |
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